Menschen am 9. November auf der Berliner Mauer
Ein Schild mit der Aufschrift: "Hier waren Deutschland und Europa bis zum 18. November 1989 um 6 Uhr geteilt." steht auf der ehemaligen innerdeutschen Grenze.
Offene innerdeutsche Grenze zwischen Niedersachsen und dem Bezirk Erfurt, Thüringen, in den Morgenstunden nach der am Abend zuvor verkündeten Grenzöffnung,
23.07.2018, Thüringen, Teistungen: Der ehemalige innerdeutsche Grenzstreifen in einem Wald. Das sogenannte «Grüne Band» umfasst in Deutschland 1393 Kilometer.
Im Grenzlandmuseum Eichsfeld in Teistungen (Thüringen) sind die Sperranlagen auf dem früheren Todesstreifen zu sehen.

30 Jahre Friedliche Revolution

Das Engagement der mutigen Menschen, die sich in der ausgehenden DDR für politische Veränderungen und eine gerechtere Gesellschaft eingesetzt haben, steht zwingend im Mittelpunkt des dreißigsten Jubiläums der Friedlichen Revolution des Jahres 1989 und der Öffnung der innerdeutschen Grenze.

Die historische Dimension der Entwicklung des demokratischen Systems in unserem Land ist Gegenstand mehrerer Jubiläen – angefangen von den Jubiläen der Novemberrevolution und der Weimarer Reichsverfassung bis hin zum Doppeljubiläum des Landes Thüringen im kommenden Jahr – am 1. Mai 1920 wurde das Land Thüringen aus sieben Einzelstaaten gegründet, am 3. Oktober 1990 erfolgte die Gründung unseres heutigen Freistaats.

Zwar hat die Friedliche Revolution eine Dynamik entfaltet, die am Ende sogar einige der Ziele der eigentlichen Initiatorinnen und Initiatoren dieser Bewegung hinwegfegte. Die Friedliche Revolution hat aber maßgeblichen Anteil daran, dass wir heute hier in einem demokratischen Thüringen leben, arbeiten und diskutieren können.

Auf folgender Website finden Sie eine Übersicht der Veranstaltungen und Programmpunkte zum Jubiläumsjahr.

 

Grenzöffnung Sonneberg

Freiheitskonzert am 8. November 2019

Musikkorps der Bundeswehr und der Rundfunkdjugendchor Wernigerode gemeinsam mit dem Landesjugendchor Thüringen zum 30. Jahrestag der Grenzöffnung

Am Vorabend des Mauerfalljubiläums spielt das Musikkorps der Bundeswehr die „Freiheitssymphonie“ und die Symphonie mit dem Titel „70 Jahre Grundgesetz – Eine deutsche Geschichte“.

Normannsteinhalle in Treffurt
8.11.2019, 19:30 Uhr
Einlass ab 18:30 Uhr

Die Karten sind ab dem 13. August 2019 zum Beispiel bei der Touristeninformation in Treffurt, dem Infopunkt für Gäste / Wanfrieder Handarbeiten Susanne Dahmer in Wanfried oder den Gemeindeverwaltungen von Weißenborn, Südeichsfeld (Dienststelle Diedorf) und Geismar erhältlich. Weitere Vorverkaufsstellen entnehmen Sie bitte auch den örtlichen Amtsblättern und den Homepages der Kommunen Treffurt, Wanfried, Südeichsfeld, Geismar und Weißenborn.

Tickets im Vorverkauf: 17,00 Euro (ermäßigt 12:00 Euro)
Abendkasse: 20,00 Euro (ermäßigt 15,00 Euro)

Festveranstaltung am 9. November 2019

30 Jahre Grenzöffnung in Großburschla und Großburschla Bahnhof

Mit einem Ökumenischen Gottesdienst und einer Festveranstaltung wollen der Freistaat Thüringen und das Land Hessen 30 Jahre Friedliche Revolution und Grenzöffnung feiern. Unsere Partner sind die Städte Wanfried und Treffurt sowie die Gemeinden Südeichsfeld, Geismar und Weißenborn. Der Gottesdienst ist in der Kirche St. Bonifatius und beginnt um 10.00 Uhr. Da die Kirche nicht alle Gäste fassen wird, ist auch eine Außenübertragung des Gottesdienstes vorgesehen. Im Anschluss an den Gottesdienst wird es einen gemeinsamen Gedenkzug zur Werrabrücke geben. Die Festveranstaltung findet dann ab 12.00 Uhr im Festzelt statt. Es spielt das Musikkorps der Bundeswehr. Sie sind herzlich eingeladen!

9. November 2019
10:00 Uhr - Kirche St. Bonifatius
12:00 Uhr - Festveranstaltung im Festzelt

Blick auf Kirche in Großburschla
Logo 30 Jahre Mauerfall
Blick auf die Werra bei Großburschla

Veranstaltungen und Projekte

Die Landesgründung von 1990 ist zudem nicht ohne die Friedliche Revolution zu denken, deren Jubiläum in diesem Jahr gefeiert wird. Zivilgesellschaft und Staat haben zu diesem Anlass ein umfangreiches Programm zusammengestellt.

  • übergreifend Wettbewerb „Schülerwettbewerb Diktaturerfahrung und demokratische Umbrüche in Deutschland und Europa“, o.D., Stiftung Ettersberg

    5. Juli 2019 Open-Air-Ausstellung (Eröffnung) „Aufbruch nach Europa“, Grenzlandmuseum Eichsfeld, Teistungen, in Kooperation mit dem Archiv der Bürgerbewegung Leipzig e.V. (Duderstädter Straße 7-9, 37339 Teistungen)

    17. September 2019  18.30 Uhr Podium „10. Geisaer Schlossgespräch zum Thema „Berlin-Budapest-Prag: Wo fiel die Mauer?“ mit Rudolf Seiters und Györgi Dalos, Point-Alpha-Stiftung in Kooperation mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen (Schloss Geisa, Schlossplatz 4, 36419 Geisa)

    1. - 2. November 2019 Internationales Symposium „Was war 1989? Die Friedliche Revolution und die Umbrüche im östlichen Europa in der europäischen Erinnerungskultur“, Weimar, Stiftung Ettersberg und Landeszentrale für politische Bildung Thüringen > 1. November 2019: 13.30 bis 19.00 Uhr mit einem anschließenden Empfang, 2. November 2019: 9.00 bis 13.00 Uhr (Platz der Demokratie 5, 99423 Weimar)

  • 28. März bis 4. Dezember 2019 (sieben Veranstaltungen)

    Veranstaltungsreihe “Den aufrechten Gang erlernen, Zivilgesellschaftliche Aufbrüche in Jena 1989/90”, Jena, Thüringer Archiv für Zeitgeschichte “Matthias Domaschk”, Geschichtswerkstatt Jena

    24. Mai 2019 bis 25. Mai 2019

    Veranstaltungsreihe „‚Die Zeit ist reif!‘ Aufbruch `89 in Erfurt“, Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße in Erfurt, Evangelische Kirche in Mitteldeutschland, Gesellschaft für Zeitgeschichte e.V., Kunsthaus Erfurt e.V., Offene Arbeit Erfurt und Landesbeauftragter des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

    5. Januar bis 31. Dezember 2019

    Veranstaltungsreihe „30 Jahre Friedliche Revolution 1989/90“, Stadt Meiningen, Kulturstiftung Eisenach-Meiningen, Offene Arbeit Meiningen, Meininger Bündnis für Demokratie und Toleranz, Ev.-luth. Kirchengemeinde Meiningen, Landratsamt Schmalkalden-Meiningen, Dorothea Brandt

