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Ministerpräsident Bodo Ramelow ehrt verdiente Bürgerinnen und Bürger mit dem Thüringer Verdienstorden

125/2020
Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

Seit 20 Jahren wird der Thüringer Verdienstorden, die höchste Anerkennung, die unser Land für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht, verliehen. Eine große Jubiläumsveranstaltung war am 4. November geplant, auf der Ministerpräsident Bodo Ramelow – im Beisein vieler Trägerinnen und Träger des Thüringer Verdienstordens – elf verdiente Bürgerinnen und Bürger ehren wollte. Nun, aufgrund der Corona-Pandemie, kann er die Orden nur in einem sehr kleinen Kreis überreichen. Ramelow sagt vorab: „Ordensverleihungen gehören zu den schönsten Momenten, die ich als Ministerpräsident in der Thüringer Staatskanzlei erlebe. Es war und ist mir wichtig, dass wir auch in der aktuellen Situation den zu Ehrenden einen würdigen Festakt ausrichten – wenn auch mit großen Einschränkungen. Mit aufrichtigem Dank und großer Anerkennung verleihe ich den Thüringer Verdienstorden an: Kristine Glatzel, Jutta Penndorf, Elsa-Ulrike Ross, Dr. Volker Düssel, Prof. Dr. Rainer Eckert, Prof. Dr. Manfred Fischer, Dr. Hermann Knauer, Prof. Dr. Rainer Knauf, Prof. Dr. Volkhard Knigge, Dr. Burkhardt Kolbmüller und Günter Pappenheim. Sie sind ein Beispiel für so viel Gutes in unserem Land. Sie sind Vorbilder, denen hoffentlich noch viele andere folgen mögen.“

Termin: Mittwoch, 4. November 2020, 15 Uhr
Ort: Haus Dacheröden, Anger 37, 99084 Erfurt

Die Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind zu der Veranstaltung herzlich eingeladen. Allerdings ist nur eine sehr begrenzte Teilnahme (max. 3 Personen) und nach Anmeldung bis Montag, 2. November, 16 Uhr, möglich: katrin.baessler@tsk.thueringen.de.

Vor allem die Kolleginnen und Kollegen der Printmedien weisen wir darauf hin, dass wir unmittelbar nach der Veranstaltung Fotos zur freien Verwendung bereitstellen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Bernd Edelmann (bernd.edelmann@tsk.thueringen.de bzw. 0361-57 3211410).

 

In den Laudationes heißt es:

In den Jahren von 2008 bis 2019 war Dr. Volker Düssel als ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender der Thüringer Ehrenamtsstiftung tätig. In dieser Zeit initiierte er zahlreiche Projekte, die das bürgerschaftliche Engagement im Freistaat Thüringen in seiner ganzen Breite förderten und stärkten. Insbesondere war es ihm ein wichtiges Anliegen, die Bedeutung ehrenamtlicher Arbeit für die Lebensqualität der Thüringer Bürgerinnen und Bürger noch stärker sichtbar zu machen. So rückten der Thüringer Stiftungstag, der Thüringer Engagement-Preis und der Thüringer Freiwilligentag herausragende gemeinnützige Projekte in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Darüber hinaus setzte er wesentliche inhaltliche Schwerpunkte, indem er Projekte zu relevanten Themen wie die Förderung von Engagement in ländlichen Räumen, in der Pflege und in der Integration von Menschen mit Fluchtgeschichte auf den Weg brachte. Dass die Thüringer Ehrenamtsstiftung einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Gemeinwohls leistet, ist auch dem außerordentlichen Engagement von Dr. Volker Düssel zu verdanken.

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Prof. Rainer Eckert setzte sich in herausragender Weise für die Gedenkstättenlandschaft in Thüringen und insbesondere für die Profilierung der Erfurter „Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße“ ein. Die Erforschung der DDR-Geschichte, insbesondere von Opposition und Widerstand zwischen 1945 und 1989, bildete einen zentralen Schwerpunkt der wissenschaftlichen Arbeit des international renommierten Historikers. Im Ehrenamt gehörte er über viele Jahre verschiedenen Gremien an, die die Entwicklung einer vielfältigen und dezentralen Aufarbeitungslandschaft in Thüringen wissenschaftlich begleiteten. So war er Mitglied der Historiker-Kommission, die eine Landesförderkonzeption für Gedenkstätten und Lernorte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Thüringen vorlegte. Darüber hinaus gehörte er der Arbeitsgruppe an, die die konzeptionelle Entwicklung der „Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße“ verantwortete. Prof. Rainer Eckert prägte in entscheidender Weise mit seiner Expertise die Dauerausstellung des historischen Lernorts, der sich innerhalb weniger Jahre zu einem vielbesuchten und international anerkannten Museum sowie zu einem interkulturellen Lernort entwickelt hat.

