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Ministerpräsident und Chef der Staatskanzlei bei der Festveranstaltung anlässlich 20 Jahre Thüringen-Monitor

145/2021
Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

Im April dieses Jahres ist der 20. Thüringen-Monitor vorgestellt worden. Anlässlich dieses Jubiläums richtet die Friedrich-Schiller-Universität in Jena am 7. und 8. Oktober ein wissenschaftliches Symposium zum Thema „Politische Kultur in den Regionen der Bundesrepublik: Länder-Monitore im Vergleich“ aus. Ministerpräsident Bodo Ramelow wird bei der öffentlichen Festveranstaltung am Donnerstag ein Grußwort halten. Im Anschluss findet eine Podiumsdiskussion über die gesellschaftliche und politische Bedeutung der Thüringer Länderstudie statt, an der der Chef der Staatskanzlei, Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, teilnehmen wird.

Ministerpräsident Ramelow sagt vorab: „Ausgangspunkt des ersten Monitors war der abscheuliche antisemitische Anschlag auf die Erfurter Synagoge. Es ist und bleibt das Verdienst des vormaligen Ministerpräsidenten Bernhard Vogel, auf diesen rechtsextremen Anschlag durch sozialwissenschaftliche Ursachenforschung reagiert zu haben. Analyse statt Kurzschlusshandlungen. Das ist und bleibt der richtige Weg, dem auch ich mich verpflichtet fühle. Ich danke all denen, die in den letzten 20 Jahren an diesem Projekt beteiligt waren. Mit dem Thüringen-Monitor haben sie einen Seismographen geschaffen, der Erschütterungen im Fundament unserer Demokratie zuverlässig erkennt. Er bleibt unverzichtbar und doch wird dieses Instrument allein nicht ausreichen. Aus Analysen müssen Schlüsse gezogen werden. Die Erkenntnisse sind Wegweiser und Antrieb für Weichenstellungen, die politisch und gesellschaftlich nachvollzogen werden müssen. Dazu gehört z.B. das Landesprogramm „Denk bunt“ oder das Antisemitismus-Monitoring des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ). Ich erwarte mit großem Interesse die Ergebnisse des 21. Thüringen-Monitors, unter dem Titel ‚Demokratie in der Pandemie‘.“

„Thüringen hat mit dieser repräsentativen Langzeitstudie zur Politischen Kultur Pionierarbeit geleistet. Durch die Dauer der Langzeitstudie, aber auch durch die stetige methodische und konzeptionelle Weiterentwicklung. So wie die Gesellschaft sich wandelt, müssen auch die Instrumente ihrer Beobachtung sich wandeln“, ergänzt der Chef der Staatskanzlei Prof. Hoff.

Wann: Donnerstag, 7. Oktober 2021, 17:00 – 19:30 Uhr
Wo: Friedrich-Schiller-Universität Jena, Hörsaal 1, Carl-Zeiß-Straße 3 & Online
Livestream: https://online.mmz.uni-jena.de/hs1.html

Anmeldung für Präsenzteilnahme: per E-Mail bis zum 7. Oktober 2021, 12 Uhr unter sekretariat.polsys@uni-jena.de

Hinweis: Es gilt die 3G-Regel. Demnach ist die Voraussetzung für einen Besuch der Veranstaltung ein Covid19-Impfnachweis, ein Genesungsnachweis oder ein tagesaktuelles negatives Testergebnis

Hintergrundinformation:

Seit nunmehr 20 Jahren untersucht ein Team von Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftlern der Universität Jena im Auftrag der Thüringer Staatskanzlei jährlich die Einstellungen der Thüringer Bevölkerung zu den Themen Demokratie, Rechtsextremismus und Antisemitismus. Im April dieses Jahres ist der 20. Thüringen-Monitor vorgestellt worden. Der Fokus liegt auf derCorona-Pandemie in Thüringen. Er erforscht unter anderem, wie die Thüringer Bevölkerung die Corona-Maßnahmen sowie die vielfältigen Folgen der Pandemie bewerten.

Jedes Jahr fokussieren sich die Macherinnen und Macher des Thüringen-Monitors auf ein Thema, erheben jedoch in jedem Jahr auch wiederkehrend zentrale politische Einstellungen der Thüringer Bevölkerung. Somit ist seit der ersten Ausgabe eine in Deutschland einzigartige Datensammlung entstanden, die umfangreiche Trendanalysen und Beobachtungen über 20 Jahre hinweg ermöglicht.

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