    Themenjahr „30 Jahre Friedliche Revolution. 89//19 Weg-Bruch – Auf-Bruch – Um-Bruch“, Jena, Ev.-luth. Kirchengemeinde

    Wettbewerb „Schülerwettbewerb 30 Jahre friedliche Revolution in Mühlhausen“, Stadt Mühlhausen

    28. März 2019 19.00 Uhr Podium „‚Wir brauchen keine Folgsbildung!‘ – Jenaer Schulen im Umbruch 1989/90“ mit Gisela John, Frank Schenker, Rüdiger Schütz und Matias Mieth, Jena, Geschichtswerkstatt Jena, Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“ (Grete-Unrein-Gesamtschule, August-Bebel-Straße 1, 07743 Jena)

    13. April 2019 15.00 Uhr Zeitzeugengespräch „Frauen in der Friedlichen Revolution“ mit Kathrin Bickhardt Schulz, Susanne Keßler, Sybille Töpfer und Iris Helbing, Meiningen, Stadt Meiningen (VHS, Aula, Klostergasse 1, 98617 Meiningen)

    15. April 2019 19.00 Uhr Podium „Betriebliche und gewerkschaftliche Aufbrüche in Jena 1989“ mit Jörg Auweiler, Jürgen Dömel, Frank Günther und Dr. Renate Hürtgen, Jena, Geschichtswerkstatt Jena, Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“ (Volkshaus, Carl-Zeiss-Platz 15, 07743 Jena)

    17. April 2019 19.00 Uhr Sonderausstellungen (Eröffnung) „Unterm Strich. Karikatur und Zensur in der DDR“ und „Deutschlandbilder. Das vereinigte Deutschland in der Karikatur des Auslands“, Kulturstiftung Eisenach-Meiningen (Ausstellungen bis zum 8. September bzw. 6. Oktober – Schlossmuseum Elisabethenburg, Obere Galerie, Schlossplatz 1, 98617 Meiningen)

    16. Mai 2019 9.00 Uhr Vortrag „Punks und Hooligans in der DDR“ mit Frank Willmann, Kulturstiftung Eisenach-Meiningen (Schloss Elisabethenburg, Schlosskirche, Schlossplatz 1, 98617 Meiningen)

    24. Mai 2019  19.00 Uhr Podiumsgespräch „‚Der WahlFall 89 – die Revolution beginnt‘ mit Aribert Rothe, Tely Büchner, Christian Herrmann und Ulrike Greim“, Erfurt, Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße, Stiftung Ettersberg (Andreasstraße 37a, 99084 Erfurt)

    25. Mai 2019  11.00 Uhr Zeitzeugengespräch „Bilder, Erzählungen, Perspektiven“, Erfurt, Michaeliskirche, Stiftung Ettersberg (Michaelisstraße 10, 99084 Erfurt)

    25. Mai 2019  14.00-19.00 Uhr Ausstellung und Performance „Liebe, Lust und Widerstand“, u.a. mit Werken von Gabriele Stötzer im Kunsthaus Erfurt, Stiftung Ettersberg (Michaelisstraße 34, 99084 Erfurt)

    25. Mai 2019 16.00 Uhr Diskussionsveranstaltung „Alte Fragen? Neue Herausforderungen!“, Erfurt, Haus der Offenen Arbeit, Stiftung Ettersberg (Allerheiligenstraße 9, 99084 Erfurt)

    25. Mai 2019 19.00 Uhr Konzert „Rap von Magma & MBP und Bluesrock von Kirsche & Co“, Erfurt, Haus der Offenen Arbeit, Stiftung Ettersberg (Allerheiligenstraße 9, 99084 Erfurt)

    7. Juni 2019  18.00 Uhr Buchvorstellung und Gespräch: Sabine Pannen, „Wo ein Genosse ist, da ist die Partei! Der innere Zerfall der SED-Parteibasis 1979-1989“. Kommentiert von Wolfgang Berghofer, Oberbürgermeister a.D., Erfurt, Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße, Landeszentrale für politische Bildung Thüringen in Kooperation mit der Stiftung Ettersberg (Andreasstraße 37a, 99084 Erfurt).

    17. Juni 2019 19.30 Uhr Lesung „Der Tag X“ mit Titus Müller, Stadt Meiningen (Stadt- und Kreisbibliothek „Anna Seghers“, Ernestinerstraße 38, 98617 Meiningen)

    19. Juni 2019  19.00 Uhr Theaterperformance „‚Tafelrunde ohne Ritter‘ – Szenen der Friedlichen Revolution 1989/90 aus dem Erfurter Theater“, Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße, Stiftung Ettersberg in Kooperation mit Theater Erfurt, Die Schotte e.V., Gesellschaft der Theater- und Musikfreunde Erfurt e.V., KulturQuartier Erfurt e.V. (Andreasstraße 37a, 99084 Erfurt)

    24. Juni 2019  19.00 Uhr Zeitzeugengespräch „Die Mauer muss weg“ mit Sabine Popp, Grenzmuseum Schifflersgrund in Kooperation mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (Platz der Wiedervereinigung 1, 37318 Asbach-Sickenberg)

    9. September 2019 19.00 Uhr Stammtisch „Der Überwachungsstaat/ Stasi-Erinnerungen“, Café Krämer, Offene Arbeit Meiningen (Eduard-Fritze-Str. , 98617 Meiningen)

    12. bis 14. September 2019 Seminar „Bilder tauschen. Kirche in der DDR“, Evangelische Akademie Neudietendorf(Zinzendorfplatz 3, 99192 Neudietendorf)

    18. September 2019 19.00 Uhr Stammtisch „BildungsChancen in der DDR“, Ernestiner Hof, Meiningen, Offene Arbeit Meiningen (Ernestinerstraße 9, 98617 Meiningen)

    20. September 2019 Buchvorstellung mit musikalischer Begleitung „Ohne Ruhe rollt das Meer“ mit Gerhard Bause und Stephan Krawczyk (Musik), Grenzmuseum Schifflersgrund in Kooperation mit dem Eichsfeldmuseum und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen (Altes Rathaus, Ratsgasse 9, Heilbad Heiligenstadt)

    25. September 2019 19.00 Uhr Stammtisch „Versorgung und Gastronomie in der DDR“, Schloßstuben Meiningen, Offene Arbeit Meiningen (Schlossplatz 1, 98617 Meiningen)

    26. September 2019 19.00 Uhr Podiumsdiskussion „1989: Revolutionäre Aufbrüche in Thüringen“, Erfurt, Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße, Stiftung Ettersberg (Andreasstraße 37a, 99084 Erfurt)

    30. September 2019 19.00 Uhr Stammtisch „1989 Politik und Wirtschaft im Wandel“, Schlupfwinkel, Meiningen, Offene Arbeit Meiningen (Am Mittleren Rasen 6, 98617 Meiningen)

    4. Oktober 2019 20.00 Uhr Konzert „Wie ein Fischlein unterm Eis“ mit Karussell, Jena, Ev.-luth. Kirchenkreis Jena (Friedenskirche, Philosophenweg 1, 07743 Jena)

