Dr. Babette Winter
Staatssekretärin für Kultur und Europa in der Thüringer Staatskanzlei

Förderungen

Projektförderungen

Im Rahmen der Projektförderung können neue Initiativen und bewährte Projekte mit Zuschüssen unterstützt werden. Die Projektförderung erfolgt auf Grundlage der Richtlinie zur Förderung von Kultur und Kunst. Nach dieser Richtlinie können Zuwendungen

  • für die Durchführung von Projekten der Kultur und der Kunst,
  • für Investitionen und
  • für die individuelle Künstlerförderung

gewährt werden. Projekte sind zeitlich befristete Vorhaben von überregionaler oder beispielgebender Bedeutung. Die Antragsfrist für Projektförderungen endet am 31.10. des Vorjahres. Im November und Dezember des jeweiligen Vorjahres treten spartenbezogene Fachbeiräte zusammen, welche die Förderwürdigkeit der Projektanträge votieren. Durch diese Verfahrensweise soll sichergestellt werden, dass eine vorläufige Förderentscheidung bereits vor dem Projektbeginn vorliegt. Aus haushaltstechnischen Gründen kann erst zu Beginn des Jahres, in dem das Projekt stattfinden soll, eine endgültige Förderentscheidung getroffen werden.

  • Hinweise und Checklisten zur Projektförderung im Kultur- und Kunstbereich durch die Thüringer Staatskanzlei (TSK)

    Dieses Dokument soll Ihnen beim Ausfüllen des Formblattes "Antrag auf Projektförderung" helfen.

    "Antrag auf Projektförderung" (PDF, nicht barrierefrei, 300 kB)


    Diesen Antrag müssen Sie ausfüllen, wenn Sie eine Projektförderung oder die Förderung einer Investition beantragen möchten.

    Die Geschäftsstellenförderung wird mit Hilfe des gleichen Formulars beantragt. Dafür gibt es aber eine gesonderte Hinweisseite.

    Sofern Sie ein Stipendiumbeantragen wollen, benötigen Sie ein andere Formulare.

    Was kann gefördert werden?
    (Ziffer 2.1 der Richtlinie zur Förderung von Kultur und Kunst)

    Es werden kulturelle, künstlerische und kulturgeschichtliche Projekte gefördert, das heißt zeitlich befristete Vorhaben von überregionaler oder beispielgebender Bedeutung auf den Gebieten Archive, Bibliotheken, Bildende Kunst, Brauchpflege, Darstellende Kunst, Gedenkstätten, Jugendkultur, Landes- und Kulturgeschichte, Literatur, Museen, Musik, Soziokultur, Spartenübergreifendes und Tanz. Dabei liegt hier der Schwerpunkt darauf, dass sich die Projekte durch Innovation, künstlerische Eigenständigkeit, Kreativität, Originalität und Authentizität auszeichnen müssen. Darüber hinaus können auch Projekte zur Bewahrung und Aneignung des kulturellen Erbes und zur Ausbildung des künstlerischen Nachwuchses gefördert werden.

    Des Weiteren können investive Maßnahmen (Neubau, Aus- und Umbau, Anschaffung von Ausstattung und Geräten etc.) gefördert werden. Diese Anträge unterliegen aufgrund ihres meist großen finanziellen Rahmens und der nur begrenzt zur Verfügung stehenden Fördermittel einem besonderen Auswahlverfahren. Eine Antragstellung sollte nur dann erfolgen, wenn der Antragsteller entweder Eigentümer des Baugrundstücks bzw. der Immobilie ist oder über einen langfristigen Pacht-, Miet- oder Nutzungsvertrag verfügt. Die Eigentumsverhältnisse sind bei der Antragstellung offenzulegen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den geplanten Nutzungsbedingungen, der geschätzten Auslastung, der überregionalen und kulturtouristischen Ausstrahlung der Maßnahme.

    Es besteht kein Rechtsanspruch auf Förderung einer Maßnahme.

    Was kann nicht gefördert werden?
    (Ziffer 2.2 der Richtlinie zur Förderung von Kultur und Kunst)

    Ein Antrag sollte nur dann gestellt werden, wenn es einem Veranstalter nicht aus eigener Kraft gelingt, für sein Vorhaben die notwendigen Geldmittel zu erbringen (Subsidiaritätsprinzip).

    Eine Förderung durch das für Kultur zuständige Ministerium erfolgt ausschließlich, wenn das Land ein erhebliches Interesse an der Durchführung eines Vorhabens hat. Kommerzielle Projekte sind grundsätzlich von einer Förderung ausgeschlossen. Kaffeefahrten, Dorf- und Gemeindejubiläen, Festumzüge, Karnevalsveranstaltungen und Projekte der Freiwilligen Feuerwehr können, so wichtig sie für das gesellschaftliche Leben einer Gemeinde sind, ebenso wenig vom Land gefördert werden wie z. B. die Anschaffung von Einheitskleidung oder die Durchführung von Kinderdiscos. Nicht förderfähig ist auch die Herstellung bzw. Anschaffung von immobilen Kunstwerken im öffentlichen Raum (z.B. Denkmäler, Brunnenplastiken). Mobile Performances (z.B. Theateraufführung, musikalische Darbietungen) sind jedoch förderfähig.

    Von der Förderung sind Personen oder Vereine ausgeschlossen, die durch rassistische, rechtsextreme oder fremdenfeindliche Aktivitäten bekannt sind.

    Aus haushaltsrechtlichen Gründen können bereits begonnene Vorhaben nicht gefördert werden. Der Abschluss eines Vertrages zählt bereits als Projektbeginn, nicht jedoch die kostenfreie Einholung von Kostenvoranschlägen.

    Wann muss der Antrag gestellt werden und wie muss er aussehen?

    Anträge sind regelmäßig bis zum 31.10. des Vorjahres zu stellen, wenn die beantragte Zuwendung unter 50.000 € liegt. Werden mehr als 50.000 € beantragt, ist bis zum 31.03. des Vorjahres ein Antrag einzureichen. Im Sinne einer vorsorglichen Planung der Fördermittelvergabe empfiehlt es sich jedoch immer, einen Antrag so zeitig wie möglich einzureichen.

    Die Anträge sind in einfacher (in den Bereichen „Bildende Kunst“ und „Museen“ in doppelter) Ausfertigung beim Ministerium einzureichen.

    Die Anträge und Anlagen sollen bitte weder geheftet, geklammert noch in Künstlermappen, Klarsichtfolien oder Schnellhefter verpackt werden. Ein einfacher Umschlag ist ausreichend.

    Wann kann ich mit einer Antwort aus der Staatskanzlei rechnen?

    Alle in der Staatskanzlei eingehenden Anträge werden an die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weitergeleitet. Diese schreiben Ihnen eine Eingangsbestätigung, auf der das Aktenzeichen („Unser Zeichen“), der Name des Bearbeiters und dessen Telefonnummer vermerkt sind. Die Eingangsbestätigung erhalten Sie in der Regel zwei bis vier Wochen nach Eingang des Antrages.

    Im Dezember jeden Jahres werden die Anträge in Fachbeiräte gegeben. Diese Beiräte bestehen aus Vertretern der Thüringer Kultur. Die Beiräte geben entweder eine Förderempfehlung in einer bestimmten Höhe ab, oder sprechen sich gegen die Förderung des Projektes aus.

    Sofern ein Projekt nicht zur Förderung empfohlen wird, erhält der Antragsteller in der Regel Ende Dezember bzw. Anfang Januar einen ablehnenden Bescheid.

    Wird ein Projekt zur Förderung empfohlen, bekommt der Antragsteller Ende Dezember bzw. Anfang Januar eine diesbezügliche Information per Post. Meist werden in diesen Schreiben noch fehlende Unterlagen nachgefordert oder um eine Überarbeitung des Kosten- und Finanzierungsplans gebeten.

    Zeitliche Übersicht zum Ablauf einer Standard-Antragstellung:
    I. Antragsteller
    • Ist der Antragsteller benannt; sind Anschrift und Kontaktdaten vollständig?
    • Ist die Bankverbindung vollständig angegeben?
    • Gibt es eine ausführende Stelle?

    Zur schnelleren Bearbeitung Ihres Antrags sollten Sie ein Schlagwort benennen, welches die Zuordnung ihres Antrages ermöglicht. Mögliche Schlagworte sind: Archive, Bibliotheken, Bildende Kunst, Brauchpflege, Darstellende Kunst, Denkmalpflege, Gedenkstätten, Jugendkultur, Kulturgeschichte, Literatur, Museen, Musik, Musikschulen, Soziokultur, Spartenübergreifendes.

    Antragsteller können alle natürlichen oder als gemeinnützig anerkannte juristische Personen, Künstler/innen, Kultureinrichtungen in kommunaler Trägerschaft, Gebietskörperschaften sowie sonstige Träger nicht kommerzieller kultureller Projekte sein. Wenngleich der Großteil der Projektträger gemeinnützige Vereine sind, kann im Ausnahmefall auch z.B. eine GmbH als Träger eines gemeinnützigen Projektes Fördermittel erhalten.

    Der Antragsteller muss rechtlich gesehen für das Projekt verantwortlich sein (z. B. die Kommune als Eigentümerin eines Museums).

    Auf dem Antragsformular finden Sie ein Feld, das mit „Partnernummer“ überschrieben ist. Diese Partnernummer wird vom zuständigen Bearbeiter in der Staatskanzlei eingetragen.

    Die Staatskanzlei strebt eine direkte und unkomplizierte Zusammenarbeit mit den Antragstellern an. Daher sollten Sie den Bereich „Antragsteller“ möglichst komplett mit Anschrift und Kontaktdaten ausfüllen und vor allem einen Ansprechpartner, der über das Projekt Auskunft geben kann und darf, benennen.

    Die Bankverbindung ist notwendig um eine mögliche Förderung im Buchhaltungsprogramm des Ministeriums zu reservieren. Bitte geben Sie BIC und IBAN ohne Leerzeichen ein.

