Förderstipendien für musikalisch hochbegabte Kinder und Jugendliche

Im Jahr 2002 wurde ein Stipendiatenprogramm für musikalisch hochbegabte Kinder und Jugendliche ins Leben gerufen. Bis zu 10 Stipendien in Höhe von 150 € monatlich werden für 1 Jahr vergeben. Das Höchstalter der Stipendiaten beträgt in der Regel 18 Jahre. Sie müssen ihren Hauptwohnsitz in Thüringen haben und herausragende Wettbewerbserfolge (z.B. beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert") vorweisen können. Die Entscheidung über die Vergabe von Förderstipendien obliegt einer Jury, bestehend aus Vertretern des Landesmusikrates, des Verbands deutscher Musikschulen, des Musikgymnasiums "Schloss Belvedere", der Hochschule für Musik "Franz Liszt" Weimar und des Deutschen Tonkünstlerverbandes. 

Ziel des Stipendiums ist nicht nur eine finanzielle, sondern auch eine musikalische Förderung. Den Musikern soll die Möglichkeit gegeben werden, noch mehr Erfahrungen zu sammeln, sei es bei internationalen Wettbewerben, bei Konzerten oder Meisterkursen.

Die Ausschreibung der Stipendien erfolgt jeweils im Herbst für das kommende Jahr.

Ausschreibung

Förderstipendium zur Unterstützung von musikalisch hochbegabten Kindern und Jugendlichen im Freistaat Thüringen

Die Thüringer Staatskanzlei fördert im Jahr 2018 wieder besonders hochbegabte Kinder und Jugendliche im Bereich Musik.

Bewerbungsvoraussetzungen für ein Stipendium:

  • Hauptwohnsitz in Thüringen
  • Höchstalter 18 Jahre, höchstens jedoch bis zur Aufnahme eines Musikstudiums
  • herausragende Wettbewerbserfolge (z. B. bei „Jugend musiziert“)

Die Bewerbung muss Angaben zum Antragsteller, eine detaillierte Ausbildungs- und Werdegangsbeschreibung enthalten. Der Bewerbung ist zudem eine Befürwortung des Lehrers beizufügen. Der Antragsteller soll mitteilen, ob er für den beantragten Förderzeitraum ein anderweitiges Stipendium beantragt hat bzw. erhält. Der Bewerbung sind Abdrucke der aktuellen Wettbewerbserfolge anzuhängen. Außerdem ist das Formular „Bewerbung für ein Stipendium zur Förderung von musikalisch hochbegabten Kindern und Jugendlichen im Rahmen der Richtlinie zur Förderung von Kultur und Kunst“ auszufüllen und beizulegen.

Es werden bis zu 10 Stipendien für 1 Jahr vergeben. Die Höhe des Stipendiums beträgt monatlich 150 €. Die Auswahl der Stipendiaten erfolgt durch eine Jury.

Schriftliche Bewerbungen für das Jahr 2018 können bis zum 15.11.2017 (Einsende­schluss) eingereicht werden.

Bewerbungsadresse:

Thüringer Staatskanzlei
Abteilung 4 „Kultur und Kunst“
Regierungsstraße 73
99084 Erfurt

Bewerbungsformular Hochbegabte 2018 (18.8 kB) 
Bewerbungsformular für ein Stipendium zur Förderung von musikalisch hochbegabten Kindern und Jugendlichen im Rahmen der Richtlinie zur Förderung von Kultur und Kunst 

Ausschreibung Hochbegabte 2018 (98.2 kB) 
Förderstipendium zur Unterstützung von musikalisch hochbegabten Kindern und Jugendlichen im Freistaat Thüringen 

Ansprechpartner:

Thüringer Staatskanzlei
Abteilung 4 "Kultur und Kunst"
Regierungsstraße 73
99084 Erfurt
Tel.: 0361 57 321 4773

Landesmusikrat Thüringen
Steubenstraße 15
99423 Weimar
Tel.: 03643 905632

Stipendien für Literatur

Die Ausreichung von Stipendien stellt ein weiteres wichtiges Förderinstrument dar. Seit 1992 gibt es die Förderstipendien für Thüringer Autorinnen und Autoren, seit 2009 das Thüringer Literaturstipendium "Harald Gerlach". Hier sollen individuelle literarische Leistungen, gerade auch von Nachwuchsautoren, honoriert und gefördert werden.