    9. Oktober 2019 19.00 Uhr Filmvorführung und Diskussion „Johannes R. Becher. Kontroversen um einen zerrissenen Dichter“, Filmvorführung „Abschied“ (1968) von Egon Günther nach Johannes R. Becher, Podiumsdiskussion mit Dr. Jens Fietje Dwars, Prof. Dr. Wolfgang Frindte, Dr. Rüdiger Stutz und Jonas Zipf (Moderation), Stadt Jena (Kino im Schillerhof, Helmboldstraße 1, 07749 Jena)

    15. Oktober 2019  18.30 Uhr Buchlesung mit Konzert „Ohne Ruhe rollt das Meer“ mit Gerhard Bause und Stephan Krawczyk (Musik), Point-Alpha-Stiftung und Landeszentrale für politische Bildung Thüringen (Haus auf der Grenze, Platz der deutschen Einheit 1, 36419 Geisa)

    17. Oktober 2019 18.00 Uhr Zeitzeugenforum „‚Wir sehen das anders, Herr Pfarrer‘ – Kirche in Jena 1989/2019“ mit Michael Dorsch, Gisela Guthke, Brigitta Kögler, Dr. Eckhard Schack, Dr. Albrecht Schröter, Dr. Friederike Spengler und Stephan Schack (Moderation), Ev-luth. Kirchenkreis Jena (Friedenskirche, Philosophenweg 1, 07743 Jena)

    17. Oktober 2019 20.00 Uhr Konzert mit Stephan Krawczyk, Ev-luth. Kirchenkreis Jena (Friedenskirche, Philosophenweg 1, 07743 Jena)

    17. Oktober 2017 19.30 Uhr Lesung und Film „Behind the Wall – Depeche Mode – Fankultur in der DDR“ mit Sascha Lange, Volkshaus, Stadt Meiningen (Landsberger Straße 2b, 98617 Meiningen)

    24. Oktober 2019 19.00 Uhr Friedensgebet in der Stadtkirche zum Gedenken an die erste Demonstration, Meiningen, Stadtkirche, Meininger Kirchengemeinden in Kooperation mit dem Gesprächskreis für Frieden und Ökologie.

    25. Oktober 2019  19.00 Uhr Performance „‚Eine Hoffnung lernt gehen‘. Christliche Anstöße für die Friedliche Revolution“, Stadtkirche St. Michael, Freie Bühne Jena, Geschichtswerkstatt Jena, Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“ (Stadtkirche St. Michael, Kirchplatz, 07743 Jena)

    26. Oktober 2019 10.00 Uhr Tag der Stadtgeschichte „Jena ‘89. Eine Stadt im Ausnahmezustand“, Stadt Jena und Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“ (Haus auf der Mauer, Johannisplatz 26, 07743 Jena)

    26. Oktober 2019 Tag der Stadtgeschichte „30 Jahre Friedliche Revolution“, Jena, Stadt Jena

    29. Oktober 2019  19.00 Uhr Diskussionsveranstaltung „Die Revolution als kommunikative Selbstermächtigung“, Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße, Erfurt, Stiftung Ettersberg (Andreasstraße 37a, 99084 Erfurt)

    3. November 2019 10.00 Uhr Festgottesdienst und Festakt mit der Uraufführung der Festkantate „Ein jegliches hat seine Zeit“ von Ludger Vollmer zum 30. Jahrestag der Friedlichen Revolution in Jena, Ev.-luth. Kirchenkreis Jena (Stadtkirche St. Michael, Kirchplatz 1, 07743 Jena)

    7. November 2019 19.00 Uhr Vortrag Martin Jankowski: “Der Tag, der Deutschland veränderte: 9. Oktober 1989”, Landeszentrale für politische Bildung Thüringen in Kooperation mit Katholische Gemeinde St. Josef Ilmenau und Verein Gegen Vergessen für Demokratie e.V. (Katholische Gemeinde St. Josef, Unterpörlitzer Str. 15, Ilmenau)

    10. November 2019  17.00 Uhr Festveranstaltung anlässlich 30 Jahre Friedliche Revolution mit Minister a.D. Rainer Eppelmann, Ilmenau, St. Jacobus-Kirche, Landeszentrale für politische Bildung Thüringen in Kooperation mit der Evangelischen Kirchgemeinde (Kirchplatz 1, 98693 Ilmenau)

    15. November 2019 19.30 Uhr (Einlass) Musikalisches Gespräch „Zwischen gestern und morgen“ mit Manuel Schmid und Joachim Krause (Lutherhaus, Poderschauergasse 29, Meuselwitz)

    20. November 2019 9.30 Uhr (Einlass) Vortrag und Gespräch „30 Jahre Friedengebete und Herbstrevolution im Altenburger Land“ mit Pfarrer i.R. Michael Wohlfarth, Mitarbeitenden-Konvent des Kirchenkreises Altenburger Land, Schüler/innen der 10.-12. Jahrgangsstufen des Spalatin-Gymnasiums, Verein der Freunde und Förderer des Spalatin-Gymnasiums e.V. (Aula des Christlichen Spalatin-Gymnasiums Altenburg) – Voranmeldung ergebeten, 03447/890858

    23. November 2019 19.30 Uhr (Einlass) Konzert „Gundermann Coverband“ mit den Fuchstal Chaoten (Weindepot Priem, Mozartstraße 5, Altenburg)

    28. November 2019  19.00 Uhr Buchvorstellung Dr. Christian Stöber: „Rosenkranzkommunismus. Die SED-Diktatur und das katholische Milieu im Eichsfeld 1945-1989”, Heilbad Heiligenstadt, Altes Rathaus, Landeszentrale für politische Bildung Thüringen in Kooperation mit dem Eichsfeldmuseum (Ratsgasse 9, 37308 Heilbad Heiligenstadt)

    29. November 2019, 20 Uhr Filmvorführung und Gespräch „Gundermann“ mit Chris Jung (Moderation) (Parkhotel Altenburg, August-Bebel-Straße 16-17, Altenburg)

    4. Dezember 2019  18.00 Uhr Feierstunde „30. Jahrestag zur Besetzung der Bezirksverwaltung Erfurt am 04.12.1989“ mit der Eröffnung der Fotoausstellung „Erfurt im Herbst 1989“, Erfurt, Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße, Gesellschaft für Zeitgeschichte e.V. in Kooperation mit der Stiftung Ettersberg. (Andreasstraße 37a, 99084 Erfurt)

    4. Dezember 2019 Podium „‚Die Stasi verbrennt Akten!‘ – Das Ende der Staatssicherheit in Jena“ mit Hartmut Fichtmüller, Markus Heckert, Jörn Mothes und Daniel Börner, Geschichtswerkstatt Jena, Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“ (Lutherplatz 3 - Nähe ehem. Gebäude des MfS in der Gerbergasse, 07743 Jena)

    5. Dezember 2019  18.00 Uhr Zeitzeugengespräch „Bürgerwachen und Aktenschnipsel“, Erfurt, Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße, Stiftung Ettersberg in Kooperation mit der Gesellschaft für Zeitgeschichte e.V. (Andreasstraße 37a, 99084 Erfurt)

    6. Dezember 2019  18.00 Uhr Diskussionsveranstaltung „Rehabilitation und Stasiunterlagengesetz“, Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße in Erfurt, Stiftung Ettersberg in Kooperation mit der Gesellschaft für Zeitgeschichte und dem BStU (Ast Erfurt) (Andreasstraße 37a, 99084 Erfurt)

    8. Dezember 2019  10.00 Uhr bis 21.00 Uhr (unter Vorbehalt) Festveranstaltung „Aufbruch in die Demokratie – 30 Jahre Friedliche Revolution in Suhl“, Suhl, BStU (ASt Suhl), Stadt Suhl, Landesbeauftragter für die SED-Aufarbeitung (Hölderlinstr. 1, 98527 Suhl) > Veranstaltungen an verschiedenen Standorten in der Stadt Suhl

  • Wanderausstellung „Straßen überwinden Grenzen“, TLBG; ausleihbar für Schulen und andere Einrichtungen.

