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Kooperation zwischen der Perspektivwechsel – Praxisstelle Thüringen am Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment und der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Thüringen (RIAS Thüringen) am IDZ

160/2021
Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

Die Perspektivwechsel – Praxisstelle Thüringen am Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment unterzeichnete am heutigen Dienstag eine Kooperationsvereinbarung mit der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Thüringen (RIAS Thüringen). Auch der Beauftragte für jüdisches Leben in Thüringen und Chef der Staatskanzlei, Prof. Dr. Hoff zeichnete die Vereinbarung. Das Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment forscht zu Antisemitismus und schult Fach- und Führungskräfte zum Umgang damit. Die Praxisstelle Thüringen wird als Präventionsprojekt im Rahmen des Landesprogramms „Denk Bunt“ gefördert und arbeitet seit 2007 in Thüringen vor allem im Bereich der Erwachsenenbildung mit Akteur*innen aus Schule, Jugendarbeit, Polizei und öffentlicher Verwaltung.

Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Thüringen (RIAS Thüringen) ist eine wissenschaftliche Melde- und Dokumentationsstelle für antisemitische Vorfälle in Thüringen. Ziel ist es, Antisemitismus in Thüringen zu erfassen, zu erforschen und darüber zu informieren sowie die Perspektiven der Betroffenen zu stärken. RIAS Thüringen ist am Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) in Jena angesiedelt und wird von der Thüringer Staatskanzlei gefördert.

Monitoring von antisemitischen Vorfällen und Schulung von pädagogischen Fachkräften, Mitarbeitenden der Justiz und Polizei sind zwei zentrale Säulen im Umgang mit gegenwärtigem Antisemitismus. Deshalb stellt die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen der „Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Thüringen“ und der „Perspektivwechsel – Praxisstelle Thüringen“ des Kompetenzzentrums eine wichtige Grundlage für die weitere Zusammenarbeit der beiden Organisationen dar.

Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Beauftragter für jüdisches Leben in Thüringen und die Bekämpfung des Antisemitismus, zur Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung: „Antisemitismus stellt nach wie vor eines der drängendsten Probleme in unserer Gesellschaft dar. Seine Bekämpfung, das Üben von Widerspruch in Reaktion auf antisemitische Feindbilder, ist unser aller Aufgabe und Verpflichtung. Auch die eng vernetzte Zusammenarbeit zivilgesellschaftlicher Akteure untereinander sowie mit der Landesregierung ist dabei von unschätzbarer Bedeutung. Daher freue ich mich sehr darüber, dass zwei wegweisende Thüringer Projekte nunmehr enger im Kampf gegen den Antisemitismus zusammenarbeiten. Doch es liegt auch an uns selbst, den Betroffenen sowie zivilgesellschaftlichen Akteuren eine breite gesellschaftliche Unterstützung entgegenzubringen und somit den Unterschied zu machen.“

Dr. Anja Thiele, wissenschaftliche Referentin am IDZ Jena und Leitung „Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS)  in Thüringen“ äußert sich zu der Unterzeichnung wie folgt: „Die Kooperation mit „Perspektivwechsel – Praxisstelle Thüringen“ ist für uns eine unerlässliche Bedingung für die effektive Bekämpfung von Antisemitismus im Freistaat: Dort, wo wir Antisemitismus sichtbar und beschreibbar machen, entstehen oft Handlungsbedarfe, denen wir nur durch die professionelle Zusammenarbeit mit der Praxisstelle begegnen können.“

Marina Chernivsky, Institutsleitung „Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment“ äußerte sich zur Kooperationsvereinbarung: „Das Kompetenzzentrum kooperiert mit der ‚Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS)‘ auf der Bundesebene seit vielen Jahren. Zur Eindämmung von Antisemitismus sind Kooperationen unerlässlich, die einen ganzheitlichen Ansatz sowohl in der Bildung als auch in der Politik und Gesellschaft ermöglichen. Ein umfassendes Monitoring antisemitischer Vorfälle, dass durch RIAS Thüringen realisiert wird, macht auch die Bedarfe im Bildungsbereich sichtbar.“

Jana Scheuring, Projektleiterin „Perspektivwechsel – Praxisstelle Thüringen“ äußerte sich zur Unterzeichnung der Kooperation folgendermaßen: „Die langjährige Tätigkeit der Praxisstelle im Freistaat Thüringen kann nun um die laufende Bestandsaufnahme zu Antisemitismus auf der Grundlage der RIAS Berichte erweitert werden. So können wir in den Fortbildungen die lokale Situation vor Ort noch zielführender erfassen und unseren Zielgruppen im Feld zurückspiegeln.“    

Pressekontakt:
René André Bernuth: bernuth@zwst-kompetenzzentrum.de
Viktor Heeke: viktor.heeke@tsk.thueringen.de

 

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