Die Förderstipendien für Thüringer Autorinnen und Autoren sollen es den Schriftstellern ermöglichen, sich über einen bestimmten Zeitraum ausschließlich ihrem literarischen Werk zu widmen. Die Maßstäbe für die Bewilligung der Stipendien sind Originalität der Erzählweise, Eigenständigkeit des Tons und handwerkliche Qualität.

Thüringer Literaturstipendium „Harald Gerlach“

Das Thüringer Literaturstipendium „Harald Gerlach“ wird vom Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei im Rahmen der Autorenförderung vergeben. Es richtet sich an Autorinnen und Autoren, denen die Möglichkeit gegeben werden soll, über einen längeren Zeitraum intensiv an einem aktuellen Vorhaben zu arbeiten. Das Stipendium wird für ein Jahr vergeben und ist mit maximal 12.000 € dotiert, von denen in den Jahren 2009 - 2011 jeweils 2.000 € von dem Schriftsteller Ingo Schulze zur Verfügung gestellt werden.

Das Stipendium ist benannt nach dem Autor Harald Gerlach.

Die Voraussetzungen sind:

  • Ein literarisch hochrangiges Projekt, dessen Texte noch unveröffentlicht sind.
  • Das Projekt lässt sich einer der Kategorien Prosa, Lyrik oder Dramatik zuordnen.
  • Die Bewerberin / der Bewerber muss mindestens eine Buchveröffentlichung vorweisen. 
  • Der ständige Wohnsitz des Autors ist Thüringen oder der Geburtsort liegt in Thüringen oder das Projekt hat einen deutlichen Thüringenbezug.

Das Stipendium beinhaltet:

  • Eine maximale Förderhöhe von 1.000 € pro Monat.
  • Eine maximale Förderdauer von einem Jahr.
  • Das Stipendium ist nicht teilbar.

Die Autorenarbeitsstipendien sind Förderstipendien, die Thüringer Autorinnen und Autoren ermöglichen sollen, über einen gewissen Zeitraum intensiv an einem aktuellen Vorhaben zu arbeiten. Durch die Förderung sollen insbesondere auch junge Schreibende in ihrem künstlerischen Schaffen ermutigt werden.

Das Stipendium wird nach folgendem Verfahren vergeben:

  • Eine Altersgrenze wird nicht festgelegt.
  • Am Anfang ihrer Autorenschaft stehende Autoren werden bevorzugt.
  • Eine unabhängige Jury entscheidet über die Vergabe des Stipendiums.
  • Das Stipendium unterliegt einem Bewerbungsverfahren.
  • Bewerbungen sind bis zum 31. Oktober eines Jahres an folgende Adresse zu richten: Thüringer Staatskanzlei, Abteilung 4 (Kultur und Kunst), Postfach 900253, 99105 Erfurt.

Folgende Unterlagen sind einzureichen

  • Ausgefülltes Bewerbungsformular mit Anlagen
  • Verzeichnis der bisherigen Veröffentlichungen mit Verlagsangabe
  • Angabe über gleichzeitige Stipendien-Anträge bei anderen Stellen
  • Angabe über die Dauer und den Zeitraum des Vorhabens
  • Exposé / Projektbeschreibung von ca. drei Seiten
  • Manuskriptprobe von ca. fünf bis zehn Seiten

Sonstiges

  • Alle Angaben dienen ausschließlich der Antragsbearbeitung. Im Förderungsfall erklärt sich der Stipendiat mit der Bekanntgabe seines Namens durch die Thüringer Staatskanzlei einverstanden.
  • Das Stipendium begründet kein Arbeitsverhältnis.
  • Es besteht kein Anspruch auf die Stellung einer Arbeitsunterkunft.
  • Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung des Werkes durch die Thüringer Staatskanzlei.
  • Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Förderung.