    Gibt es eine ausführende Stelle? Das heißt: gibt es abgesehen vom Antragsteller noch eine andere juristische Personen, die das Projekt tatsächlich durchführt? Hier sind nicht die auftretenden Künstler gemeint, sondern die Organisatoren. Beispielsweise kann ein Museum in der Trägerschaft des Landkreises sein (hier Antragsteller), die Ausstellung (hier Projekt) aber von einem Förderverein (hier ausführende Stelle) organisiert werden. In diesem Fall ist der Förderverein als ausführende Stelle einzutragen.

    Die Fördermittel werden dem Antragsteller gegenüber bewilligt und ausgezahlt. Dieser leitet die Fördermittel an die ausführende Stelle weiter.
    Wenn ein Verein eines seiner Mitglieder oder einen Mitarbeiter mit der Durchführung des Projektes beauftragt, ist dieser Mitarbeiter keine „ausführende Stelle“.

    II. Angaben zum Projekt
    • Ist die Projektbezeichnung aussagekräftig?
    • Welchen zeitlichen Umfang (unter Berücksichtigung von Vor- und Nachbereitungszeiten) nimmt das Projekt in Anspruch?
    • Was kostet das Gesamtprojekt?
    • Wie hoch soll die Förderung sein?

    Welches Projekt soll gefördert werden? Bitte tragen Sie einen aussagekräftigen Titel oder eine Arbeitsbezeichnung unter „Projektbezeichnung“ ein.

    Der Projektzeitraum ist so zu wählen, dass genügend Zeit für die Durchführung des gesamten Vorhabens bleibt. Dabei sind Vor- und Nachbereitungszeiten zu berücksichtigen. Es ist also ratsam einen ausreichend langen Projektzeitraum zu beantragen (maximal 01.01. bis 31.12.). Aufgrund haushaltsrechtlicher Bestimmungen kann normalerweise kein überjähriger Projektzeitraum gewährt werden.
    Bei Baumaßnahmen sind mögliche Verzögerungen und Erschwernisse, z. B. durch Schlechtwetterperioden zu berücksichtigen. Kann eingeschätzt werden, dass ein Projekt nicht innerhalb eines Kalenderjahres zu realisieren ist, können zwei Bauphasen und ein überjähriger Projektzeitraum geplant werden.

    Wie teuer wird das Projekt voraussichtlich insgesamt? Der unter Gesamtausgaben zu nennende Wert muss auch mit den Angaben des Kosten- und Finanzierungsplans (Seite 2 des Antragsformulars) übereinstimmen.

    Wie viel Geld wollen Sie vom Ministerium haben – wie hoch ist also die beantragte Zuwendung? Diese zwei Zahlen müssen Sie nur aus Ihrem Kosten- und Finanzierungsplan übernehmen.

    III. Zusammenfassung des Kosten- und Finanzierungsplans
    • Ist der Stand der Planung vermerkt?
    • Sind die Ausgaben zu Einzelpositionen zusammengefasst?
    • Sind alle Einnahmen korrekt zusammengefasst?
    • Ist die Drittmittelerklärung angekreuzt?

    Bitte tragen Sie immer das Datum (Stand vom) des Kosten- und Finanzierungsplans ein. Diese Angabe ist besonders wichtig, wenn im Laufe der Bearbeitung mehrere Pläne eingereicht werden.

    Um ein Projekt durchführen zu können, muss natürlich kalkuliert werden, was das Ganze kosten soll und wie die Finanzierung gewährleistet werden kann. Dazu ist ein möglichst genauer und detaillierter Kosten- und Finanzierungsplan zu erstellen, der dem Antrag als Anlage beizulegen ist. Da solch ein ausführlicher Plan aber nicht Grundlage der Bewilligung sein sollte um Probleme mit den Allgemeinen Nebenbestimmungen (ANBest) und Rückforderungen zu vermeiden, muss der Kosten- und Finanzierungsplan zusammengefasst werden.
    Zudem gibt die Zusammenfassung des Kosten- und Finanzierungsplans eine gute Übersicht über alle Einnahmen und Ausgaben.

    Ausgaben: Hier sollen nicht alle einzelnen Ausgaben aufgelistet, sondern die Ausgaben des detaillierten Kosten- und Finanzierungsplan zu sinnvollen Gruppen, den sogenannten „Einzelansätzen“ zusammengefasst werden. Zum Beispiel können alle Honorarausgaben zu „Honorare“ zusammengefasst werden. Ausgaben für Porto, Telefonkommunikation und Büromaterialien können unter „Organisationskosten“ erfasst werden. Vermeiden Sie zu kleine Ansätze (z. B. 50 € für Porto). Bei derartig kleinen Beträgen kommt es schnell zu Überschreitungen um mehr als 20 %, welche dann wiederum beim Ministerium angezeigt werden müssen oder im Rahmen der Verwendungsnachweisprüfung durch das Ministerium gekürzt werden können.

    Einnahmen: Die eigenen Gelder des Antragsstellers (Vereinsmittel, zweckfreie Spenden), die tatsächlich vorhanden sind und für das Vorhaben verwendet werden sollen, müssen zur Position „Eigenmittel“ zusammengefasst werden. Diese Eigenmittel müssen dann auch tatsächlich fließen und dürfen nur in bestimmten, seltenen Fällen reduziert werden. Unter „Projekteinnahmen“ sind die Teilnehmerbeiträge, Einnahmen aus Werbung oder Kartenverkäufen zusammenzufassen. „Drittmittel“ sind für das Projekt erwartete Spenden und Sponsorengelder sowie von anderen Einrichtungen gewährte (oder bei ihnen beantragte) Zuwendungen. Sofern Gelder der „Kommune“, also einer Stadt oder Gemeinde beantragt (oder sogar bewilligt) werden, sind diese natürlich ebenfalls in den Kosten- und Finanzierungsplan aufzunehmen.

    Unentgeltliche Leistungen sind hier nicht aufzuführen (z. B. von den Vereinsmitgliedern geleistete, aber nicht vergütete Arbeitsstunden; von Dritten kostenlos zur Verfügung gestellte Räume oder Technik)! Unentgeltlich zur Verfügung gestellte Leistungen dürfen in öffentlich geförderten Projekten nicht im Kosten- und Finanzierungsplan enthalten sein, da dies dem Prinzip der Haushaltswahrheit und Haushaltsklarheit sowie einer ordnungsgemäßen Buchführung widerspricht. Sie sollten diese Leistungen aber in der Projektbeschreibung aufführen.

    Einnahmen und Ausgaben müssen gleich groß sein. Projekte ohne ausgeglichenen Kosten- und Finanzierungsplan können nicht bewilligt werden.

    Sofern Drittmittel und / oder kommunale Mittel kalkuliert wurden, muss die Drittmittelerklärung angekreuzt werden. Das ist immer der Fall, wenn Zuwendungen bei anderen Stellen als der Thüringer Staatskanzlei beantragt wurden, oder mit Sponsorengeldern gerechnet wird.

    IV. Projektbeschreibung
    • Sind alle mit * gekennzeichneten Pflichtangaben gemacht?
    • Sind möglichst viele der freiwilligen Fragen beantwortet?
    • Ist die Projektbeschreibung damit aussagekräftig?

    Die Projektbeschreibung soll den Bearbeitern und den Beiratsmitgliedern (welche ein inhaltliches Votum zur Förderfähigkeit der Anträge abgeben) helfen, sich ein Bild vom Projekt zu machen. Kulturförderung orientiert sich in erster Linie an der künstlerischen und kulturellen Bedeutung sowie der besonderen öffentlichen Wirkung, aber auch an anderen, im Folgenden aufgelisteten Zielsetzungen. Bei Förderungen sollte mindestens eines der Kriterien gegeben sein. Das Vorliegen mehrerer Kriterien gibt Förderungen eine höhere Priorität. Im Einzelnen können z. B. folgende Kriterien berücksichtigt werden:

    • Schaffung bzw. Konsolidierung der kulturellen Infrastruktur 
    • Förderung kultureller Bildung und Teilhabe
    • Erhalt des kulturellen Erbes und identifikationsstiftende Wirkung
    • Förderung des künstlerischen Nachwuchses sowie Aufbau und Erweiterung von Fachkompetenz
    • Förderung künstlerischer und kultureller Vielfalt (z. B. Kreativität, Originalität, Authentizität) und Interkulturalität 
    • Erhöhung der öffentlichen Wirkung (z. B. überregionale Ausstrahlung) oder Verbesserung der touristischen Vermarktung (z. B. Einbindung in touristisches Gesamtkonzept, herausragende Einzelvermarktung) 
    • Schaffung und Ausbau barrierefreier Zugänge 
    • Ausgleich regionaler Benachteiligung 
    • Bildung oder Aufrechterhaltung von Netzwerken 
    • Einbindung / Anerkennung ehrenamtlichen Engagements

    Die vorgegebenen Fragen sowie die Begrenzung der verfügbaren Zeichen auf 900 soll eine gewisse Vereinheitlichung und damit Vergleichbarkeit der Fördermittelanträge mit sich bringen. Die Fachbeiräte beraten meist über ca. 100 Anträge. Kurze und prägnante Aussagen sind also äußerst willkommen. Bitte beantworten Sie mindestens alle mit * gekennzeichneten Fragen.

    Unter der Überschrift „Selbstdarstellung / Angaben zum Antragsteller“ soll ein kurzer Überblick über Ihre allgemeine Tätigkeit gegeben werden. Dazu gehört auch eine Aussage darüber, ob Sie „Erstantragsteller“ sind oder bereits Fördermittel für kulturelle Projekte erhalten haben.

    Die Frage nach den möglichen anderen Fördermitteln wird gestellt, damit sich die Beiratsmitglieder ein Bild von den Aktivitäten des Antragstellers machen kann. Hier soll vor allem auf Vorhaben eingegangen werden, die dem beantragten Projekt ähneln oder gleich sind. Es müssen drei Jahre berücksichtigt werden. Wenn Sie beispielsweise für 2014 Fördermittel beantragen müssen Sie die Fördermittelgeber und Projekte der Jahre 2012, 2013 und (die Anträge) für 2014 aufzählen.

