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Immaterielles Kulturerbe

Immaterielles Kulturerbe bezeichnet gelebte kulturelle Ausdrucksformen, die von Generation zu Generation weiter gegeben werden. Dies umfasst eine Vielfalt, zu der   mündlich überlieferte Traditionen und Ausdrucksweisen gehören,  darstellenden Künste (z.B. Tanz, Theater und Musik), gesellschaftlichen Bräuche, Rituale und Feste, genauso wie Wissen und Bräuche in Bezug auf die Natur und das Universum und traditionelle Handwerkstechniken. Immaterielles Kulturerbe ist lebendig und wird von Wissen, Können und Weitergeben getragen.

Damit dieser kulturelle Reichtum erhalten bleibt, hat die UNESCO das Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes verabschiedet. Mehr als 120 Staaten sind inzwischen der völkerrechtlich verbindlichen Konvention beigetreten. Die UNESCO führt drei Listen, auf denen das immaterielle Kulturerbe weltweit verzeichnet ist. Mit Stand April 2021 sind 549 kulturelle Ausdrucksformen aus allen Weltregionen bei der UNESCO verzeichnet.

Bundesweites Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes

Ein wesentlicher Bestandteil des UNESCO-Übereinkommens ist die Erstellung nationaler Verzeichnisse. Das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes wird in einem mehrstufigen Verfahren in Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Deutscher UNESCO-Kommission erstellt. Seit dem Beitritt Deutschlands zur UNESCO-Konvention 2013 haben insgesamt vier Ausschreibungsrunden stattgefunden. Das Bundesweite Verzeichnis umfasst 125 Einträge (Stand April 2021). Thüringen ist mit vier Einträgen vertreten:

  • Skatspiel aus Altenburg
  • der Eisenacher Sommergewinn
  • die Heiligenstädter Palmsonntagsprozession
  • der Lauschaer Christbaumschmuck

Auswahlverfahren

Das fünfte Auswahlverfahren zum Bundesweiten Verzeichnis Immaterielles Kulturerbe beginnt am 1. April 2021. Bewerbungen können bis zum 30. November 2021 eingereicht werden. An dem mehrstufigen Verfahren sind die Bundesländer, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Auswärtige Amt und die Deutsche UNESCO-Kommission beteiligt. Jedes Bundesland kann insgesamt vier Bewerbungen vorschlagen, die es dann an die Kultusministerkonferenz weiterleitet. Grundlage für die Weiterleitung an die KMK ist in Thüringen die Empfehlung einer Landesjury. Nach den Ländernominierungen erstellt das Sekretariat der Kultusministerkonferenz dann eine Vorschlagsliste, die dem Expertenkomitee bei der Deutschen UNESCO-Kommission zur fachlichen Begutachtung zugeleitet wird. Das Komitee spricht Auswahlempfehlungen für die Aufnahme in das Bundesweite Verzeichnis aus.

Kontakt

Fragen zum Verfahren und Abgabe der Bewerbungen bitte an:

Thüringer Staatskanzlei
Referat 45
Regierungsstraße 73
99084 Erfurt

Dr. Miriam Rieger
Telefon: 0361- 57 3214 821
miriam.rieger@tsk.thueringen.de

Beratung zum Auswahlverfahren

Fachliche Fragen rund um die Bewerbung richten Sie bitte an:

IKE-Beratung an der Volkskundlichen Beratungs- und Dokumentationsstelle für Thüringen
Im Dorfe 63
99448 Hohenfelden

Dr. Juliane Stückrad
Tel: 036450 - 831112
beratung@thüringer-freilichtmuseum-hohenfelden.de

Auftaktveranstaltung zum fünften Auswahlverfahren

Die Volkskundliche Beratungsstelle veranstaltet am 19. April 2021 eine digitale Auftaktveranstaltung:

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