Autorenstipendium

Die Voraussetzungen sind:

  • Ein literarisch anspruchsvolles Projekt, dessen Texte noch unveröffentlicht sind.
  • Das Vorhaben sollte sich durch künstlerische Eigenständigkeit, Authentizität, Kreativität und Originalität auszeichnen.
  • Die Bewerberin / der Bewerber muss über einen ständigen Wohnsitz in Thüringen verfügen.

Ein Stipendium beinhaltet:

  • Eine Förderdauer von zwei bis zu maximal sechs Monaten.
  • Eine Förderhöhe von monatlich bis zu 850 Euro.

Ein Stipendium wird nach folgendem Verfahren vergeben:

  • Eine Altersgrenze wird nicht festgelegt.
  • Eine unabhängige Jury entscheidet über die Vergabe der Stipendien in einem anonymisierten Verfahren.
  • Das Stipendium unterliegt einem Bewerbungsverfahren. Einzureichen sind:
    o ausgefülltes Bewerbungsformular
    o Lebenslauf
    o Bibliographie
    o Beschreibung des schriftstellerischen Vorhabens (bitte ohne Namen und Anschrift)
    o Leseprobe von maximal zehn Seiten Länge aus dem aktuellen Vorhaben (bitte ohne Namen und Anschrift)
  • Bewerbungen sind bis zum 31. Oktober eines Jahres an folgende Adresse zu richten: Thüringer Staatskanzlei, Abteilung 4 (Kultur und Kunst), Postfach 900253, 99105 Erfurt.

Sonstiges

  • Alle Angaben dienen ausschließlich der Antragsbearbeitung. Im Förderungsfall erklärt sich der Stipendiat mit der Bekanntgabe seines Namens durch das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur einverstanden.
  • Das Stipendium begründet kein Arbeitsverhältnis.
  • Es besteht kein Anspruch auf die Stellung einer Arbeitsunterkunft.
  • Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung des Werkes durch die Thüringer Staatskanzlei.
  • Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Förderung.

Jährliche Arbeitsstipendien für Bildende Kunst

Im Jahr 1997 schrieb der Freistaat Thüringen erstmals Arbeitsstipendien für Bildende Künstler aus, seit 2003 gemeinsam mit ART-regio, der Kulturförderung der SV SparkassenVersicherung. Während im ersten Jahr neun, im zweiten sechs Künstlerinnen und Künstler ein Jahresstipendium erhielt, wurden ab 1999 und den Folgejahren vier Stipendiaten ausgewählt. Insgesamt erhielten in den Jahren 1997 bis 2011 39 Künstlerinnen und 28 Künstler ein Arbeitsstipendium.

Durch die Kooperation mit den Mühlhäuser Museen konnten die Stipendiaten 2002 in der Ausstellung „StipVisite“ erstmals öffentlich vorgestellt werden. Von 2006 bis 2009 zeigte der Thüringer Landtag die Arbeitsergebnisse. Seit 2010 finden die Ausstellungen in den Räumen des Neuen Museums in Weimar statt.

Nach 15 Jahren haben sich der Freistaat Thüringen und die Kulturförderung der SV SparkassenVersicherung dazu entschlossen, einen neuen Weg sowohl bei Auswahl der Stipendiaten als auch bei der Gestaltung des Arbeitsstipendiums zu gehen. Ab 2012 werden zwei Jahresstipendien ausgeschrieben, die mit je 10.000 € dotiert sind. Im Folgejahr werden die während des Stipendienjahres entstandenen Werke ausgestellt. Dazu erscheint eine Begleitpublikation.“
Die Auslober des Stipendienprogramms haben sich für ein zweistufiges Verfahren entschieden. Sieben Kunstsachverständige und Kenner der Thüringer Kunstszene werden künftig je eine Künstlerin bzw. einen Künstler für ein Stipendium vorschlagen. Initiative Bewerbungen sind erwünscht und werden berücksichtigt.