    Unter der Überschrift „Projektidee“ soll kurz erklärt werden, worum es in dem Projekt gehen soll. Diese Angabe ist besonders wichtig, da die Beiräte sich hierdurch ein Bild von dem geplanten Vorhaben machen.

    Die „Erläuterungen zur Projektkonzeption“ und die Fragen zur „geplanten Projektdurchführung“ geben Ihnen die Möglichkeit, genauer auf das geplante Vorhaben einzugehen. Hier werden konkrete Fragen gestellt, von denen möglichst viele beantwortet werden sollten. Einige Fragen treffen nicht auf alle Vorhaben zu (z. B. Frage nach beteiligten Künstlern bei Anschaffung von Technik). Diese müssen natürlich nicht beantwortet werden.

    Sofern Ihre Projektbeschreibung nach Beantwortung der Fragen Ihrer Meinung nach noch nicht aussagekräftig sein sollte, können Sie die Beschreibung unter der Überschrift „Sonstige Bemerkungen“ noch vervollständigen.

    V. Anlagen
    • Liegt der detaillierte Kosten- und Finanzierungsplan vor?
    • Haben Sie Kopien der Satzung, des Nachweises der Gemeinnützigkeit und Auszüge aus dem Vereins- oder Handelsregister beigefügt?

    Der detaillierte Kosten- und Finanzierungsplan gehört zu den Anlagen und sollte immer mit eingereicht werden.

    Ausgaben: Alle geplanten Ausgaben müssen so transparent wie möglich aufgeführt werden. Größere Ausgabepositionen müssen aufgeschlüsselt und gegebenenfalls mit Kostenvoranschlägen belegt werden.

    Honorare sind für jeden Beteiligten / jede Gruppe bzw. für jede Veranstaltung gesondert und soweit vereinbart mit Honorarsätzen (z. B. 100 € pro Lesung oder 20 € pro Stunde) anzugeben. Honorarverträge dürfen zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht geschlossen werden.

    Reise- Unterkunfts- und Verpflegungskosten sind immer im Rahmen des Thüringer Reisekostengesetzes sowie wirtschaftlich und sparsam zu kalkulieren. Bei notwendigen Fahrten mit dem privaten Fahrzeug kalkulieren Sie diese bitte mit einer Kilometerpauschale von maximal 0,30 €. Dieser Betrag enthält auch Nebenkosten wie Verschleiß, Versicherungen und Reparaturaufwendungen, so dass diese nicht gesondert kalkuliert werden dürfen. Bei Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel kann nur die 2. Klasse gebucht werden. Bei Probelagern und Workshops sollen die Reisekosten durch die Teilnehmer gezahlt werden. Die Unterkunfts- und Verpflegungskosten der Teilnehmer sollen weitestgehend durch Teilnehmerbeiträge gezahlt werden. Sie müssen aber dennoch in den Kostenplan aufgenommen werden, um eine Gesamtsicht des Projektes zu ermöglichen. Sonstige Verpflegungskosten sind nur in begründeten Ausnahmefällen förderfähig. Sie sind im Antrag möglichst detailliert aufzuführen (Anlass der Bewirtung; Anzahl der Personen).

    Allgemeine Vereinsausgaben (z.B. Reisekosten der Vorstandmitglieder zu Vorstandssitzungen; Weiterbildungskosten für Mitarbeiter; Glückwunschkarten für Jubilare; Beiträge zu Landes- oder Bundesverbänden) sind im Rahmen einer Projektförderung nicht zuwendungsfähig.

    Nicht zuwendungsfähig und somit nicht in den Kosten- und Finanzierungsplan aufzunehmen sind zum Beispiel: betriebliche Kosten (z. B. Abschreibungen), pauschale Rechnungen (z.B. Bürokostenpauschale), freiwillige Versicherungen, Steuerberatungskosten, Mitgliedsbeiträge, Repräsentationskosten (z. B. Blumen, Geschenke).

    Einnahmen: Eine Landesförderung kommt nur in Betracht, wenn alle anderen Möglichkeiten der Unterstützung, also auch durch die Verwaltungen der Kommunen sowie durch örtliche Wirtschaftsunternehmen (Sponsoring), ausgeschöpft wurden. Die Bewilligung von Fördermitteln ohne Einsatz von eigenen Geldmitteln und allen projektbezogenen Einnahmen (Eintrittseinnahmen, Teilnehmergebühren) kann nur eine Ausnahme darstellen.

    Auch hier ist eine detaillierte Auflistung aller im Zusammenhang mit dem Projekt zu erwartenden Mittel gewünscht. So beispielsweise: Teilnehmerbeiträge, Einnahmen aus Konzerten, Zuschuss vom Förderverein, Sponsoren, zweckgebundene Spenden, Zuschuss der Sparkassenkulturstiftung, Landkreis, Gemeinde, Kulturstiftung Thüringen, Lottomittel, Zuwendungen anderer Ministerien und Eigenmittel. Eigenmittel sind Gelder des Antragsstellers (z. B. aus zweckfreien Spenden, Sparguthaben, Tombolaerlösen). Diese sind im Verlaufe des Projektes nicht zu reduzieren und müssen in voller Höhe erbracht werden. Daher sollten hier nur Gelder eingesetzt werden, die auch tatsächlich vorhanden sind.

    Eigenleistungen, also unentgeltliche Leistungen (z. B. von den Vereinsmitgliedern geleistete, aber nicht vergütete Arbeitsstunden) sind bitte nicht hier, sondern in der Projektbeschreibung aufzuführen.

    Sofern es bereits Sponsorenverträge, Förderzusagen oder Bewilligungsbescheide für das Projekt gibt, fügen Sie diese bitte als Kopie bei.

    Eine Kopie der Satzung bzw. des Gesellschaftsvertrages muss dem Antrag beigefügt werden, falls diese der Staatskanzlei in der aktuellen Fassung nicht vorliegen. Gleiches gilt für den Nachweis der Gemeinnützigkeit oder die Auszüge aus dem Vereins- bzw. Handelsregister.

    Sofern Sie bereits eine Förderung aus der TSK erhalten haben, fragen Sie bitte den zuständigen Sachbearbeiter, welche Unterlagen er noch benötigt und welche bereits vorliegen.

    Formblatt De Minimis Beihilfen  (79.4 kB)
    Wurden De-minimis-Beihilfen beantragt oder bewilligt, muss dieses Formblatt ausgefüllt werden.
    PDF-Dokument ist nicht barrierefrei.

    Eine Kopie der Satzung bzw. des Gesellschaftsvertrages muss dem Antrag beigefügt werden, falls diese der Staatskanzlei in der aktuellen Fassung nicht vorliegen. Gleiches gilt für den Nachweis der Gemeinnützigkeit oder die Auszüge aus dem Vereins- bzw. Handelsregister.

    Sofern Sie bereits eine Förderung aus der TSK erhalten haben, fragen Sie bitte den zuständigen Sachbearbeiter, welche Unterlagen er noch benötigt und welche bereits vorliegen.

    Achtung: Schicken Sie uns keine Unikate oder wertvolle Materialien, da der Freistaat Thüringen im Falle eines Verlustes keine Haftung übernehmen kann.

    VI. Erklärungen
    • Entweder das erste, oder das zweite Kästchen muss angekreuzt werden. Wenn ein vorzeitiger Maßnahmebeginn beantragt werden soll, ist das Kreuz im zweiten Kästchen zu setzen.
    • Ist die Frage des Vorsteuerabzugs beantwortet, also Kästchen drei oder vier angekreuzt?
    • Sind die Kästchen fünf, sechs und sieben angekreuzt?
    • Wurde der Antrag unterschrieben?

    Die Erklärungen sollten Sie sich ganz genau durchlesen und nur ankreuzen, was für Sie zutrifft.

    Aufgrund haushaltsrechtlicher Bestimmungen können nur Vorhaben gefördert werden, die noch nicht begonnen wurden. Daher muss eine entsprechende Erklärung angekreuzt werden.

    Die Bewilligungen für Zuwendungen werden aus haushaltsrechtlichen Gründen in der Regel in den Monaten März bis Juni verschickt. Sollten Sie bereits im ersten Halbjahr Ausgaben für ein Projekt haben, müssen Sie einen vorzeitigen Maßnahmebeginn beantragen. Dieses Feld sollten Sie immer ankreuzen, wenn Sie einen Projektzeitraum ab dem 01.01. wählen.

    Der Vorsteuerabzug (§ 15 Umsatzsteuergesetz) bezeichnet das Recht eines Unternehmers, die ihm in Rechnung gestellte Umsatzsteuer (= Vorsteuer) mit der von ihm vereinnahmten Umsatzsteuer zu verrechnen. Sofern Sie zum Vorsteuerabzug berechtigt sind, muss im Kosten- und Finanzierungsplan mit Nettopreisen kalkuliert werden.

    Fördermittel können nur an natürliche oder juristische Personen ausgegeben werden, die keine Steuerschulden haben.

    Zur Bearbeitung der Anträge ist eine Speicherung der Daten unerlässlich. Aus datenschutzrechtlichen Gründen muss einer solchen Speicherung vom Betroffenen zugestimmt werden. Außerdem handelt es sich bei den Fördermitteln um Steuergelder. Um deren Verwendung transparent zu gestalten wird ein Kulturförderbericht veröffentlicht. Darin sind auch die Namen der Fördermittelempfänger enthalten. Wenn Sie mit einer Speicherung und Veröffentlichung Ihrer Daten nicht einverstanden sind, kann Ihnen keine Förderung gewährt werden.

    Der Antrag muss von einer dazu ermächtigten Person (z. B. Vereinsvorsitzender) unter Angabe von Ort, Namen und Datum unterzeichnet werden.

