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Gemeinsame Medieninformation der Thüringer Staatskanzlei und des Museumsverbandes Thüringen e.V. Museen und Kultureinrichtungen müssen sich auf schwierige Energiesituation vorbereiten

122/2022
Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

Von der drohenden Gas- und Energiekrise und den steigenden Energiepreisen sind auch Kultureinrichtungen sowie Akteurinnen und Akteure im Kulturbereich betroffen. Angesichts der sich abzeichnenden weitreichenden Auswirkungen des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine kann es zu Engpässen in der Energieversorgung kommen, die auch den Kulturbereich betreffen. Auch wenn die Gasspeicher in Deutschland derzeit dem geplanten Speicherziel nahe sind, muss dennoch mit einer deutlichen Reduktion des verfügbaren Energieträgers Gas gerechnet werden. Die Situation ist historisch einzigartig. Daher sind auch Kultureinrichtungen aufgerufen, Energie zu sparen und angehalten, zeitnah Krisenpläne zu erarbeiten.

Thüringens Kulturminister Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff ruft alle Kultureinrichtungen dingend auf, bereits jetzt deutliche Energieeinsparungen vorzunehmen und mit ihren Trägern Vorkehrungen für Energieunterbrechungen und Notfallpläne zu entwickeln. „Nachdem die Corona-Krise den Kulturbetrieb weitgehend zum Erliegen und viele Kreative in existenzielle Notlagen gebracht hat, drohen mit steigenden Energiepreisen neue Herausforderungen für unsere Thüringer Kultureinrichtungen. Auch sie sind gefordert, einen spürbaren Beitrag für eine Reduzierung des Energieverbrauchs zu leisten, ohne das von ihnen bewahrte, wertvolle Kulturgut zu gefährden. Ziel ist auch in Energiemangelsituationen ein kulturelles Grundangebot möglichst lange – auch mit etwaigen Einschränkungen – aufrecht zu erhalten.“

„Es ist wichtig, dass alle Thüringer Museen die möglichen Folgen einer Energieknappheit ernst nehmen. Dafür hat der Museumsverband in enger Abstimmung mit der Thüringer Staatskanzlei Handlungsempfehlungen für seine Mitglieder erarbeitet, die als Leitfaden für die nächsten Schritte dienen sollen. Wir hoffen sehr, dass ein Notfallszenario gar nicht erst eintritt, bitten aber alle Mitglieder, sich auf diesen Fall gründlich vorzubereiten. Nur so können wir in Abstimmung mit den jeweiligen Trägern der Museen gemeinsam dafür sorgen, dass unsere Kulturschätze vor bleibenden Schäden bewahrt werden“, erklärt Franziska Zschäck, Vizepräsidentin des Museumsverbandes Thüringen.

Die Handlungsempfehlungen des Museumsverbands sollen den Museen in Thüringen eine Hilfestellung an die Hand geben, über die drohenden Szenarien nachzudenken, mit ihren Trägern ins Gespräch zu kommen und bereits frühzeitig Maßnahmen für den Ernstfall festzulegen. Ähnliche Handlungshilfen werden auch in anderen Kulturbereichen entwickelt.

Die Handlungshilfen des Museumsverbandes finden Sie hier

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