Die Kunstsachverständigen sind:

  • Dr. Ulrike Bestgen, Klassik Stiftung Weimar
  • Prof. Norbert Hinterberger, Bauhaus-Universität Weimar
  • Susanne Hinsching, Kunsthaus Meyenburg
  • Susanne Knorr, Städtische Museen Erfurt
  • Holger Saupe, Kunstsammlung Gera
  • Prof. Dr. Kai Uwe Schierz, Kunsthalle Erfurt
  • Erik Stephan, Kunstsammlung Jena

Bildende Künstlerinnen und Künstler reichen bis zum 15. Oktober des Vorjahres eine Bewerbung beim TMBWK ein, in deren Mittelpunkt ein Arbeitskonzept steht.

Aus den vorliegenden Bewerbungen wählt der Fachbeirat für Bildende Kunst die beiden Stipendiaten aus. 

Auslandsstipendien der Bundesrepublik Deutschland

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien bietet in Deutschland lebenden, hochbegabten Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit, sich durch Studienaufenthalte im Ausland weiter zu entwickeln.

Die Villa Massimo in Rom, die Casa Baldi in Olevano, das Deutsche Studienzentrum in Venedig und die Cité Internationale des Arts in Paris bieten Künstlern ausgezeichnete Arbeits- und Studienbedingungen. Vorrangig sollten sich jüngere, in ihrer künstlerischen Entwicklung noch offene Künstlerinnen und Künstler der Kunstsparten Bildende Kunst, Architektur, Literatur (außer Cité Internationale des Arts) und Musik (Komposition) für den Studienaufenthalt und das damit verbundene Stipendium bewerben. Voraussetzung ist, dass die Künstler und Künstlerinnen in ihrer Kunstsparte bereits öffentliche Anerkennung gefunden haben. Sie müssen deutsche Staatsangehörige sein oder zum Zeitpunkt der Bewerbung seit mindestens zwei Jahren den ersten Wohnsitz und ihren Schaffensmittelpunkt in Thüringen haben. Es werden Grundkenntnisse der italienischen bzw. französischen Sprache bei Antritt des Stipendiums vorausgesetzt. Bewerbungen von Studierenden sind ausgeschlossen.

Die Studienaufenthalte mit Präsenzpflicht dauern in der Villa Massimo in Rom zwölf Monate, in der Casa Baldi in Olevano drei bis sechs Monate, im Studienzentrum Venedig von einem Monat bis zu 2 Jahren und in der Cité Internationale des Arts in Paris sechs Monate. Die Auswahl der Bewerber im Bereich Bildende Kunst erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. Nach einer Vorauswahl in den jeweiligen Ländern erfolgt die Benennung der Stipendiaten durch eine von der Kulturstiftung der Länder berufenen Jury im Juni 2008 in Berlin. In allen anderen Sparten entscheidet die Jury der Kulturstiftung.

Interessierte Künstlerinnen und Künstler erhalten weitere Informationen sowie Antragsformulare über die Seiten des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien:

www.bundesregierung.de

Interessierte Künstlerinnen und Künstler aus dem Freistaat können bis zum 15. Januar des Vorjahres einen Antrag für einen der Stipendienaufenthalte beim Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Werner-Seelenbinder-Straße 7, 99096 Erfurt stellen.

Kulturstiftung des Freistaats Thüringen

Anträge und Formulare zur Förderungen von kulturell bedeutsamen Projekten erhalten Sie stets aktuell auf der Website der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen: https://www.kulturstiftung-thueringen.de.

Die Kulturstiftung des Freistaats Thüringen hat zum 01.01.2005 ihre Arbeit aufgenommen. Sie ist eine rechtsfähige Stiftung des öffentlichen Rechts mit Sitz in Erfurt. Der Zweck der Stiftung ist die Förderung und Bewahrung von Kunst und Kultur in Thüringen. Ihr obliegt insbesondere die Förderung zeitgenössischer Kunst und Kultur der in Thüringen lebenden Künstlerinnen und Künstler. Dieser Stiftungszweck wird erfüllt durch die Gewährung von Stipendien und die Förderung von Projekten.

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