    VII. Zustimmung bzw. Bestätigung des Finanzierungsanteils der Kommune
    • Wurde bezüglich der Finanzierung und des Verwendungsnachweises eine Auswahl getroffen?
    • Hat ein Vertreter der kommunalen Verwaltung den Antrag unterschrieben und mit einem Dienstsiegel gekennzeichnet?
    • Haben Sie ein Kreuz an der zutreffenden Stelle gesetzt, falls die Zustimmung der Kommune nicht eingeholt wurde?

    Die Vorhaben leisten nicht nur überregionale, sondern auch kommunale Kulturarbeit. Sie werden zunächst von den Einwohnern einer oder mehrerer Gemeinden getragen und wirken auf das unmittelbare räumliche Umfeld. Daraus ergibt sich die besondere Verantwortung für die Kommunalverwaltungen vor Ort, die sich auch in der Unterstützung von Projekten niederschlagen sollte. Das Subsidiaritätsprinzip der Landesförderung erfordert, dass die Gemeinde- bzw. Stadtverwaltungen in alle Förderentscheidungen einzubeziehen sind. Deshalb ist die Zustimmung der Kommune zur Antragstellung zwingend einzuholen. Dabei sind nicht zutreffende Aussagen zu streichen (insbesondere ob die Kommune den Verwendungsnachweis prüft). Auch wenn die Kommune keinen Finanzierungsanteil erbringt, muss sie dem Vorhaben inhaltlich zustimmen.

    Die Zustimmung der Kommune ist nicht erforderlich, wenn es sich bei dem Antragsteller um eine Religionsgemeinschaft oder einen überregionalen Projektträger (z. B. Landesarbeitsgemeinschaft, Künstlerverband, selbständige Stiftung) handelt oder das Projekt keinen besonderen lokalen Bezug hat, sondern an mehreren Orten in Thüringen stattfindet (z. B. Thüringer Bachwochen).

  • Hinweise zur Durchführung von Projekten im Bereich Kultur und Kunst
    Allgemeines

    Nachdem Sie die Bestätigung des vorzeitigen Maßnahmebeginns oder einen Bewilligungsbescheid erhalten haben, können Sie mit der Realisierung Ihres Projektes beginnen. Dabei sind die Allgemeinen Nebenbestimmungen zur Projektförderung  (ANBest-P) einzuhalten. Sie sind sozusagen die Spielregeln, nach denen die Förderung vergeben wird. Es ist also ratsam, sich die ANBest-P vollständig und gewissenhaft durchzulesen. Wenn Sie sich unsicher sind, wie verfahren werden muss, wenden Sie sich bitte an den im Schreiben des Ministeriums genannten, zuständigen Mitarbeiter.

    Honorar- bzw. Werkverträge müssen grundsätzlich schriftlich abgeschlossen werden und folgende Angaben enthalten: Name und Anschrift beider Vertragspartner, Tätigkeitszeitraum, Leistungsumfang, Höhe des Honorars und Zahlungsform, steuerrechtliche Aussagen (z. B. welcher der Vertragspartner Steuern oder Sozialversicherungsbeiträge abführt).

    Insichgeschäfte nach § 181 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) sind zu vermeiden.
    Beispiel: Herr Mustermann ist Vorsitzender des Kunst e.V. Herr Mustermann ist außerdem freischaffender Künstler und soll im Auftrag des Kunst e.V. einen Workshop mit Kindern und Jugendlichen leiten. Dazu soll ein Honorarvertrag zwischen dem Verein und Herrn Mustermann geschlossen werden. Herr Mustermann kann diesen Vertrag als Künstler unterzeichnen, nicht aber als Vereinsvorsitzender. Für den Verein muss ein anderes, dazu berechtigtes Vereinsmitglied unterschreiben.

    Bei der Vergabe von Aufträgen sind die allgemeinen Vergabevorschriften zu beachten (ThürVgG, VOL, VOB, VOF etc.). Allgemeine Informationen zum öffentlichen Auftragswesen finden Sie auf den Internetseiten des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft. Beim Kauf von Geräten oder Leistungen, die einzeln zwischen 400 € und 2.500 € kosten sollen, sind mindestens drei schriftliche Angebote einzuholen.

    Im Bewilligungsbescheid wird immer ein Bewilligungszeitraum festgelegt. In der Regel ist dieser Zeitraum auf ein Jahr beschränkt. Alle Projektausgaben müssen in diesem Zeitraum verursacht werden. Das heißt, dass in diesem Zeitraum Verträge geschlossen und Aufträge ausgelöst werden müssen. Komplikationen können vermieden werden, wenn alle Ausgaben in diesem Zeitraum auch geleistet, in Rechnung gestellt und bezahlt werden. In der Praxis kommen einige Rechnungen aber erst nach Ablauf des geförderten Zeitraums (z. B. Abrechnung der Künstlersozialkasse). Wenn diese Ausgaben einen direkten Bezug zum Projekt haben und auch im Bewilligungszeitraum verursacht, also ausgelöst wurden, können sie für das Projekt mit abgerechnet werden.

    Mittelabruf und Zweimonatsfrist:

    Der Bewilligungsbescheid gewährt Ihnen zwar eine Zuwendung, um die Gelder aber tatsächlich auf Ihr Konto überwiesen zu bekommen, muss der Bescheid bestandskräftig sein. Die Bestandskraft tritt automatisch vier Wochen nachdem Ihnen der Bescheid zugegangen ist, ein. Um diese Bestandskraft früher zu erhalten, ist ein Formblatt "Rechtsmittelverzicht" auszufüllen.

    Damit die Fördergelder zur Auszahlung kommen können, bedarf es des Formblattes "Mittelabruf". Die Fördergelder sollen nicht gleich zu Beginn des Vorhabens abgerufen werden, sondern erst dann, wenn sie tatsächlich benötigt werden (vergleiche Nr. 1.3 ANBest-P).

    Der richtige Zeitpunkt für den Mittelabruf hängt von der im Bewilligungsbescheid genannten Finanzierungsart ab.

    Bei einer Fehlbedarfsfinanzierung sollen die Fördermittel erst abgerufen werden, wenn alle anderen Gelder (Eigenmittel, städtische Mittel, Sponsorengelder etc.) verbraucht worden sind. Bei dieser Finanzierungsart ist es empfehlenswert die Fördermittel erst im letzten Quartal oder zumindest in Raten abzurufen. Wenn andere Förderer ihre Zuwendungen auch als Fehlbedarfsfinanzierung gewährt haben, bietet es sich an, die Fördermittel der Kommunalverwaltung und die des Landes zum gleichen Zeitpunkt und anteilig zur Höhe der Förderung abzurufen.
    Beispiel: Ein Projekt wird mit 4.000 € von der Kommune und mit 2.000 € vom Land gefördert. Im zweiten Quartal werden 1.500 € benötigt. Es sollten 1.000 € (zwei Drittel) von der Kommune und 500 € (ein Drittel) vom Land abgerufen werden. Im dritten Quartal werden 2.500 € benötigt. Dann sollten 1.665 € von der Kommune und 835 € vom Land abgerufen werden.

    Bei einer Anteilfinanzierung oder Festbetragsfinanzierung sollen die Fördermittel anteilig mit den anderen Finanzmitteln verbraucht werden. Wenn die Zuwendung also in Höhe von 60 % der zuwendungsfähigen Ausgaben genehmigt wurde, können Mittel (möglichst in Raten) abgerufen werden, die jeweils 60 % der laufenden Ausgaben finanzieren sollen.

    Bei einer Vollfinanzierung gibt es weder Eigen- noch Drittmittel. Dennoch muss die Zweimonatsfrist eingehalten werden. Die Fördermittel sind so abzurufen, dass die fälligen Zahlungen umgehend beglichen werden können, die Fördermittel aber nicht länger als 2 Monate ungenutzt bleiben. Auch hier bietet sich der Abruf in Raten an.

    Leider haben Projektträger oft nicht die Möglichkeit diese Vorschriften wortgetreu zu befolgen. Viele Sponsoren und Förderer zahlen erst am Ende eines Vorhabens. Daher besteht in begründeten Fällen die Möglichkeit die Fördermittel vorzeitig abzurufen und das Projekt damit „vorzufinanzieren“. Dazu ist das entsprechende Feld auf dem Mittelabruf-Formular anzukreuzen.

    Der Abruf der Fördermittel verbunden mit der Einhaltung der Zweimonatsfrist ist für viele Projektträger schwierig. Die Vorschrift wurde zum einen eingeführt um Zinsnachteile für das Land zu vermeiden (da der Freistaat, wenn er Fördermittel auszahlt nicht mehr mit diesem Geld arbeiten kann). Zum anderen soll sie Projektträger daran hindern, die Fördermittel als Kapitalanlage oder Liquiditätsausgleich zu missbrauchen. Da eine Vereinfachung der Vorschrift nicht absehbar ist, sollte man von der Möglichkeit Gebrauch machen, die Förderung in Raten abzurufen. Zudem gibt es die Pflicht der Bewilligungsbehörde mitzuteilen, wenn nach Ablauf der zwei Monate Fördermittel nicht ausgegeben wurden. Der zuständige Bearbeiter entscheidet dann auf der Grundlage der Höhe der noch nicht verbrauchten Mittel, ob das Geld wieder an das Ministerium gezahlt werden muss, oder beim Projektträger verbleiben kann. Im Falle einer Rückzahlung von Fördermitteln können diese natürlich später im Jahr wieder abgerufen und für das Projekt verwendet werden.

    Die Mittelabrufe können ganz individuell gestaltet werden. Dazu erhielten Sie mit Ihrem Bewilligungsbescheid das Formblatt „Mittelabruf“. Darauf ist Folgendes vermerkt:

    Mitteilungspflichten

    Das Formblatt "Mitteilungspflichten" listet die Fälle auf, in denen Sie sich zwingend an das Ministerium wenden müssen. Sollte einer der Fälle für Sie zutreffen, kreuzen Sie ihn bitte an, erklären die Situation gegebenenfalls in einem Anschreiben und fügen, wenn dies notwendig ist, einen neuen Kosten- und Finanzierungsplan bei, bevor Sie alles per E-Mail oder per Fax oder postalisch an das Ministerium schicken. Bitte vergessen Sie nicht das Datum einzusetzen und das Formblatt zu unterschreiben.