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Prof. Dr. Manfred Fischer erwarb sich durch sein herausragendes Engagement für den Erhalt unseres Bauerbes bleibende Verdienste. Beinahe zwei Jahrzehnte arbeitete der Kunsthistoriker und Denkmalpfleger als ehrenamtlicher Vorsitzender des Sachverständigen Beirats der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten. Als sowohl wissenschaftlich anerkannter Kunstexperte als auch praxiserprobter Konservator brachte Prof. Dr. Manfred Fischer, stets um pragmatische Lösungen bemüht und zwischen unterschiedlichen Positionen vermittelnd, seinen großen Erfahrungsschatz in Erhaltung, Erforschung und Vermittlung des historischen Bauerbes gewinnbringend für die Thüringer Kulturlandschaft ein. Mit seiner Überzeugung, dass eine sinnvolle Nutzung den besten Schutz für Denkmalensembles darstellt, und seinem Werben für alternative Wege prägte er die Arbeit der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten entscheidend. Insbesondere sein Engagement für gefährdete Denkmale, zum Beispiel für das Schloss Reinhardsbrunn, machte der Öffentlichkeit deutlich, welch große identitätsstiftende Kraft unserem historischen Bauerbe innewohnt.

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Kristine Glatzel erwarb sich große Verdienste um die Schlösser- und Burgenlandschaft in Mitteldeutschland und insbesondere um die Rettung von Schloss Schwarzburg. Im Jahr 1996 gehörte die Kunsthistorikerin zu den Gründungsmitgliedern des Fördervereins Schloss Schwarzburg - Denkort der Demokratie e. V., der sich mit ganzer Kraft gegen den drohenden Verfall des Denkmalensembles stemmte. Über viele Jahre führte sie den Verein als ehrenamtliche Vorsitzende und konnte ein breites, bürgerschaftliches Bündnis zu dessen Rettung schmieden sowie erhebliche Spendenmittel einwerben, die in die Sanierung des für unsere Demokratiegeschichte so wichtigen historischen Bauwerks einflossen. Mit einer großzügigen Spende gab der Verein 2007 den Anstoß zur Notsicherung des Zeughauses, das nach aufwändiger Sanierung seit Mai 2018 der Öffentlichkeit wieder zugänglich ist. Darüber hinaus wurden unter ihrem Vorsitz weitere Projekte ins Leben gerufen, die dieses Bauwerk und die an ihm erfahrbaren Brüche der deutschen Geschichte in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken. Ohne das langjährige, beharrliche und sachverständige Wirken von Kristine Glatzel als Vorsitzende des Fördervereins wäre die Rettung von Schloss Schwarzburg in letzter Minute nicht möglich gewesen.

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Dr. Hermann Knauer gebührt für seine außergewöhnliche Tatkraft, seinen Einsatz für den Wirtschaftsstandort Neuhaus am Rennweg sowie seine vielfältige Unterstützung ehrenamtlichen Engagements im Südthüringer Raum große Anerkennung. Mit großem Mut zum Risiko baute er nach der Wiedervereinigung ein familienfreundliches Unternehmen auf, das zahlreichen von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen, insbesondere Frauen, eine Perspektive in Südthüringen bot. In beinahe drei Jahrzehnten entwickelte sich dieses Unternehmen zu einem erfolgreich auf dem Weltmarkt agierenden Spezialisten für innovative Lösungen zur Hochtemperaturbeschichtung von Glaskörpern. Mit seiner Produktpalette setzt das Unternehmen nicht nur die lange Tradition der Glasherstellung im Thüringer Wald erfolgreich fort, sondern trägt auch entscheidend dazu bei, dass Südthüringen wirtschaftlich so erfolgreich wie nie zuvor ist. Darüber hinaus war und ist es Dr. Hermann Knauer ein Herzensanliegen, junge Menschen durch gute Ausbildungs- und Berufschancen in der Region zu halten oder neu zu gewinnen. Auch seine tatkräftige Unterstützung zahlreicher Vereine, Verbände und Schulen in seiner Heimat sind beispielgebend.