    Das Thüringer Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation aktualisiert zum 30. Jahrestag des Mauerfalls am 9. November 2019 seine Ausstellung „Straßen überwinden Grenzen“. Diese wurde zum 25. Jahrestag erstellt und im Thüringer Landtag eröffnet. Sie durchlief bereits viele Stationen in Thüringen. Die Thüringer Staatskanzlei nutzte die Grenzausstellung für Festveranstaltungen in Erfurt und Brüssel. Wenn Sie Interesse an der Ausstellung haben, wenden Sie sich bitte an die Stabsstelle Verwaltungsmodernisierung und Öffentlichkeitsarbeit im TLBG.

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    Die Stiftung Naturschutz Thüringen ist der größte Flächeneigentümer und Träger des neuen Nationalen Naturmonuments und lädt zwischen Februar und November 2019 entlang dieses einzigartigen Biotopverbundes zu einer Reise durch Natur und Zeit ein. In Kooperation mit zahlreichen engagierten und kompetenten Akteuren vor Ort können Besucherinnen und Besucher unter dem Titel „Natur ist grenzenlos – 30 Jahre Grünes Band“ das Grüne Band sowohl als artenreiche Lebensader wie auch als erschütterndes Mahnmal erleben.

    5. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019 jeweils Samstags, Fotoprojekt „Abschottung – Schutz – Überwindung. Ein Fotoprojekt zum Thema Mauern“ von Dorothea Brandt und 52 Teilnehmenden, Meininger Tageblatt, www.meiningen.de und www.dorotheabrandt.de.

    11. April bis 17. November 2019 Veranstaltungsreihe „Krise, Revolution und Grenzöffnung“, Grenzmuseum Schifflersgrund (Platz der Wiedervereinigung 1, 37318 Asbach-Sickenberg)

    11. April 2019  19.00 Uhr Vortrag „Erosion und Entmachtung. Der Niedergang der SED-Herrschaft im Eichsfeld“, Grenzmuseum Schifflersgrund in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen (Platz der Wiedervereinigung 1, 37318 Asbach-Sickenberg)

    13. bis 16. Mai 2019  jeweils 9.00 bis 18.00 Uhr Schüler/innen-Seminar „Umbruch – Leben an der Grenze“, Mödlareuth, Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und dem Landtag von Baden-Württemberg (Mödlareuth 13, 95183 Töpen/Mödlareuth)

    15. Mai 2019 19.00 Uhr Vortrag „Leben in der DDR und Flucht nach West-Berlin“ mit Frank Willmann, Schloss Elisabethenburg, Meiningen, Schlosskirche, Kulturstiftung Eisenach-Meiningen (Schlossplatz 1, 98617 Meiningen)

    19. Mai 2019  15.00 Uhr Erzählcafé „Das Jahr 1989 – Meine Erinnerungen“, Grenzmuseum Schifflersgrund (Platz der Wiedervereinigung 1, 37318 Asbach-Sickenberg)

    26. Mai 2019 11.00 Uhr Gedenkwanderung „Zur Erinnerung an die Grenzabriegelung 1952“, Gut Herbigshagen bis Grenzlandmuseum Eichsfeld, Grenzlandmuseum Eichsfeld (Duderstädter Straße 7-9, 37339 Teistungen)

    4. Juni 2019  18.00 Uhr Vortrag „‚Iron Curtain Trail‘ mit Michael Cramer, MdEP“, Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth in Kooperation mit dem Verein Vogtland‚89 (Mödlareuth 13, 95183 Töpen/Mödlareuth)

    16. Juni 2019 15.00 Uhr Vortrag „Die Zwangsaussiedlungen im Eichsfeld“ mit Anke Geier, Grenzmuseum Schifflersgrund in Kooperation mit dem Landesbeauftragten des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (Platz der Wiedervereinigung 1, 37318 Asbach-Sickenberg)

    24. Juni 2019 19.00 Uhr Zeitzeugengespräch „Der Seitenwechsler – Fouls und Passspiel an der Mauer“ mit Rolf Fritzsche und Rene Wiese im Goethe-Gymnasium, Grenzmuseum Schifflersgrund in Kooperation mit dem Goethe-Gymnasium Kassel und der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (Ysenburgstraße 41, Aula, Kassel)

    27. Juni 2019 Seminar „Weltgeschichte am Gartenzaun – der Eiserne Vorhang im Dorfbach“, Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth in Kooperation mit der Stiftung Naturschutz Thüringen (Mödlareuth 13, 95183 Töpen/Mödlareuth)

    1. Juli 2019 Freiheits-Campus „Tannbach 2019“, Mödlareuth, Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth in Kooperation mit der Thüringer Staatskanzlei, der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit und Spirit of Football e.V. (Mödlareuth 13, 95183 Töpen/Mödlareuth)

    23. August ab 20.00 Uhr bis 25. August 2019  18.00 Uhr Festwochenende „Grenzenlos feiern“, Geisa und Rasdorf, Wartburgkreis und Landkreis Fulda in Kooperation mit der Stiftung Point Alpha und Kirmesgesellschaften aus beiden Landkreisen (US-Camp, Hummelsberg 1, 36169 Rasdorf)

    25. August 2019 11.00 Uhr Filmvorführung und Gespräch „Zonenrandgebiet – Schicksale an der Grenze zwischen Hessen und Thüringen“ mit Andreas Gehrke, Grenzmuseum Schifflersgrund (Platz der Wiedervereinigung 1, 37318 Asbach-Sickenberg)

    1. September 2019 17 Uhr Ausstellungseröffnung „30 Jahre Mauerfall. Schwarzweiß-Fotografien von Marc Sagnol“, Kino mon ami (Goetheplatz 11, Weimar)

    8. September 2019 14.00 bis 21.00 Uhr Bürgerinnen- und Bürgerfest „Es ist zum Ausreis(s)en! – Die Friedliche Revolution von 1989 aus Sicht der Geflohenen“, Erfurt, Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße, eine Veranstaltung des Geschichtsverbund Thüringen (Andreasstraße 37a, 99084 Erfurt).

    5. September 2019 19.45 Uhr Filmvorführung „‚Ballon‘ – ein Film von Michael ‚Bully‘ Herbig“ Point-Alpha-Stiftung (US-Camp, Hummelsberg 1, 36169 Rasdorf).

    26. September 2019 17.00 Uhr (unter Vorbehalt), Sonderausstellung (Eröffnung) „Umweg Prag. Die Prager Botschaftsflüchtlinge im Herbst ‚89“ mit einer Filmpräsentation und Zeitzeugengesprächen, Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth (Mödlareuth 13, 95183 Töpen/Mödlareuth)

    2. Oktober 2019 16.00 Uhr Festveranstaltung „Festakt zum Tag der Deutschen Einheit“ mit Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Point-Alpha-Stiftung (US-Camp, Hummelsberg 1, 36169 Rasdorf)

    3. Oktober 2019 10.00 Uhr Ökumenischer Gottesdienst und Familienfest zum Tag der Deutschen Einheit, Geisa und Rasdorf, Point-Alpha-Stiftung (Haus auf der Grenze, Platz der deutschen Einheit 1, 36419 Geisa).