    Reisekostenabrechnung

    Projektbezogene Reisen sind im Rahmen des Thüringer Reisekostengesetzes durchzuführen und abzurechnen. Das dem Bewilligungsbescheid beigefügte Formblatt „Reisekostenabrechnung“ sollte verwendet werden. Sie können aber auch eigene Vorlagen benutzen, sofern diese alle relevanten Daten enthalten.

    In allen Fällen sind der Abrechnung die Originaltickets (Bus, Taxi, Bahn, Flugzeug) beizufügen.

    Reisen mit dem privaten PKW werden in zwei Kategorien unterteilt:

    1. Es gibt ein Vereinsauto / Dienstauto, mit dem die Reisen normalerweise bestritten werden. Dieses Auto war aber nicht verfügbar und Sie mussten ihr Privat-KfZ benutzen: die Kilometerpauschale beträgt 0,17 €.
    2. Sie müssen für die projektbezogenen Fahrten immer ihr Privat-KfZ benutzen, da es kein Vereinsauto / Dienstauto gibt: die Kilometerpauschale beträgt 0,35 €.

    Wenn Tankquittungen abgerechnet werden sollen, ist ein Fahrtenbuch einzureichen. Dies kann nur bei umfangreichen Projekten mit hohem Transferbedarf erfolgen (z. B. Teilnehmershuttle bei „Jugend musiziert“). In diesen Fällen ist auch zu erklären, warum die Fahrten notwendig waren und wer transportiert wurde.

    Diese Dokumente müssen Sie bereits bei der Durchführung des Projektes vervollständigen. Entsprechende Abrechnungen und Unterschriften im Nachhinein einzufordern, ist in der Regel sehr schwierig.

    Publikationen

    Im Bewilligungsbescheid wird gefordert, dass bei allen projektbezogenen Publikationen (print, online) auf die Förderung hingewiesen wird. Dies soll nach Möglichkeit mit Hilfe eines Logos erfolgen, welches Sie in der Pressestelle des Ministeriums anfordern können:

    elke.henneberger@tsk.thueringen.de

    Dieses Logo soll dann zum Beispiel auf Einladungen, Programmheften, Internetpräsentationen und Plakaten eingefügt werden.

  • Hinweise zum Verwendungsnachweis
    Wie rechne ich mein Projekt ab?
    Sachbericht

    Der Verwendungsnachweis besteht nicht nur aus Zahlen und Belegen. Ein unverzichtbarer Bestandteil, der mit jedem Verwendungsnachweis zu erbringen ist, ist der Sachbericht. Er gibt Ihnen die Möglichkeit das Projekt ausführlich zu beschreiben und auf mögliche Schwierigkeiten bei der Durchführung hinzuweisen. Bitte benutzen Sie das Formblatt „Sachbericht“, welches Sie mit dem Bewilligungsbescheid erhalten haben. Der Vordruck steht auch zum Download auf den Internetseiten Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur bereit.

    Der Sachbericht dient nicht nur dazu dem Bearbeiter zu erklären, was es mit dem Projekt auf sich hatte, sondern ist auch Grundlage der Erfolgskontrolle, welche nach Abschluss des Projekts vom Ministerium durchgeführt wird.

    Allgemeines

    Grundlage für jegliche öffentliche Förderung ist eine ordnungsgemäße Buchführung. Diese muss sich auch im Verwendungsnachweis widerspiegeln.

    Für das Projekt notwendige Reisen sind vom Reisenden im Rahmen des Thüringer Reisekostengesetzes abzurechnen. Das dem Bewilligungsbescheid beigefügte Formblatt sollte verwendet werden. Bei Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel sind der Abrechnung die Originaltickets beizufügen. Wenn Tankquittungen abgerechnet werden sollen, ist ein Fahrtenbuch einzureichen. Dies kann nur bei umfangreichen Projekten mit hohem Transferbedarf erfolgen (z.B. Teilnehmershuttle bei „Jugend musiziert“). In diesen Fällen ist auch zu erklären, warum die Fahrten notwendig waren und wer transportiert wurde. Reisen mit dem privaten PKW werden in zwei Kategorien unterteilt:

    1. Es gibt ein Vereinsauto / Dienstauto, mit dem die Reisen normalerweise durchgeführt werden. Dieses Auto war aber nicht verfügbar und Sie mussten ihr Privat-KfZ benutzen: die Kilometerpauschale beträgt 0,17 €
    2. Sie müssen für die projektbezogenen Fahrten immer ihr Privat-KfZ benutzen, da es kein Vereinsauto / Dienstauto gibt: die Kilometerpauschale beträgt 0,35 €

    Zur Abrechnung von Reisekosten stellt das Ministerium einen Vordruck zur Verfügung, welcher verwendet werden sollte. Sofern Sie eigene Abrechnungen verwenden, stellen Sie bitte sicher, dass alle geforderten Daten enthalten sind.

    Wenn Geräte von einem Einzelwert von mehr als 410 € angeschafft wurden, sind diese zu inventarisieren. Die Inventarsliste kann vom Prüfer eingesehen werden, ist aber (sofern nichts anderes im Bewilligungsbescheid verfügt ist) dem Nachweis nicht beizufügen. Gleiches gilt auch für die Vergabeunterlagen.

    Im Bewilligungsbescheid wird immer ein Bewilligungszeitraum festgelegt. In der Regel ist dieser Zeitraum auf ein Jahr beschränkt. Alle Projektausgaben müssen in diesem Zeitraum verursacht werden. Das heißt, dass in diesem Zeitraum Verträge geschlossen und Aufträge ausgelöst werden müssen. Es ist wünschenswert, wenn alle Ausgaben in diesem Zeitraum auch in Rechnung gestellt und bezahlt werden würden. In der Praxis kommen einige Rechnungen aber später (z.B. Abrechnung der Künstlersozialkasse). Wenn diese Ausgaben einen direkten Bezug zum Projekt haben und auch im Bewilligungszeitraum verursacht, also ausgelöst wurden, können sie für das Projekt mit abgerechnet werden.

    Unabhängig von der im Bewilligungsbescheid geforderten Art des Verwendungsnachweises müssen alle das Vorhaben betreffenden Originalbelege und sonstigen Unterlagen gemäß Nr. 6.9 ANBest-P fünf Jahre nach Vorlage des Verwendungsnachweises aufbewahrt werden, sofern nicht nach steuerrechtlichen oder anderen Vorschriften eine längere Aufbewahrungsfrist bestimmt ist.

    Einfacher Verwendungsnachweis

    Ein einfacher Verwendungsnachweis ist das Pendant zur Zusammenfassung des Kosten- und Finanzierungsplans. Hier gibt es keine Liste mit einzelnen Ausgaben, sondern lediglich die tatsächlichen Summen der Einzelpositionen. Der Nachweis muss von einem Rechnungsprüfungsamt kontrolliert worden sein (z.B. Rechnungsprüfungsamt der Stadt oder des Landkreises). Der Umfang und die Ergebnisse dieser Prüfung sind schriftlich zu vermerken (z.B. Die Belege stimmten mit den Angaben im Nachweis überein. Die Summen wurden korrekt gezogen. Skonti wurden gezogen. Die Einhaltung der Zweimonatsfrist wurde nicht geprüft. Es wurden keine Unregelmäßigkeiten festgestellt).

    Zahlenmäßiger Nachweis mit Belegliste

    Sofern Sie weder einen einfachen, noch einen Geschäftsstellen-Nachweis erbringen müssen und im Bewilligungsbescheid nichts Gegenteiliges geregelt wurde, müssen Sie einen normalen zahlenmäßigen Nachweis mit Belegliste vorlegen.

    Das heißt, dass Sie alle Ausgaben einzeln auflisten müssen. Die Vorlage von Rechnungen und anderen Belegen ist aber nicht notwendig.
    Bei der Abrechnung (der Erstellung der Belegliste) gehen Sie wie bei der Erstellung eines Kosten- und Finanzierungsplans vor. Sie betrachten die Einzelpositionen und ordnen die entsprechenden Ausgaben zu. Dabei ist immer der letzte vom Ministerium genehmigte Kosten- und Finanzierungsplan als Grundlage heranzuziehen.

    Wenn Sie Buchungslisten haben, können diese als Nachweis dienen. Bitte markieren Sie aber deutlich, wobei es sich bei den einzelnen Konten handelt und erstellen Sie eine Zusammenfassung der Einzelpositionen.

    Was passiert mit dem Nachweis bei der Prüfung?

    Leider können die Nachweise nicht immer zügig geprüft werden. Wenn Sie die Originalbelege anderweitig benötigen und diese baldmöglichst an Sie zurückgeschickt werden sollen, vermerken Sie dies bitte im Anschreiben.

    Die Bearbeiter versenden in der Regel keine Eingangsbestätigungen für Verwendungsnachweise. Wenn Sie eine solche benötigen, vermerken Sie dies bitte ebenfalls im Anschreiben.

    Die Verwendungsnachweisprüfung ist ein Soll-Ist-Vergleich. Der Bearbeiter nimmt sich den gesamten Vorgang vor und vergleicht, ob die im Antrag formulierten Ziele und Ideen verwirklicht werden konnten. Deshalb ist es besonders wichtig, einen aussagekräftigen Sachbericht zu schreiben und die Bemerkungsspalte im zahlenmäßigen Nachweis zu nutzen. Sie sollten die mit dem Bewilligungsbescheid erhaltenen Formblätter verwenden.

    Der Prüfer vergleicht die Originalbelege mit den Angaben im zahlenmäßigen Nachweis und prüft, ob die Allgemeinen Zuwendungsbestimmungen (ANBest) eingehalten wurden.