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Für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement in der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG), der größten Wasserrettungsorganisation der Welt, wird Prof. Rainer Knauf mit dem Thüringer Verdienstorden ausgezeichnet. Seit 25 Jahren leitet er den Erfurter Stadtverband der DLRG und wirkt darüber hinaus im Vorstand des Landesverbands der DLRG Thüringen mit. In dieser Zeit leistet er einen großen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit im Schwimm- und Wassersport unseres Freistaats. Besondere Aufmerksamkeit widmet er der Nachwuchsgewinnung und -ausbildung, damit auch in Zukunft das Freizeitvergnügen vieler Menschen an Küsten und Binnengewässern sowie in Schwimmbädern abgesichert werden kann. Neben seiner Tätigkeit als Schwimmlehrer, Trainer und Ausbilder für Rettungsschwimmerinnen und -schwimmer verhilft er Bürgerinnen und Bürgern auch durch die Erste-Hilfe- und Sanitätsausbildung zu mehr Sicherheit im Alltag. Aufgrund seiner breiten Qualifikation wirkt Prof. Rainer Knauf im Sanitätsbetreuungszug der Landeshauptstadt Erfurt im Bereich der Betreuung aktiv mit und war bei zahlreichen Hochwassereinsätzen ein ebenso umsichtiger wie zupackender Katastrophenschutzhelfer.

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Der Name von Professor Dr. Volkhard Knigge ist und bleibt für immer mit der „Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora“ eng verbunden. Von 1994 bis April 2020 leitete er die „Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora“ für das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora sowie für das Speziallager Nr. 2 Buchenwald bei Weimar. Bei der Neuausrichtung der Gedenkstätten und für die Erinnerungskultur der jüngeren deutschen Geschichte überhaupt hat Professor Knigge Pionierarbeit geleistet.

Professor Knigge hat das einst erinnerungspolitisch verzerrte Geschichtsbild wissenschaftlich erforscht, wodurch alle Opfergruppen mit der historisch und ethisch angemessenen Gewichtung der Erinnerung bedacht werden. Eine Aufgabe, die Professor Knigge mit seiner Expertise als Historiker und Geschichtsdidaktiker für diese multipel belasteten Orte in den Bereichen Forschung, Bewahrung und Vermittlung hervorragend gelungen ist.

Professor Knigge setzte sich in herausragender Weise für die Erinnerungskultur der ihm als Stiftungsdirektor anvertrauten Orte ein und prägte diese beispielgebend. Die „Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora“ gilt neben dem „Anne Frank Haus“ in Amsterdam europaweit als einzige Institution, die historisch fundierte Menschenrechtsbildung leistet. Dies ist vor allem Professor Knigges langjährigem und überaus großartigem Wirken zu verdanken.

Die permanente Auseinandersetzung mit rechtsgerichteten und den Holocaust leugnenden Strömungen stellt die Stiftung immer wieder vor Herausforderungen. Professor Dr. Volkhard Knigge hat sich durch seine klare Haltung und seine Worte stets deutlich positioniert. Er ist ein großes Vorbild für Völkerverständigung und Weltoffenheit. Der Freistaat Thüringen hat ihm viel zu verdanken.

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Dr. Burkhardt Kolbmüller gehört zu den wichtigsten Vordenkern der Entwicklung des ländlichen Raums in Thüringen und hat dieses Thema in vielfältiger Weise und mit großem Einsatz befördert. Er war unter den Mitbegründern des Heimatbundes Thüringen e.V., dessen Aufgabe der Verband darin sieht, die Kulturlandschaften Thüringens zu erhalten und zukunftsfähig zu gestalten. Seit seiner Gründung im Jahr 1993 leitet er den Heimatbund als Vorstandsvorsitzender und hat dessen Struktur und Geschäftsstelle mit außerordentlichem Engagement aufgebaut. Er ist Initiator und Ideengeber vieler Projekte, Tagungen und Publikationen, die zur aktiven Mitgestaltung der eigenen Heimat anregen wollen. Darüber hinaus widmet sich Dr. Kolbmüller der Pflege von Streuobstwiesen und rückt die Bedeutung des Streuobstbaus für Landschaftspflege und Naturschutz, als Kulturgut und als Erwerbszweig sowie für Naherholung und Tourismus in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Mit großem Erfolg setzt er sich für zahlreiche Initiativen zur Belebung des Schwarzatals ein und gewinnt über eine aktive Netzwerkarbeit viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter für seine Ideen. Als Initiator, Motor und Ideengeber für eine nachhaltige und zukunftsweisende Entwicklung im ländlichen Raum erwarb sich Dr. Burkhardt Kolbmüller außerordentliche Verdienste um den Freistaat Thüringen.

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Mit der Verleihung des Thüringer Verdienstordens an Günter Pappenheim soll sein Engagement für seine Widerstandsleistung gegen das NS-Regime und sein herausragendes ehrenamtliches Engagement als Zeitzeuge gewürdigt werden.