    3. Oktober 2019 Festveranstaltung „29. Tag der Deutschen Einheit“, Grenzlandmuseum Eichsfeld (Duderstädter Straße 7-9, 37339 Teistungen)

    3. Oktober 2019 14.00 Uhr Festveranstaltung „Fest der Einheit aller“, Marktplatz, Meiningen, Meininger Bündnis für Toleranz und Demokratie.

    6. Oktober 2019 15.00 Uhr Sonderausstellung (Ausstellungseröffnung) „Deutschland grenzenlos“ mit Jürgen Ritter, Grenzmuseum Schifflersgrund in Kooperation mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (Platz der Wiedervereinigung 1, 37318 Asbach-Sickenberg)

    8. Oktober 2019 19.00 Uhr Vortrag Dr. Torsten Müller: “Katholische Kirche im eichsfeldischen Sperrgebiet. Die innerdeutsche Grenze und ihre Folgen für Gemeinden und Seelsorge”, Landeszentrale für politische Bildung Thüringen in Kooperation mit dem Grenzlandmuseum Eichsfeld (Duderstädter Straße 7-9, 37339 Teistungen)

    4. November 2019 17.00 Uhr (unter Vorbehalt)  Lichtinstallation „‚Mödlareuther Mauerverlauf‘ mit Nachbau Grenzübergang Mödlareuth‘“, Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth (Mödlareuth 13, 95183 Töpen/Mödlareuth)

    5. November 2019 9.00 Uhr (unter Vorbehalt) „9. November 1989 – Wie war das?“ Ausstellungs-Schülerprojekt im Rahmen des EU-Kulturerbesiegels „Stätten des Eisernen Vorhangs“ (Eröffnung), Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth (Mödlareuth 13, 95183 Töpen/Mödlareuth)

    7. November 2019 18.30 Uhr Lesung der Graphic Novel „Todesstreifen“ mit Dirk Mecklenbeck und Raik Adam, Point-Alpha-Stiftung (Haus auf der Grenze, Platz der deutschen Einheit 1, 36419 Geisa).

    7. November 2019 19.00 Uhr Podiumsdiskussion „30 Jahre Wende“, Kulturstiftung Eisenach-Meiningen (Schloss Elisabethenburg, Schlosskirche Schlossplatz 1 98617 Meiningen)

    8. November 2019 18.00 Uhr Friedensgebet und Gedenkgang „Das Licht kam aus der Kirche“, Stadtkirche, Meiningen, Ev-luth. Kirchengemeinde Meiningen (Marienkirche, Marktplatz)

    8. November 2019 20.00 Uhr Theaterperformance „30 Jahre Mauerfall – Deutschland zwischen 1989 und jetzt“ mit Schauspielern des Ensembles und Mitwirkenden der Bürgerbühne, Staatstheater Meiningen, Kulturstiftung Eisenach-Meiningen (Großes Haus, Bernhardstraße 5, 98617 Meiningen)

    9. November 2019 10.00 Uhr Zentrale Jubiläumsfeier aus Anlass des dreißigsten Jahrestages der Öffnung der innerdeutschen Grenze des Freistaats Thüringen gemeinsam mit dem langjährigen Partnerland Hessen in Großburschla in Anwesenheit von Ministerpräsident Bodo Ramelow und Ministerpräsident Volker Bouffier

    „9. November 1989 – Wie war das?“ Ausstellungs-Schülerprojekt im Rahmen des EU-Kulturerbesiegels „Stätten des Eisernen Vorhangs“, Mödlareuth (Mödlareuth 13, 95183 Töpen/Mödlareuth)

    9. November 2019 15.00 Uhr Sonderausstellung (Eröffnung) „Wahnsinn, Wende, Wiedervereinigung 1989/90. Aufbruch und Begegnungen in den Grenzkreisen Meiningen und Rhön-Grabfeld“ mit einer Performance der Christophine-Kunstschule, Landratsamt Schmalkalden-Meiningen, Landkreis Schmalkalden-Meiningen (Obertshäuser Platz 1, Saal des Landratsamtes, Haus 3, Ausstellung bis 6. Dezember 2019)

    9. und 10. November 2019 Festveranstaltung „30 Jahre Grenzöffnung - Vacha-Philippsthal“, Gewerbeverein Vacha e.V.

    9. November 2019 12.00 Uhr (unter Vorbehalt) Festveranstaltung „Die Trabis kommen…“ mit Vorträgen mit Jürgen Ritter und Mario Goldstein, Sternwanderung, Andacht und Zeitzeugengesprächen, Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth (Mödlareuth 13, 95183 Töpen/Mödlareuth)

    9. November 2019 16.30 Uhr Veranstaltungsreihe „Erinnerung an die Freiheit“ (Gedenkveranstaltung, Lichterspaziergang und Friedensgebet), Stadt Altenburg im Kooperation mit Katholischer Kirche, Kirchenkreis Altenburger Land, Ev.-luth. Kirchengemeinde Altenburg und den Freikirchen (Katholische Kirche, Frauengasse 24; Pauritzer Straße, Brüderkirche, Altenburg)

    9. und 10. November 2019 14.00 Uhr Festveranstaltung „30. Jahrestag der Grenzöffnung am Grenzübergang Worbis-Duderstadt“ mit Lichtkunstinstallation, Ausstellungen, Podien u.a., Grenzlandmuseum Eichsfeld (Duderstädter Straße 7-9, 37339 Teistungen)

    10. November 2019  14.00 Uhr Sonderausstellung „Grenzöffnung in der Rhön“, Point-Alpha-Stiftung (Haus auf der Grenze, Platz der deutschen Einheit 1, 36419 Geisa)

    13. November 2019 19.00 Uhr Podiumsdiskussion „1989 Die Grenze bricht auf! Warum ist es notwendig, sich zu erinnern?“, Landratsamt Schmalkalden-Meiningen (Obertshäuser Platz 1, Saal des Landratsamtes, Haus 3, Landkreis Schmalkalden-Meiningen > weitere Termine am 20. November, am 27. November und am 4. Dezember)

    17. November 2019  15.00 Uhr Podiumsdiskussion „Friedliche Revolution und Grenzöffnung“, mit Bundesminister a.D. Hans Eichel, Landrat Dr. Werner Henning, Werner Keller, Helmut Riethmüller und Johanna Braun, Grenzmuseum Schifflersgrund (Platz der Wiedervereinigung 1, 37318 Asbach-Sickenberg)

    5. Dezember 2019 Medien-Schülerprojekt „Alltag im Grenzgebiet“, Mödlareuth, Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth (Mödlareuth 13, 95183 Töpen/Mödlareuth)

    9. Dezember 2019 18.00 Uhr (unter Vorbehalt), Gedenkveranstaltung „30 Jahre Grenzöffnung Mödlareuth“ mit Sternwanderung, Andacht und Zeitzeugengesprächen, Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth (Mödlareuth 13, 95183 Töpen/Mödlareuth)

  • 23. Februar bis 7. Oktober 2019 Ausstellung „Bilderberg_89_Bilderflut I 30 Jahre Volks-Aufstand. Kunst – Performance – Salon“, Städtische Galerie Ada, Stadt Meiningen

    16. Mai 2019 19.00 Uhr Podium „‚Wir Journalisten sind jetzt sehr aufgeklärt‘ – Die Transformation des Pressewesens am Beispiel von TLZ und OTZ“ mit Lutz Prager, Thomas Stridde und Katrin Tominski, Jena, Geschichtswerkstatt Jena, Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“ (Stadtmuseum Jena, Markt 7, 07743 Jena)