    Sofern Unstimmigkeiten oder Fragen auftreten, wird eine Anhörung durchgeführt. In der Regel kann infolgedessen der Nachweis abschließend geprüft werden. Der Projektträger erhält seine Belege zurück und bekommt einen Bescheid. Darin ist die endgültige Höhe der Zuwendung geregelt. Außerdem wird darin auch eine Aussage über ggf. entstandene Rückforderungs- oder Zinsansprüche getroffen. Damit ist die Nachweisprüfung abgeschlossen. Der Projektträger ist dazu verpflichtet alle Unterlagen mindestens fünf Jahre lang aufzubewahren. Außerdem kann der Landesrechnungshof das Projekt erneut prüfen.

    Beispiel bei Fehlbedarfsfinanzierung:
    Der Nachweis kommt am 27.02.2013 bei der zuständigen Bearbeiterin bei der Stadt an. Da der Schatzmeister im Anschreiben darauf hingewiesen hat, dass Geld übrig ist, erfolgt eine sofortige Prüfung. Da der Nachweis auch ordentlich geführt wurde, geht die Prüfung schnell und schon am 28.02.2013 erhält der Schatzmeister eine E-Mail mit folgendem Inhalt:

    „Der Nachweis wurde geprüft. Alle Ausgaben (11.814,39 €) wurden als zuwendungsfähig anerkannt. Ihnen stehen die von Ihrem Verein bereit gestellten Eigenmittel in Höhe von 1.000 €, die Konzerteinnahmen in Höhe von 4.840 € und die Spenden in Höhe von 1.090 € gegenüber. Es verbleibt ein Fehlbedarf von 4.884,39 €. Dieser Fehlbedarf kann aus den Fördermitteln der Stadt und des Landes gedeckt werden.
    Da sowohl Stadt als auch Land als Fehlbedarfsfinanzierung bewilligt haben, ist der jeweilige Förderanteil anhand der Planzahlen zu errechnen. Bei geplanten öffentlichen Zuwendungen von insgesamt 5.000 € und Einzelbewilligungen von je 2.500 € entfallen je 50 % auf Stadt und Land. Dieser Anteil ist nun auf den Fehlbedarf nach der Projektabrechnung anzuwenden.

    5.000 € gezahlte öffentliche Zuwendung abzüglich 4.884,39 € Fehlbedarf ergeben einen Überschuss von 115,61 €. Dieser ist zu je 50 % (also je 57,80 €) an Stadt und Land zurückzuzahlen.

    Außerdem wurde eine Überschreitung des Bewilligungszeitraums festgestellt. Die Ausgabe für die Künstlersozialabgabe wurde erst in 2013 gezahlt, obwohl der Bewilligungszeitraum am 31.12.2012 endete. Da die Ausgabe durch das geförderte, im Bewilligungszeitraum durchgeführte Konzert verursacht wurde, wird sie anerkannt. Die späte Abrechnung durch die Künstlersozialkasse haben Sie als Verein außerdem nicht verschuldet.

    Durch die späte Abrechnung der Künstlersozialabgabe wurde auch die in Nr. 1.3 ANBest-P geregelte Zweimonatsfrist zur Mittelverwendung überschritten. Sie sind Ihrer aus Nr. 5 ANBest-P resultierenden Mitteilungspflicht nicht nachgekommen. Normalerweise hätten Sie den Zuwendungsgebern zeitnah mitteilen müssen, dass die Fördermittel nicht innerhalb der Frist verbraucht werden konnten.

    Der Erstattungsanspruch in Höhe von 57,80 € wäre ebenfalls ab dem Tag der Auszahlung zu verzinsen. Bei einer zügigen Rückzahlung kann davon aber abgesehen werden.
    Bitte nehmen Sie bis zum 14.03.2013 zu diesen Sachverhalten Stellung.“

    Am 05.03.2013 überweist der Schatzmeister 57,80 € an die Stadt und 57,80 € an das Land. Er teilt dies den jeweiligen Bearbeitern per E-Mail mit. Einige Zeit später erhält er sowohl von der Stadt, als auch vom Land einen Festsetzungsbescheid.

    Beispiel bei Mischfinanzierung Fehlbedarfs- und Festbetragsfinanzierung:
    Wenn der Verein aus dem oben genannten Beispiel eine Festbetragsförderung vom Land bekommen hätte, wäre die Höhe der Fördermittel folgendermaßen berechnet worden:
    Die zuwendungsfähigen Ausgaben betrugen 11.814,39 €. Die Förderung betrug maximal 2.500 €. Die zuwendungsfähigen Ausgaben sind größer als die bewilligte Zuwendung. Die Zuwendung des Landes kann also in voller Höhe beim Verein verbleiben.

    Aus der Sicht der Stadt, welche als Fehlbedarfsfinanzierung gefördert hat, berechnet sich der Rückforderungsanspruch folgendermaßen:
    Die zuwendungsfähigen Ausgaben betrugen 11.814,39 €. Davon werden die Eigenmittel, die Einnahmen und Spenden sowie die als Festbetragsfinanzierung gewährte Landesförderung abgezogen. Es verbleibt ein Fehlbedarf von 2.384,39 €. Ausgezahlt wurden 2.500,00 €. Also müssen 115,61 € an die Stadt zurückgezahlt werden.

    Für den Verein bleibt das Ergebnis also das Gleiche (Rückzahlung von 115,61 €). Sobald ein Teil der Fördermittel als Fehlbedarf bewilligt wird, ist der Überschuss immer zu erstatten.

    Beispiel bei Festbetragsfinanzierung:
    Wenn sowohl die Fördermittel der Stadt, als auch die des Landes als Festbetragsfinanzierung gewährt werden, entsteht kein Rückforderungsanspruch. Im Rahmen der Nachweisprüfung wird ermittelt, ob die Summe der öffentlichen Zuwendungen (hier 5.000 €) größer oder kleiner ist, als die zuwendungsfähigen Ausgaben. Im vorliegenden Fall sind 11.814,39 € zuwendungsfähig. Die öffentliche Förderung ist geringer (5.000 €) und muss daher nicht zurückgefordert werden.

Medienförderung

Thüringen ist aber nicht nur für Kindermedien ein attraktiver Produktionsstandort. Die landschaftliche Vielfalt und Schönheit, die facettenreichen Städte und Ortschaften des Freistaats bieten geeignete Locations für jedes Genre. Für die Unterstützung insbesondere großer audiovisueller Produktionen kommt der Mitteldeutschen Medienförderung als wichtigster Filmfördereinrichtung der Region eine besondere Bedeutung zu. Als gemeinsame Filmförderung von Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt ist sie ein Motor, der die Entwicklung des Medienstandorts Mitteldeutschland vorantreibt. Zu ihren Aufgaben zählen, die regionale Produktionslandschaft zu stärken, nationale und internationale Produktionen für die Region zu gewinnen und auch eine stetige Festival-, Kino- und Talentförderung. Die MDM bietet neben einem gut sortierten Location Guide, einem Branchenverzeichnis für regionale Dienstleister mit der Film Commission Thüringen kompetente Beratung und Informationen für Medienproduzenten und Kreative, die in Thüringen Projekte umsetzen wollen.

Umfangreiche Informationen dazu finden Sie auf unserer Website zum Thema "Medienwirtschaft und -standortförderung"

Förderung für "Thüringenjahr"

Das Thüringen Jahr bietet interessierten Jugendlichen die Möglichkeit, sich auszuprobieren und zu entdecken, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und dabei auch die Persönlichkeit weiterzuentwickeln.

Es wird auf der Grundlage des Gesetzes zur Förderung eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJG) vom 17. Juni 2002 (BGBl. I Nr. 48), sowie des Gesetzes zur Förderung eines Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJG) vom 17. Juni 2002 (BGBl. I Nr. 48) durchgeführt und vereint die bereits vorhandenen freiwilligen Jahre:

  • Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)
  • Freiwilliges Soziales Jahr im kulturellen Bereich (FSJK)
  • Freiwillige Jahr in der Denkmalpflege (FJD), etwa in der Jugendbauhütte Mühlhausen

Bis zu 1.000 Jugendliche können ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten in einem dieser Spezialgebiete testen.

Gehen Sie auf eine Entdeckungsreise durch das Thüringen Jahr, das vom Freistaat im Rahmen eines Festaktes im Jahr 2004 feierlich wieder mit Leben erfüllt wurde.

Förderungen im Bereich der Denkmalpflege

Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege

Jugendbauhütte Mühlhausen

Seit 2003 können Jugendliche im Rahmen des "Thüringen Jahres" ein freiwilliges soziales Jahr im Bereich der Denkmalpflege absolvieren. In der ersten Jugendbauhütte des Landes mit Standort in Mühlhausen erlernen jedes Jahr 20 bis 25 Jugendliche handwerkliche Fähigkeiten und tragen durch ihre Arbeit gleichzeitig zur Denkmalpflege bei. Thüringen ist das fünfte Bundesland, in dem eine Jugendbauhütte eröffnet wurde.

Mit dem Projekt sollen Jugendliche einen Einblick in die spannenden Arbeitsfelder der Denkmalpflege gewinnen und beispielsweise in Handwerksbetrieben traditionelle Handwerkstechniken erlernen, den Blick für Stilelemente und Baugeschichte schärfen, Kontakte zu Betrieben, Einrichtungen und Unternehmen in der Denkmalpflege und im Handwerk knüpfen und zudem eine Möglichkeit des persönlichen Engagements für die Gesellschaft kennen lernen.

Für die Jugendlichen gibt es eine Vielzahl von Einsatzstellen, unter anderem Plätze in Architektur- und Planungsbüros, Denkmalbehörden, in der Bodendenkmalpflege, in denkmalpflegeorientierten Vereinen, in Handwerksbetrieben (als Tischler, Maurer, Steinmetz, Zimmermann), in Museen und kulturellen Einrichtungen. Bildungsseminare beispielsweise über traditionelle Handwerkstechniken, Bauen mit Naturmaterialien, Baustilkunde und Bauphysik runden das Angebot ab.

