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Sonderabspielförderung für Thüringer Kino-Betriebsstätten / Erste Bescheide ausgereicht

108/2020
Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

„Ich freue mich, dass wir mit einem Sonderförderprogramm den Kinos in Thüringen in der schwierigen Corona-Zeit helfen und zugleich das filmkulturelle Angebot in Thüringen stärken können“, erklärt Medienstaatssekretär Malte Krückels anlässlich der Ausreichung der ersten Bescheide. Das Programm ist zum 1. September gestartet und bietet bis Ende Dezember 2020 eine Sonderabspielförderung an. „Dass in den ersten drei Wochen seit Start bereits 14 Anträge mit einem Antragsvolumen von rund 300.000 Euro (Stand: 21.09.2020) eingegangen sind, zeigt: Die Förderung wird gut angenommen, und die Hilfen werden dringend benötigt“, so Krückels. „Mein besonderer Dank gilt den Mitgliedern des Auswahlgremiums, die sich kurzfristig und ehrenamtlich bereit erklärt hatten, mitzuhelfen.“

Hintergrund: in Thüringen gibt es rund 40 Kinos und Kinoclubs. Aufgrund der geltenden Hygienevorschriften und Abstandsvorgaben können Kinobetreiber derzeit maximal ein Drittel ihres Sitzplatzangebots nutzen. Verschärfend kommt hinzu, dass Filmverleiher aufgrund der eingeschränkten Platzkapazitäten nur wenige neue Filme in den Kinos starten lassen, was das Filmangebot zusätzlich schmälert. Die Thüringer Staatskanzlei bietet angesichts der fortdauernden Corona-Einschränkungen mit den negativen Auswirkungen auf die Thüringer Kinos – nach Soforthilfe (März bis Mai) und Überbrückungshilfe (Juni bis August) – nun für den Zeitraum September bis Dezember 2020 eine Sonderabspielförderung für Thüringer Kino-Betriebsstätten an. Dazu hat ein externes Auswahlgremium einen Katalog von Filmen zusammengestellt, für deren Vorführung Thüringer Kinos eine Förderung beantragen können.

Voraussetzung für die Aufnahme eines Films in die Filmliste war eine vorangegangene Förderung des vorgeschlagenen Films durch die Mitteldeutsche Medienförderung und/oder durch die kulturelle Filmförderung der Thüringer Staatskanzlei. Als zusätzlicher Pluspunkt galt ein enger Bezug des Films zu Thüringen (Drehort, Handlungsort etc.).

Im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel wird das Abspiel mit einem Fixkostenzuschuss und einer Pauschale je Sitzplatz gefördert. Nähere Informationen sowie Antragsformulare und die Filmliste sind zu finden unter: https://www.staatskanzlei-thueringen.de/arbeitsfelder/medien/medienwirtschaft-und-standortfoerderung/

Dem Auswahlgremium gehörten renommierte Kinobetreiber, Filmproduzenten, Förderer und Kreative aus Thüringen an:

Margret Albers, Kinderfilmexpertin, Präsidentin European Children’s Film Association, Erfurt/Leverkusen
Petra Beltz, Geschäftsführerin Kinoklub Hirschlachufer, Erfurt
Anne Zohra Berrached, Regisseurin, Erfurt/Berlin
Edgar Hartung, Kinobetreiber, Weimar
Nicola Jones, Geschäftsführer Deutsche Kindermedienstiftung Goldener Spatz, Erfurt
Ingelore König, Geschäftsführerin Kinderfilm GmbH; Vorsitzende Mitteldeutscher Film- und Fernsehproduzentenverband (MFFV), Erfurt
Marcel Lenz, Filmproduzent Ostlicht Filmproduktion, Weimar
Johannes Selle, Landesbeauftragter Thüringen der Mitteldeutsche Medienförderung (MDM), Nordhausen/Leipzig

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