    26. Mai 2019  16.00 Uhr Vortrag „Vom Todesstreifen zur Lebenslinie. Interdisziplinäre Vortragsreihe, Teil II: Zentraleuropa“, Grenzlandmuseum Eichsfeld (Duderstädter Straße 7-9, 37339 Teistungen)

    13. Juni 2019 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr Fachtagung „(Auf)brüche zur Demokratie“, Teistungen, Grenzlandmuseum Eichsfeld in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung (Duderstädter Straße 7-9, 37339 Teistungen)

    17. Juni 2019  15.00 Uhr Preisverleihung „Point-Alpha-Preis 2019“ an Herrn EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, Kuratorium Deutsche Einheit e.V. in Kooperation mit der Point-Alpha-Stiftung (US Camp, Hummelsberg 1, 36169 Rasdorf)

    7. Juli 2019  11.00 Uhr Festveranstaltung „Tag der Franken“, Neustadt/Coburg und Sonneberg, Bezirksregierung Oberfranken/Bayern (Gesellschaftshaus Sonneberg)

    13. August 2019  18.00 Uhr Vortrag „Vom Todesstreifen zur Lebenslinie. Interdisziplinäre Vortragsreihe, Teil III: Baltikum“, Grenzlandmuseum Eichsfeld (Duderstädter Straße 7-9, 37339 Teistungen)

    13. September 2019 Vortrag und Gespräch „Die friedliche Revolution 1989/90 – Auftakt zur Erinnerung an die Geschichte sowjetischer Speziallager“, Stadtmuseum Weimar, Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora (Karl-Liebknecht-Str. 5, 99423 Weimar)

    19. September 2019 19.00 Uhr Vortrag „Biodiversität am Grünen Band“, Grenzlandmuseum Eichsfeld in Kooperation mit der Heinz-Sielmann-Stiftung und der Stiftung Naturschutz Thüringen (Duderstädter Straße 7-9, 37339 Teistungen)

    2. November 2019 13.00 Uhr Podium „Sehnsucht nach dem ‚Kommunismus‘?“ mit Dr. Thomas Ahbe, Dr. Anke Giesen, Dr. Nicolas Moll und Prof. Dr. Gries (Moderation), Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte (Buchhandlung Eckermann, Marktstraße 2, 99423 Weimar)

    3. November 2019 12.00 Uhr Podium „ Thüringen 2.0. Wie der Freistaat 1990 zum zweiten Mal gegründet wurde“ mit Landtagspräsident a.D. Frank-Michael Pietzsch, Mattias Gehler, Heiko Gentzel und Eberhardt Pfeiffer (Moderation), Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte (Buchhandlung Eckermann, Marktstraße 2, 99423 Weimar)

    5. November 2019  18.00 Uhr Podium „‚Wir sind das Volk“ – Das Erbe der Friedlichen Revolution“ mit Bundestagspräsidenten a.D. Wolfgang Thierse u.a., Erfurt, Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße, Stiftung Ettersberg in Kooperation mit dem Landesstudio Thüringen des ZDF und Gegen Vergessen für Demokratie e.V. (Andreasstraße 37a, 99084 Erfurt)

    7. November 2019 18.30 Uhr Fotoausstellung (Eröffnung) „Meiningen vor der Wende und Heute“, Kulturstiftung Eisenach-Meiningen (Schloss Elisabethenburg, Mittlere Galerie, Schlossplatz 1, 98617 Meiningen)

    19. November 2019 19.00 Uhr (Einlass) Podium „Colloquium Spalatinum. Die Wende 1989 und Parallelen zu heute. Zeitzeugen im Dialog mit Schule und Junger Gemeinde“ mit Michael Wolfarth, Wolfgang Geffe und Patrick Schellenberg (Moderation) (Brüderkirche, Altenburg)

    20. November 2019 18.00 Uhr Film und Gespräch „30 Jahre Friedliche Revolution! – Kein öffentliches Interesse?“ mit Torsten Cott und Torsten Eckold, Geschichtswerkstatt Jena (Kino im Schillerhof, Helmboldstraße 1, 07743 Jena)

    21. November 2019  19.00 Uhr Gesprächsveranstaltung „Die abgebrochene Revolution? Sie träumten vom Paradies und wachten in Nordrhein-Westfalen auf“, Erfurt, Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße, Stiftung Ettersberg (Andreasstraße 37a, 99084 Erfurt)

    22. November 2019 19.00 Uhr Filmvorführung, Lesung, Gespräch „Perspektiven – Wie war das für Euch? Film-Lesungs-Gesprächs-Abend für jung und alt – aus Ost und West!“ mit Dr. Judith C. Enders und Dörte Grimm (Kulturbundgalerie, Brühl 2, Altenburg)

    5. Dezember 2019 Vortrag „Vom Todesstreifen zur Lebenslinie. Interdisziplinäre Vortragsreihe, Teil IV: Fennoskandien“, Teistungen, Grenzlandmuseum Eichsfeld (Duderstädter Straße 7-9, 37339 Teistungen)

    18. Dezember 2019 18.00 Uhr Podiumsdiskussion „Freiheit als Herausforderung. 30 Jahre Friedliche Revolution“ mit Brigitta Kögler, Prof. Dr. Detlef Pollack, Bundestagspräsident a.D. Dr. Wolfgang Thierse und Dr. Peter Wurschi (Moderation), Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“ (Paradies-Café, Vor dem Neutor 5, 07743 Jena)

Die Angabe der Veranstaltungen erfolgt ohne Gewähr; Ergänzungen und Korrekturen können gern an online-redaktion@tsk.thueringen.de gemeldet werden.

Wir danken dem Geschichtsverbund Thüringen für die freundliche Unterstützung.

Reden und Ansprachen

  • „Unsere Geschichte verpflichtet: 30 Jahre friedliche Revolution in Thüringen“

    Aktuelle Stunde

    Rede von Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten

    Frau Präsidentin,
    sehr geehrte Damen und Herren,

    Frau Herold, ich glaube, es liegt ein kleiner Irrtum bei der AfD vor: Es trifft zu, alle Macht geht vom Volke aus, aber das heißt nicht, dass die Macht von völkischen Nationalisten ausgeht. Das ist ein himmelweiter Unterschied.

    (Beifall DIE LINKE, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

    Wir müssen uns noch einmal dreißig Jahre zurückerinnern. Gestern vor 30 Jahren demonstrierten in Leipzig zwischen 5.000 und 8.000 Menschen bei der Montagsdemonstration. Sie forderten demokratische Reformen und die Zulassung des Neuen Forums.
    Heute vor 30 Jahren rief der stellvertretende Minister des Ministerium für Staatssicherheit, Rudolf Mittig, die stellvertretenden Chefs der MfS-Bezirksverwaltungen zusammen und gibt als Parole aus, die „feindlich-oppositionellen Zusammenschlüsse" mit dem Ziel der Zerschlagung „operativ zu bearbeiten". Das MfS solle in diesen Gruppen also - nicht zuletzt mit seinen darin vertretenen IM´s - Grabenkämpfe forcieren, Misstrauen säen, die Mitglieder aufsplittern und versuchen, die Politisierung der Gruppen durch das Aufwerfen von Organisations- und Strukturfragen stoppen.
    Staats- und Parteichef Erich Honecker befiehlt zur - ich zitiere - „Gewährleistung der Sicherheit und Ordnung" und „zur Verhinderung von Provokationen unterschiedlicher Art" für den 40. Jahrestag der DDR die Herstellung der Führungsbereitschaft der Bezirkseinsatzleitung Berlin sowie der Kreiseinsatzleitungen der Berliner Stadtbezirke. Auf der Grundlage dieses Befehls bringt Verteidigungsminister Keßler am nächsten Tag vorsorglich die Nationale Volksarmee für die Zeit vom 6. bis zum 9. Oktober 1989 befehlsmäßig für einen möglichen Einsatz in Berlin in Stellung.