Initiatoren der Thüringer Jugendbauhütte sind das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Deutsche Nationalstiftung, die Hermann Reemtsma Stiftung und die Stadt Mühlhausen.

Jugendbauhütte Mühlhausen
Herr Jens Hasert
Ratsstraße 19
99974 Mühlhausen
Tel.: 03601-889123

Denkmalförderrichtlinie

Die Denkmalförderrichtlinie ist am 01.01.2004 in Kraft getreten. Auf der Grundlage der Denkmalförderrichtlinie können Eigentümer und Besitzer von Kulturdenkmalen bei der Erhaltung  und Pflege ihres Denkmals finanziell unterstützt werden. Förderfähig sind dabei neben wissenschaftlichen Untersuchungen, Zielstellungen, Studien und Projekten, die im direkten Zusammenhang mit der Erhaltung des Kulturdenkmals stehen, Leistungen zur Sicherung wirtschaftlich nicht genutzter Denkmale (z. B. Stadtmauern, Ruinen, Mahnmale, Standbilder, Kleinarchitektur usw.), Aufwendungen für die Wiederherstellung von teilzerstörten Kulturdenkmalen bei Sicherung der originalen Substanz, und Aufwendungen für die rekonstruierende Wiederherstellung, soweit untergegangene, aber für das Verständnis oder die Erscheinung unverzichtbare Teile eines noch bestehenden Kulturdenkmals ergänzt werden sowie Aufwendungen für die Rekonstruktion archäologischer Denkmale.

Außerdem können Regenerierungsmaßnahmen am objekttypischen Pflanzenbestand im Interesse der Erhaltung und Wiederherstellung von Denkmalen der Landschafts- und Gartengestaltung, insbesondere die Pflege und Kultivierung historischer Parkanlagen gefördert werden.

Ebenso sind Fortbildungsmaßnahmen, wenn sie im direkten Zusammenhang mit der Erhaltung von Kulturdenkmalen stehen, förderfähig.

Die Antragstellung erfolgt bis zum 30. September eines Jahres für das Folgejahr bei der Unteren Denkmalschutzbehörde. Über die Vergabe der  Fördermittel entscheidet das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie nach Prüfung der eingereichten Anträge.

Geschäftsstellenförderung

Eine Geschäftsstellenförderung kann von Landesarbeitsgemeinschaften und Vereinen beantragt werden, die Aufgaben von überregionaler oder besonderer kultureller Bedeutung für den Freistaat Thüringen übernehmen.

  • Hinweise zur Beantragung einer Geschäftsstellenförderung im Kultur- und Kunstbereich durch die Thüringer Staatskanzlei (TSK)

    Zur Beantragung einer Geschäftsstellenförderung nutzen Sie das Formblatt:

    "Antrag auf Projektförderung" (PDF, nicht barrierefrei, 300 kB)


    Zur Beantragung einer Geschäftsstellenförderung wird dieses Formblatt benötigt.

    Wer kann eine Geschäftsstellenförderung beantragen?

    Eine Geschäftsstellenförderung kann von Landesarbeitsgemeinschaften und Vereinen beantragt werden, die Aufgaben von überregionaler oder besonderer kultureller Bedeutung für den Freistaat Thüringen übernehmen.
    Ob diese Kriterien inhaltlich vorliegen, wird im Rahmen der fachlich zuständigen Beiratssitzung bewertet. Dazu ist es vorteilhaft den letzten bestätigten Jahresbericht vorzulegen. Zur Berechnung der Höhe der möglichen Förderung müssen die Jahresabschlüsse der der Antragstellung vorangehenden drei Jahre vorgelegt werden. Diese Jahresabschlüsse sollen mindestens vom vereinsinternen Prüfer bestätigt worden sein.

    Es besteht kein Rechtsanspruch auf Förderung einer Maßnahme.

    Wann muss der Antrag gestellt werden und wie muss er aussehen?

    Anträge sind regelmäßig bis zum 31.10. des Vorjahres zu stellen, wenn die beantragte Zuwendung unter 50.000 € liegt. Werden mehr als 50.000 € beantragt, ist bis zum 31.03. des Vorjahres ein Antrag einzureichen. Im Sinne einer vorsorglichen Planung der Fördermittelvergabe empfiehlt es sich jedoch immer, einen Antrag so zeitig wie möglich einzureichen.

    Die Anträge sind in einfacher (in den Bereichen „Bildende Kunst“ und „Museen“ in doppelter) Ausfertigung bei der Staatskanzlei einzureichen.

    Die Anträge und Anlagen sollen bitte weder geheftet, geklammert noch in Künstlermappen, Klarsichtfolien oder Schnellhefter verpackt werden. Ein einfacher Umschlag ausreichend.

    III. Zusammenfassung des Kosten- und Finanzierungsplans

    Bitte tragen Sie immer das Datum (Stand vom) des Kosten- und Finanzierungsplans ein. Diese Angabe ist besonders wichtig, wenn im Laufe der Bearbeitung mehrere Pläne eingereicht werden.

    Bevor die Zusammenfassung des Kosten- und Finanzierungsplans erstellt werden kann, welche nur eine Übersicht über alle Einnahmen und Ausgaben geben soll, muss eine detaillierte Jahresplanung durchgeführt werden. Diese detaillierte, dem Antrag als Anlage beizufügende Planung muss in der Tabelle im Antrag zu sinnvollen Einnahme- und Ausgabegruppen zusammengefasst werden. Bei den Einnahmen sind bereits Gruppen vorgegeben. Bei den Ausgaben wären zum Beispiel folgende Bezeichnungen denkbar: Miet- und Mietnebenkosten; Personalausgaben; Inszenierungen; Weiterbildungen; Technik; Büro- und Organisationskosten; Abgaben / Beiträge.

    IV. Projektbeschreibung

    Die Projektbeschreibung soll den Bearbeitern und den Beiratsmitgliedern (welche ein inhaltliches Votum zur Förderfähigkeit der Anträge abgeben) helfen, sich ein Bild von der Tätigkeit des Trägers, der Geschäftsstelle und den durchzuführenden Projekten zu machen. Kulturförderung orientiert sich in erster Linie an der künstlerischen und kulturellen Bedeutung sowie der besonderen öffentlichen Wirkung, aber auch an anderen, im Folgenden aufgelisteten Zielsetzungen. Bei Förderungen sollte mindestens eines der Kriterien gegeben sein. Das Vorliegen mehrerer Kriterien gibt Förderungen eine höhere Priorität. Im Einzelnen können z. B. folgende Kriterien berücksichtigt werden:

    • Schaffung bzw. Konsolidierung der kulturellen Infrastruktur 
    • Förderung kultureller Bildung und Teilhabe
    • Erhalt des kulturellen Erbes und identifikationsstiftende Wirkung
    • Förderung des künstlerischen Nachwuchses sowie Aufbau und Erweiterung von Fachkompetenz
    • Förderung künstlerischer und kultureller Vielfalt (z. B. Kreativität, Originalität, Authentizität) und Interkulturalität 
    • Erhöhung der öffentlichen Wirkung (z. B. überregionale Ausstrahlung) oder Verbesserung der touristischen Vermarktung (z. B. Einbindung in touristisches Gesamtkonzept, herausragende Einzelvermarktung) 
    • Schaffung und Ausbau barrierefreier Zugänge 
    • Ausgleich regionaler Benachteiligung 
    • Bildung oder Aufrechterhaltung von Netzwerken 
    • Einbindung / Anerkennung ehrenamtlichen Engagements

    Die vorgegebenen Fragen sowie die Begrenzung der verfügbaren Zeichen auf 900 soll eine gewisse Vereinheitlichung und damit Vergleichbarkeit der Fördermittelanträge mit sich bringen. Die Fachbeiräte beraten meist über ca. 100 Anträge. Kurze und prägnante Aussagen sind also äußerst willkommen. Bitte beantworten Sie mindestens alle mit * gekennzeichneten Fragen. Wenn die Fragen nicht einschlägig sind, müssen sie natürlich nicht beantwortet werden.

    Unter der Überschrift „Selbstdarstellung / Angaben zum Antragsteller“ soll ein kurzer Überblick über Ihre allgemeine Tätigkeit gegeben werden. Dazu gehört auch eine Aussage darüber, welche weiteren Förderungen sie erhielten oder beantragt haben. Hier können Sie auf den detaillierten Kosten- und Finanzierungsplan bzw. die Jahresabschlüsse verweisen, in denen diese Angaben bereits enthalten sein müssten.

    Die Frage zur „Projektidee“ und die „Erläuterungen zur Projektkonzeption“ sind für eine Geschäftsstelle nur bedingt zutreffend. Dennoch sollten Sie versuchen die von Ihnen angestrebten Ziele möglichst konkret darzustellen. Dabei muss nichts Neues erfunden werden. Auch die Aufrechterhaltung der Geschäftsstellentätigkeit ist ein förderwürdiges Ziel.

    Die Fragen zur „geplanten Projektdurchführung“ geben Ihnen die Möglichkeit, genauer auf die Maßnahmen einzugehen, welche zur Realisierung der geplanten Ziele durchgeführt werden sollen. Wenn als Ziel die „Aufrechterhaltung der Geschäftsstellentätigkeit“ genannt wurde müsste an dieser Stelle erklärt werden, welche Aufgaben zur Geschäftsstellentätigkeit gehören (z. B. Weiterbildung der Mitglieder) und durch welche Maßnahmen diese Aufgaben erfüllt werden (z. B. Durchführung von 10 Seminaren zu den Themen…).

    Sofern Ihre Projektbeschreibung nach Beantwortung der Fragen Ihrer Meinung nach noch nicht aussagekräftig sein sollte, können Sie die Beschreibung unter der Überschrift „Sonstige Bemerkungen“ noch vervollständigen.