Günter Pappenheim hat im Dritten Reich mutig und menschlich gehandelt und dafür einen hohen Preis gezahlt. Von Oktober 1943 bis zur Befreiung im April 1945 war er aufgrund seines Widerstandes Häftling im KZ Buchenwald. In dieser Zeit war er im Arbeitslager eingesetzt und zeigte erneut seinen Widerstand gegen das Dritte Reich in dem er zusammen mit Mithäftlingen Teile von Gewehren manipulierte, um diese untauglich zu machen. Diesem Mut begegnen wir mit großem Respekt und voller Hochachtung.

Der Schwur von Buchenwald, den er am 19. April 1945 mit seinen Kameraden auf dem Appellplatz des befreiten KZ leistete, wurde für ihn, wie er immer wieder hervorhebt, „Kompass für sein weiteres Leben“. Günter Pappenheim war stets bestrebt, aktiv – insbesondere den nachfolgenden Generationen – seine Erfahrungen zu vermitteln.

Heute berichtet er als Zeitzeuge nachfolgenden Generationen von der Barbarei, dem Völkermord und den Verbrechen der Nazis gegen die Menschlichkeit. Getreu dem Schwur von Buchenwald, dem die „Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln“ und den „Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit“ inhärent sind, setzt sich Günter Pappenheim zeitlebens aktiv für Aufarbeitung und Erinnerungskultur ein. Besonders engagiert sich Günter Pappenheim für die Belange der Sinti und Roma und eine gleichberechtigte Teilhabe in deren Heimatländern.

Es ist unter anderem Günter Pappenheims Verdienst, dass das Vermächtnis der NS-Opfer als Verantwortung für die Zukunft erhalten bleibt, um daraus Lehren für die Zukunft zu ziehen und für Werte wie Solidarität, Freiheit und Menschlichkeit einzutreten.

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Für ihr außergewöhnliches Engagement für die Bildende Kunst wird Jutta Penndorf mit dem Thüringer Verdienstorden geehrt. Der renommierten Kunsthistorikerin und langjährigen Direktorin des Lindenau-Museums verdanken die Stadt Altenburg und das Land Thüringen zahlreiche Impulse für Kunstszene und Museumslandschaft. Als Mitglied verschiedener kultureller Gremien und Vereinigungen setzte und setzt sie sich dafür ein, Museen als Orte des Wissens und der Bildung sowie als wichtige Arbeitsumgebung und Inspirationsquelle für Kunstschaffende zu stärken. Ihr ehrenamtliches Engagement prägt die Idee, der Stadt Altenburg durch Begegnungen mit hochkarätiger Kunst der Vergangenheit und Gegenwart neue Entwicklungsperspektiven zu eröffnen. Darüber hinaus war und ist es ihr ein wichtiges Anliegen, das Erbe des Künstlers Gerhard Altenbourg zu bewahren und einem großen Publikum zugänglich zu machen. Neben ihrem Engagement in der Gerhard Altenbourg Gesellschaft setzt sie sich in mehreren Initiativen und als Mitglied des Stadtrats für die Bewahrung der außergewöhnlichen Bausubstanz Altenburgs ein. Ihr jahrzehntewährendes Bestreben, Menschen für das kulturelle Erbe zu begeistern und die kulturelle Vielfalt des Landes weiterzuentwickeln, stärkte die Basis kreativen Schaffens im Freistaat Thüringen in erheblichem Maße.

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Elsa-Ulrike Ross hat sich in herausragender Weise um die Erinnerungskultur in Thüringen verdient gemacht. Die Gründung der Pfarrer-Paul-Schneider-Gesellschaft e.V. geht auf die Initiative von Elsa-Ulrike Ross zurück. Seit ihrer Gründung im Jahr 1997 setzt sich die Gesellschaft für die Bewahrung des geistigen und geistlichen Erbes des Predigers von Buchenwald ein. Unter dem Vorsitz von Elsa-Ulrike Ross begleitet die Gesellschaft wissenschaftliche Veröffentlichungen, führt Schülerinnen und Schüler an das Thema Kirche im Nationalsozialismus heran und hat eine oft gezeigte Wanderausstellung zu Paul Schneider mit dem Titel „Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen“ erarbeitet. Darüber hinaus hält Elsa-Ulrike Ross in zahlreichen Veranstaltungen und Gottesdiensten, Tagungen und Seminaren die Erinnerung an Paul Schneiders Wirken und dessen konsequente Ablehnung der nationalsozialistischen Ideologie wach. Ziel ihres facettenreichen Engagements ist es, das Andenken an die Zivilcourage von Paul Schneider zu bewahren, damit sie auch in der Gegenwart wirksam werden kann. Für die Verknüpfung von historischer Aufarbeitung und heutiger Verantwortung wird Elsa-Ulrike Ross mit der höchsten Auszeichnung des Freistaats Thüringen geehrt.

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