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Kontaktstelle für Betroffene und deren Angehörige von Terroranschlägen und Amoktaten

Blumenstrauß und Gedenktext vor der Gutenberg-Schule in Erfurt

Hilfe in einer besonders schwierigen Lebenslage

Terroranschläge und Amoktaten treffen uns immer unvorbereitet. Dennoch ist die Soforthilfe innerhalb der ersten 12 bis 24 Stunden (Akutphase) auch bei uns in Thüringen in guten Händen. Die Hilfe von Rettungskräften und Polizei beginnt direkt am Ereignisort. Je nach Lage ist dort neben der medizinischen Erstversorgung auch eine psychosoziale Notbetreuung gewährleistet.

Die traurigen Erfahrungen mit schrecklichen Gewalttaten in der Vergangenheit zeigen aber, dass wir nach der Akutphase Anlaufstellen brauchen, die sich unabhängig von Zuständigkeitsfragen pragmatisch um die Anliegen der Opfer und anderer Betroffener von Terror- und Amoktaten kümmern. Genau das ist unser Ziel als Kontaktstelle. Wir sehen es als unsere Verantwortung, dass weder Opfer noch andere Betroffene auf sich alleine gestellt bleiben.

Hilfe, die hoffentlich niemand benötigt, aber es ist sicherlich gut zu wissen, dass es sie gibt.

In welchen Fällen ist die Kontaktstelle in Thüringen zuständig?

Wir sind für Opfer und andere Betroffene da, wenn

  • der Terroranschlag oder die Amoktat sich in Thüringen ereignet hat und
  • wenn Sie in Thüringen leben und die Tat sich in einem anderen Bundesland oder im Ausland ereignet hat.

Wie erreicht man uns?

Kontaktstelle für Betroffene und deren Angehörige von Terroranschlägen und Amoktaten

Thüringer Staatskanzlei
Regierungsstraße 73, 99084 Erfurt
Tel: +49 (361) 57-3211150
Fax: +49 (361) 57-1211015
Buergeranliegen@tsk.thueringen.de

Wichtig:

Bei Terroranschlägen in anderen Bundesländern oder wenn mehrere Bundesländer betroffen sind, finden Sie Anlaufstellen und Hinweise unter www.hilfe-info.de.

Bei Terroranschlägen im Ausland wird immer die Koordinierungsstelle Nachsorge, Opfer- und Angehörigenhilfe (NOAH) beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bereits tätig sein.

Telefon: +49 (0) 22899 550-2444 oder kostenfrei: 0800 1888 433 (nur aus Deutschland erreichbar)

 

Wer kann sich an uns wenden?

Betroffene und deren Angehörige. 

Betroffene sind für uns alle Menschen, deren physische oder psychische Integrität mittelbar oder unmittelbar durch die Tat beeinträchtigt ist.

Betroffene eines terroristischen Anschlags oder der Amoktat sind also sowohl unmittelbar verletzte oder geschädigte Opfer als auch Ersthelfer, Vermissende oder andere Menschen (z.B. Passanten), die mit dem Erlebten nicht zurechtkommen. 

Wichtig ist für uns aber auch, dass sich Angehörige und alle anderen Menschen an uns wenden können, die in besonderer und enger persönlicher Bindung zu einem Opfer stehen oder - im schlimmsten Fall - zu einem getöteten Menschen standen.

Wie können wir helfen?

Die Kontaktstelle hilft Opfern und anderen Betroffenen vor allem beim Auffinden der richtigen Ansprechpersonen in Behörden und anderen Stellen. Sie wird immer auch ein Ort sein, an dem man zuhört, wenn sich das eigene Leben durch sinnlose Gewalt völlig unvorbereitet verändert.

Wir übernehmen eine Lotsenfunktion, wenn es etwa um finanzielle Soforthilfen, Entschädigungsleistungen, psychosoziale Betreuung, die Suche nach nach einer geeigneten Reha-Einrichtung oder Fragen zur rechtlichen Beratung geht.

Es geht also zum Beispiel um

  • die Klärung von Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten von Behörden und anderen Stellen,
  • Informationen über medizinische und psychosoziale Versorgung und die Unterstützung bei Kontaktaufnahmen, 
  • Informationen über mögliche finanzielle Soforthilfen und Entschädigungsansprüche sowie die Herstellung von Kontakten und Begleitung bei Terminen,
  • Hilfe und Hilfsvermittlung bei Antragstellungen,
  • Vermittlung von Kontakten zu anderen Betroffenen oder
  • die Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung von Angehörigentreffen, Gedenkfeiern oder der Einrichtung von Gedenkorten.

Wann werden wir tätig?

Wir werden tätig

  • auf Bitten von Stellen, die in der Akutphase für Opfer und andere Betroffenen tätig waren, 
  • auf Hinweise von Menschen, die sich für Opfer und Betroffene engagieren und
  • vor allem, wenn Sie sich als Opfer, als Angehörige und sonst Betroffene an uns wenden. 

Wir sind so lange für Sie da, wie Sie unsere Hilfe in Anspruch nehmen möchten.

Wer kann auch helfen?

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