    V. Anlagen

    Der detaillierte Jahresplan gehört zu den Anlagen und muss immer mit eingereicht werden.
    Wenn Sie die Förderung Ihrer Geschäftsstelle beantragen, müssen im Gegensatz zur Projektförderung alle Ausgaben des Trägers aufgeführt werden. Dazu gehören Ausgaben für Material und Technik (Büromaterial, Verschleißmaterial wie Leuchtmittel, Müllsäcke etc., Bürotechnik), Kommunikation (Internet, Telefon, Porto), eigenes Personal (Aufwandsentschädigungen, Angestellte, geringfügig Beschäftigte, Weiterbildungskosten), Fremdleistungen (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer), Werbung (Layout, Druck, Anzeigenschaltung), Abgaben (GEMA, Künstlersozialkasse, Steuern, Versicherungen), Reisekosten (Geschäftsleitung, Vorstandsmitglieder), Mieten und Mietnebenkosten etc.
    Gleiches gilt für die Einnahmen. Auch hier sind alle geplanten Einnahmen und vorhandenen Mittel aufzuführen. Wenn Sie beispielsweise eine Projektmanagerstelle bewilligt bekommen, ist die Förderung der Staatskanzlei auf der Einnahmenseite und Lohn- und Lohnnebenkosten auf der Ausgabenseite zur berücksichtigen.
    Eigenleistungen, also unentgeltliche Leistungen (z. B. von den Vereinsmitgliedern geleistete, aber nicht vergütete Arbeitsstunden) sind bitte nicht hier, sondern in der Projektbeschreibung aufzuführen.

    Sofern es bereits Sponsorenverträge, Förderzusagen oder Bewilligungsbescheide für das Projekt gibt, fügen Sie diese bitte als Kopie bei.

    Formblatt De Minimis Beihilfen (79.4 kB)
    Wurden De-minimis-Beihilfen beantragt oder bewilligt, muss dieses Formblatt ausgefüllt werden.
    PDF-Dokument ist nicht barrierefrei.

    Die letzten drei geprüften Jahresabschlüsse des Verbandes / Vereins müssen bei der Antragstellung mit eingereicht werden. Hierbei reicht eine Bestätigung durch den vereinsinternen Prüfer. Eine Prüfung durch professionelle Einrichtungen ist nicht erforderlich.

    Sie können den letzten bestätigten Geschäftsbericht zur inhaltlichen Darstellung mit beilegen. Das gilt auch für Statistik (wenngleich diese eher im Verwendungsnachweis von Nutzen sein werden).

    Eine Kopie der Satzung bzw. des Gesellschaftsvertrages muss dem Antrag beigefügt werden, falls diese der Staatskanzlei in der aktuellen Fassung nicht vorliegen. Gleiches gilt für den Nachweis der Gemeinnützigkeit oder die Auszüge aus dem Vereins- bzw. Handelsregister. Bitte fragen Sie den zuständigen Sachbearbeiter, welche Unterlagen er noch benötigt und welche ihm bereits vorliegen.

    Achtung: Schicken Sie uns keine Unikate oder wertvolle Materialien, da der Freistaat Thüringen im Falle eines Verlustes keine Haftung übernehmen kann.

    VI. Erklärungen

    Die Erklärungen sollten Sie sich ganz genau durchlesen und nur ankreuzen, was für Sie zutrifft.

    Aufgrund haushaltsrechtlicher Bestimmungen können nur Vorhaben gefördert werden, die noch nicht begonnen wurden. Daher muss eine entsprechende Erklärung abgegeben werden.

    Die Bewilligungen für Zuwendungen werden aus haushaltsrechtlichen Gründen in der Regel in den Monaten März bis Juni verschickt. Da die Geschäftsstelle bereits im ersten Halbjahr Ausgaben erzeugt, müssen Sie einen vorzeitigen Maßnahmebeginn beantragen!

    Der Vorsteuerabzug (§ 15 Umsatzsteuergesetz) bezeichnet das Recht eines Unternehmers, die ihm in Rechnung gestellte Umsatzsteuer (= Vorsteuer) mit der von ihm vereinnahmten Umsatzsteuer zu verrechnen. Sofern Sie zum Vorsteuerabzug berechtigt sind, muss im Kosten- und Finanzierungsplan mit Nettopreisen kalkuliert werden.

    Fördermittel können nur an natürliche oder juristische Personen ausgegeben werden, die keine Steuerschulden haben.

    Zur Bearbeitung der Anträge ist eine Speicherung der Daten unerlässlich. Aus datenschutzrechtlichen Gründen muss einer solchen Speicherung vom Betroffenen zugestimmt werden. Außerdem handelt es sich bei den Fördermitteln um Steuergelder. Um deren Verwendung transparent zu gestalten wird ein Kulturförderbericht veröffentlicht. Darin sind auch die Namen der Fördermittelempfänger enthalten. Wenn Sie mit einer Speicherung und Veröffentlichung Ihrer Daten nicht einverstanden sind, kann Ihnen keine Förderung gewährt werden.

    Der Antrag muss von einer dazu ermächtigten Person (z. B. Vereinsvorsitzender) unter Angabe von Ort, Namen und Datum unterzeichnet werden.

    VII. Zustimmung bzw. Bestätigung des Finanzierungsanteils der Kommune

    Die Zustimmung der Kommune ist in folgenden Fällen nicht erforderlich:

    • der Antragsteller ist eine Religionsgemeinschaft 
    • der Antragsteller ist ein überregionaler Projektträger (z. B. Landesarbeitsgemeinschaft, Künstlerverband, selbständige Stiftung)
    • das Projekt hat keinen besonderen lokalen Bezug hat, sondern findet an mehreren Orten in Thüringen statt(z. B. Thüringer Bachwochen)
  • Auch für eine Geschäftsstellenförderung ist ein Sachbericht zu erstellen. Die Angaben sollten analog zu den Angaben im Antrag gemacht werden. Wenn beispielsweise im Antrag von 200 geplanten Veranstaltungen im Förderjahr ausgegangen wurde, ist im Sachbericht aufzuschreiben, wie viele Veranstaltungen tatsächlich durchgeführt wurden. Gegebenenfalls ist zu begründen, warum es mehr oder weniger Veranstaltungen waren.

    Formblatt "Sachbericht"

    Der zahlenmäßige Nachweis einer Geschäftsstelle besteht aus:

    1. dem geprüften Jahresabschluss über den Förderzeitraum

    Der Jahresabschluss muss von einem internen oder externen Prüfer bestätigt werden. Prüfer können beispielsweise Vereinsmitglieder (Rechnungsprüfer), Steuerberater, Wirtschafts- und Unternehmensprüfer oder Rechnungsprüfungsämter sein. Die Art und der Umfang der Prüfung sollen kurz vermerkt sein. Sofern es Prüfberichte gibt, sind diese dem Jahresabschluss beizufügen.

    2. Zusammenfassung aller Einnahmen und Ausgaben des Trägers im Abrechnungszeitraum

    Hiermit ist die im Rahmen der Bewilligung genehmigte Aufstellung (Kosten- und Finanzierungsplan) gemeint. Die Sollwerte sind den Istwerten gegenüberzustellen. Bitte verwenden Sie hierzu das Formblatt „Zusammenfassung“, welches in der Tabelle „Verwendungsnachweis Projektförderung“ enthalten ist, oder ein eigenes Formular, welches aber die gleichen Angaben enthalten muss.
    Auf der Zusammenfassung muss die Erklärung „Hiermit wird bestätigt, dass die Zuwendung wirtschaftlich und sparsam sowie entsprechend dem im Bewilligungsbescheid ausgewiesenen Zuwendungszweck verwendet wurde. Die Richtigkeit der Eintragungen und des Abschlusses wird hiermit bescheinigt.“ von einem berechtigten Vereinsmitglied unterzeichnet und ggf. abgestempelt werden.

    3. Einzelnachweis aller im Rahmen der Geschäftsstellenförderung bezuschussten Ausgaben

    Hiermit ist die Belegliste gemeint. Sie können eine eigene Liste verwenden, oder die Formblätter „Einnahmen“ und „Ausgaben“ verwenden, welche in der Tabelle „Verwendungsnachweis Projektförderung“ enthalten sind. Sofern Sie eigene Listen verwenden, müssen diese die gleichen Angaben enthalten, wie die von der Staatskanzlei bereitgestellten Vordrucke.
    Wichtig ist hier, Empfänger und Grund der Zahlung eindeutig zu benennen. Bitte denken Sie daran, dass die Prüfung in der Staatskanzlei durch Mitarbeiter erfolgt, die das Projekt möglicherweise nicht näher kennen. Ausführliche und deutliche Angaben sind also von Vorteil.

    Die Beleglisten müssen nicht ausgedruckt werden, sondern können auf einem Datenträger (vorzugsweise CD / DVD) vorgelegt werden. Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Daten in einem üblichen Office-Format gespeichert sind.

    Bei einer Geschäftsstellenförderung müssen alle im Bewilligungszeitraum gezahlten Ausgaben aufgeführt werden. Ausgaben, die im Bewilligungszeitraum entstanden sind, aber erst später in Rechnung gestellt worden sind, dürfen nicht mit abgerechnet werden.

    Für die Abrechnung kann das Formblatt "Verwendungsnachweis" verwendet werden.

Kulturstiftung des Freistaats Thüringen

Anträge und Formulare zur Förderungen von kulturell bedeutsamen Projekten erhalten Sie stets aktuell auf der Website der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen: https://www.kulturstiftung-thueringen.de.

Die Kulturstiftung des Freistaats Thüringen hat zum 01.01.2005 ihre Arbeit aufgenommen. Sie ist eine rechtsfähige Stiftung des öffentlichen Rechts mit Sitz in Erfurt. Der Zweck der Stiftung ist die Förderung und Bewahrung von Kunst und Kultur in Thüringen. Ihr obliegt insbesondere die Förderung zeitgenössischer Kunst und Kultur der in Thüringen lebenden Künstlerinnen und Künstler. Dieser Stiftungszweck wird erfüllt durch die Gewährung von Stipendien und die Förderung von Projekten.

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