    Heute vor 30 Jahren war also vollkommen ungewiss, ob die Ereignisse, die wir heute als Friedlichen Revolution beschreiben, tatsächlich friedlich bleiben. Denn zu erwarten war vielmehr, dass das DDR-Regime bereit aber auch willens war - und die von mir zitierten Sachverhalte weisen auch darauf hin - , auf die Proteste zu reagieren, wie bei den blutigen Niederschlagungen der Jahre 1953 in Berlin, 1956 in Ungarn, 1968 in Prag oder im Sommer 1989 auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking.

    Wir müssen uns dies in Erinnerung rufen, um uns daran zu erinnern, dass diejenigen, die im Spätsommer 1989 und ab dem 4. September 1989 in Leipzig begannen zu protestieren, überhaupt nicht davon ausgehen konnten, dass das eine friedlichen Revolution wird, dass das was sie individuell tun, überhaupt den Charakter einer Revolution annimmt.

    (Beifall CDU, DIE LINKE, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

    Diejenigen, die sich in Leipzig unter dem Schutz der eingeschränkten Repressionen aufgrund der Leipziger Messe zusammengefunden haben und in der Nikolaikirche Transparente ausrollten - für wenige Minuten - mussten vielmehr davon ausgehen, dass sie verhaftet werden, dass sie misshandelt werden, dass es Repressionen gegen sie individuell aber auch gegen die Familien und den Freundeskreis gibt. Das war die Erfahrung derjenigen, die trotzdem den Mut hatten, sich 1989 gegen das DDR-Regime zu stellen.

    (Zwischenruf ABG. Kießling, AfD: Genau so war es!)

    Wir müssen uns das in Erinnerung rufen, weil die Erinnerung an 30 Jahre Friedliche Revolution - mal unabhängig von dem, was wir hier gerade parteipolitisch diskutieren - zunächst erstmal als Erinnerung denjenigen gilt, die mit großem Mut, unter dem Einsatz ihrer Unverletzlichkeit und der eigenen Zukunft sowie der Zukunft ihrer Angehörigen die Entscheidung trafen, aufzustehen,

    (Beifall DIE LINKE, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

    aufzustehen und zu sagen was ist. Das DDR-Regime herauszufordern, durch die Forderung nach Meinungsfreiheit, nach Pressefreiheit, nach Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit, nach Glaubensfreiheit, nach Gewissensfreiheit, nach einem Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis, nach der Unverletzlichkeit der Wohnung, nach Reisefreiheit und Freizügigkeitsrechten, nach dem Recht auf Verweigerung des Dienstes an der Waffe.

    „Das Geheimnis der Freiheit war der Mut“ schrieb Claus Christian Malzahn 2010 in seinem Nachruf auf Bärbel Bohley in der Tageszeitung DIE WELT und zitiert sie mit den Worten: „Die Politik fand plötzlich unter freiem Himmel statt – auf der Straße entfaltete sich jene Dynamik und konnte sich nur dort entfalten“.
    Vor dem Mut dieser Menschen, die wir heute Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtler nennen, vor denen haben wir uns zu verneigen und sie nicht zu instrumentalisieren.

    (Beifall DIE LINKE, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

    Wir verdanken diesen Menschen jene Entwicklung - und da wiederhole ich mich - , die wir heute rückblickend dankbar als Friedliche Revolution bezeichnen. Ich möchte noch einmal Bärbel Bohley zitieren: „Es charakterisiert diese sechs Monate gerade, dass die politischen Prioritäten von demonstrierenden Mehrheiten gesetzt wurden. Die ,große Politik’ dagegen musste jeweils nachfolgen und konnte erst auf dem Terrain, das die Bürgerbewegungen abgesteckt hatten, wieder ihre tradierten Gebäude errichten.“

    Viele von uns im Saal - also die, die in der DDR waren - werden sich an diese Zeit in gleicher Weise erinnern. Die Dynamik des Auf- und Umbruchs. Der parallelen Entwicklungen von Reformen in der DDR einerseits und der Dynamik des Mauerfalls, mit der die Frage des deutsch-deutschen Verhältnisses als Konföderation oder Wiedervereinigung auf die politische Tagesordnung kam.

    Von Bärbel Bohley stammt freilich auch die apodiktische Feststellung, die Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtler hätten „Gerechtigkeit gewollt und den Rechtsstaat bekommen“.
    Im Magazin CICERO äußerte sich die frühere Bürgerrechtlerin Marianne Birthler in einem Zitat zu diesem Satz Bohleys. Ich darf mit Zustimmung des Präsidiums zitieren: „Bärbel Bohley hat wohl zum Ausdruck bringen wollen, warum viele Menschen enttäuscht waren. Viele wussten nicht, dass das Leben in einer freien Gesellschaft auch anstrengend ist – erst recht, wenn man aus einem System kommt, in dem alles geregelt und festgelegt ist.“ Frau Birthler erzählt deshalb in diesem Zusammenhang die „Exodus-Geschichte vom Volk Israel, das nach Generationen der Sklaverei befreit wird, dann aber eben nicht das gelobte Land vorfindet, in dem, wie es hieß, Milch und Honig fließt. Stattdessen erwartete sie die Wüste. Und prompt setzte das Gemurre ein, und die gerade erst Befreiten sehnten sich zurück nach den Fleischtöpfen Ägyptens. Auf einmal erschien ihnen, die so lange von der Freiheit geträumt hatten, die Sicherheit attraktiver als die Freiheit. Das ist eine wunderbare Allegorie der Frage, wie Gesellschaften mit Unfreiheit, mit der Erinnerung an Gefangenschaft und mit Freiheit umgehen.“

    Wir, die wir in der DDR geboren und aufgewachsen sind, verdanken den Mutigen des Spätsommers und Herbst 1989 das einzigartige Geschenk der Demokratie, der Wirksamkeit von Grundrechten, dem Zusammenspiel der Gewaltenteilung, das dafür Sorge trägt, dass nie mehr ein Zweck die Mittel heiligt.

    Der Wert dieser Gewaltenteilung und der verfassungsgerichtlichen Überprüfung politischer Entscheidungen wird uns dieser Tage auch deutlich bei einem Blick in die europäischen Staaten. Wenn im Mutterland der parlamentarischen Demokratie der Supreme Court die Zwangssuspendierung des Parlaments als verfassungswidrig aufhebt, dann zeigt sich genau darin der Wert der verfassungsrechtlich geschützten Demokratie und ihrer handlungsfähigen Institutionen.

    (Beifall DIE LINKE)

    Ich betone dies auch deshalb, weil in den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg eine Partei mit der Aussage angetreten ist: „Vollende die Wende“. Diese Aussage ist infam in mehrfacher Hinsicht.

    (Beifall DIE LINKE)

    Die Wende, auf die hier angespielt wird, entstand aus dem Wunsch nach Freiheit und Demokratie. Diejenigen, die nun zur Vollendung der Wende auffordern, wollen das Rad der Geschichte aber eben nicht nach vorn drehen. Sie wollen das Rad der Geschichte zurückdrehen.

