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Ministerpräsident Bodo Ramelow bei zentraler Gedenkfeier Thüringens zum Volkstrauertag in Rudolstadt

162/2022
Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

Der Landesverband Thüringen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. lädt am morgigen Sonntag, 13. November 2022, zur zentralen Gedenkfeier Thüringens zum Volkstrauertag ein. Dieser steht in diesem Jahr im Zeichen von „2022 – Krieg in Europa“. Ministerpräsident Bodo Ramelow, der auf der Veranstaltung in Rudolstadt eine Rede halten wird, sagt vorab: „Was wir uns zu Beginn des Jahres noch nicht vorstellen konnten, ist schreckliche Realität: Es herrscht Krieg in Europa. Ein Krieg, der längst vergessene Ängste zurück nach Europa und Deutschland bringt.  Ein Krieg, der tagtäglich neue Gräber schafft.“

„Dennoch ist die Hoffnung: Irgendwann kommt jeder Krieg an sein Ende. Und auch wenn es zum Zeitpunkt der Kampfhandlungen schwer vorstellbar erscheint – irgendwann muss die Stunde der Versöhnung schlagen“, so Ramelow. „Dass Versöhnung auch nach den schrecklichsten Kriegshandlungen möglich ist, zeigen Veranstaltungen wie das Gedenken am Volkstrauertag. Im 77. Jahr nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gedenken wir der Toten aller Kriege und trauern um sie. Der Gedanke der Versöhnung der Trauernden verschiedener Völker prägt bis heute die Arbeit des Volksbunds. Mit seinem Wirken setzt er ein Zeichen für Verständigung, für Toleranz und Mitmenschlichkeit – über Ländergrenzen hinweg.“ Dafür gebühre dem Volksbund aufrichtiger Dank.

„Besonders wichtig für ein Miteinander ohne Vorurteile und ohne Vorbehalte ist die Bildungs- und Jugendarbeit. Diese ist ein wichtiger Bestandteil des Engagements des Volksbundes, so durch internationale Jugendbegegnungen, die seit fast sieben Jahrzehnten organisiert werden. Um schon bei jungen Menschen ein Bewusstsein zu schaffen für die anhaltende Würde des Menschen im Leben wie im Tod. Dem Leitgedanken folgend: Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden“, betont der Ministerpräsident.

Wann: Sonntag, 13. November 2022, 14 Uhr

Wo: Rudolstadt, Hauptfriedhof (Nordfriedhof), Weimarische Straße 14, 07407 Rudolstadt

Hintergrund (Quelle: Landesverband Thüringen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge):

Auf dem Nordfriedhof Rudolstadt sind 310 Opfer des Zweiten Weltkrieges und der nationalsozialistischen Diktatur bestattet. Es sind Menschen aus Deutschland, der Sowjetunion, Slowenien, Rumänien, Polen, Ungarn, Jugoslawien, Frankreich sowie einige Unbekannte. In Thüringen kümmern wir uns gemeinsam mit den Friedhofsträgern und engagierten Menschen um die würdige Erhaltung der Gräber von ca. 106.000 Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft des 20. Jahrhunderts.

Weltweit kümmert sich der Volksbund im Auftrag der Bundesregierung auf über 800 Kriegsgräberstätten in 45 Ländern um die Erhaltung von mehr als zwei Millionen Gräbern beider Weltkriege.
 

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