    (Beifall DIE LINKE, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

    Es geht nicht um mehr Demokratie. Stattdessen sollen Verfassung und Demokratie ausgehöhlt werden, so wie wir es in den Vorbildern der illiberalen Demokratien Ungarns, Polens aber auch dem Handeln der politischen Gesinnungsgenossen wie der FPÖ Österreichs erkennen können.

    Meine Damen und Herren,
    wenn wir also 30 Jahre nach der Friedlichen Revolution darüber diskutieren müssen auch streiten müssen, wie unsere Demokratie weiter entwickelt werden kann und soll. Wie Bürgerinnen und Bürger an politischen Entscheidungen stärker als bisher beteiligt werden. Wie wesentliche gesellschaftliche Entwicklungen, auch die Energiewende - die wir benötigen um die natürlichen Grundlagen unseres Gemeinwesens zu erhalten - wie also diese gesellschaftlichen Entwicklungen immer wieder vor Ort rückgekoppelt werden, wie sie erklärt werden und wie vor Ort mitentschieden und nicht über die Köpfe hinweg festgelegt wird, dann reden wir über die Weiterentwicklung unserer Demokratie. Doch diese Weiterentwicklung basiert auf den Spielregeln unserer Demokratie, nicht auf deren Infragestellung, Instrumentalisierung oder populistischen Verächtlichmachung als Gesinnungsdiktatur.

    (Beifall DIE LINKE)

    Dies sind wir auch denjenigen schuldig, die 1989 den Mut zur Friedlichen Revolution hatten.

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    diese Landesregierung besteht aus drei Parteien, wie vor 30 Jahren antagonistische Gegner waren. Die Friedliche Revolution brachte neben dem Neuen Forum eine Vielzahl von Parteien und Organisationen hervor, darunter die Wiedergründung der Sozialdemokratischen Partei, SDP und diejenigen Gruppen, die später das Bündnis 90 bildeten. Wenn hier heute ein AfD-Abgeordneter der SPD-Abgeordneten Birgit Pelke vorwirft, in einer Täterpartei Mitglied zu sein, dann ist das wirklich die absolute Geschichtsvergessenheit gegenüber der Geschichte der Sozialdemokratie.

    (Beifall DIE LINKE, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

    Zur Geschichte der DDR und zu den dramatischen Entwicklungen der DDR gehörte auch die Unterdrückung der Sozialdemokratie als wiederholte Erfahrung der Sozialdemokratie. Ich möchte nie mehr, dass in einem deutschen Parlament ein Mitglied der sozialdemokratischen Partei verächtlich gemacht wird.

    (Beifall DIE LINKE, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

    Spät, zu spät begannen in der SED die Reformprozesse, die unter Gorbatschow bereits Jahre zuvor in der Sowjetunion angestoßen wurden. Es gilt sein auf die unbelehrbare SED-Führung gemünzter Satz: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“ Die Landesregierung aus LINKEN, SPD und Bündnis/die Grünen hat sich in dieser zu Ende gehenden Wahlperiode intensiver als jede Landesregierung zuvor der Aufarbeitung des DDR-Unrechts gewidmet. Ich habe erst jüngst hier im Landtag den diesjährigen Aufarbeitungsbericht vorlegen dürfen.

    Der Bundestag entscheidet heute über die ‚Verführung der Akten des MfS, die vor der Vernichtung gerettet wurden, als eines der wichtigsten Ereignisse der Friedlichen Revolution, den Sturm auf die Stasi-Zentralen im Januar 1990, in das Bundesarchiv. Und ich wiederhole, was ich beim Aufarbeitungsbericht auch gesagt habe: Der Schritt war vollkommen richtig. Roland Jahn, der aus Thüringen stammt, hat zu Recht darauf hingewiesen, dass er ein gutes, ein vielfach diskutiertes, abgestimmtes Konzept vorgelegt hat. Unsere Erwartung in Thüringen ist, dass die drei Außenstellen, die wir haben, wie im Konzept vorgesehen als Anlaufstellen erhalten bleiben. Aber ich bin Dr. Wurschi als dem Aufarbeitungsbeauftragten hier in Thüringen sehr, sehr dankbar, dass er ein Konzept vorgelegt hat, diese Außenstellen als Erinnerungsorte, als Teil unserer Erinnerungskultur weiterzuentwickeln. Das ist genau der richtige Ansatz.

    (Beifall DIE LINKE, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

    Wir haben dem Landtag ein Konzept umfassender Aktivitäten zum 30. Jahrestag der Friedlichen Revolution und dem Mauerfall vorgelegt. Die Resonanz auf diese Veranstaltungen ist sehr erfreulich. Diese Erinnerungsaspekte beginnen nicht im Herbst ´89, sondern, wie Frau Pelke dargestellt hat, bereits mit der gefälschten Kommunalwahl und haben auch im Frühjahr jenes Jahres genau mit dem Bezug darauf begonnen.
    Ich bin der Präsidentin des Thüringer Landtags und all denjenigen, die an der Demokratie- und Wahlkampagne des Thüringer Landtags beteiligt sind, sehr dankbar, dass wir auch im 30. Jahr der Friedlichen Revolution an den Wert freier Wahlen erinnern. Die Aufforderung dieses Landtages ist: Geht zu dieser Wahl, mischt euch ein, beteiligt euch.
    Das ist ein ganz praktisches Beispiel für 30 Jahre Friedliche Revolution und unseren Umgang damit. Das ist gelebte Erinnerungskultur, die das Geschehene nicht historisiert, sondern die gesammelten Erfahrungen fruchtbar macht für die Bewältigung der Herausforderungen unserer Demokratie und im Bewusstsein für den unschätzbaren Wert der Freiheit.

    Vielen Dank.

    (Beifall DIE LINKE, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

  • Ministerpräsident Bodo Ramelow sprach das Grußwort anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in der Predigerkirche in Erfurt

    „Wahrheit, Witz und Wärme waren das Credo der Menschen, die sich aufgemacht haben. Nicht Hass und Hetze. Die Wende ist eine dauerhafte Aufgabe. Demokratie braucht uns. Ich sage all denen, die vor 30 Jahren sich in allen Kirchen der DDR zu Friedensgebeten versammelt haben: Ihnen gilt unser Dank. Und auch jenen, die es verhindert haben, dass es zu keinem zweiten Platz des Himmlischen Friedens in Deutschland kam. Mein Dank den Menschen, die 1989 den Aufbruch der Demokratie wagten. Das Trennende überwinden und kraftvoll in die Hände spucken für die nächste Etappen.“ — Ministerpräsident Bodo Ramelow sprach das Grußwort anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in der Predigerkirche in Erfurt heute Abend. Die gemeinsame Festveranstaltung mit dem Thüringer Landtag fand unter dem Motto „Die Friedliche Revolution und ihre Wirkung auf die heutige Gesellschaft“ statt. An historischer Stelle, dort, wo sich am 9. Oktober 1989 das „Neue Forum“ vor 4.000 Menschen der Öffentlichkeit vorstellte, erwartete die Gäste unter anderem eine von Ingo Espenschied moderierte Talkrunde mit der Erfurter Pfarrerin Dorothea Höck, dem Treffurter Handwerksmeister und Unternehmer Günter Oßwald und der Historikerin und Philologin Jenny Price, Warwick/Jena.

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