Ausstellungseröffnung „Zwischen Kunst, Handwerk und Industrie. Carl Alexander und die Vision von der Schönheit der Dinge.“

166/2018 Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

Kurz vor dem 200. Geburtstag von Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar und Eisenach, der als kunstaffiner und fortschrittlicher Monarch gilt, wird ihm zu Ehren eine Sonderschau mit dem Titel "Zwischen Kunsthandwerk und Industrie. Carl Alexander und die Vision von der Schönheit der Dinge" auf der Wartburg eröffnet.

Mit der Ausstellung soll das komplette Museum, dessen neukonzipierte Dauerausstellung seit Ostern dieses Jahres zu sehen ist, eröffnet werden. Thüringens Kulturminister, Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, der die Schau am Freitag, den 22. Juni, um 15 Uhr, mit einem Grußwort eröffnen wird, verweist vorab auf die kulturpolitische Bedeutung der Schau: „Die Sonderausstellung der Wartburg zeigt Carl Alexanders Verhältnis zu Kunst, Handwerk und Industrie und verbindet sie mit dem Themenjahr „Industrialisierung, Industriekultur und soziale Bewegungen“ – und würdigt gleichsam den 200. Geburtstag des Großherzogs von Sachsen-Weimar-Eisenach. Die dort präsentierte Kunstsammlung geht auf Carl Alexanders Sammeltätigkeit zur Ausstattung der Wartburg zurück. Dem weitsichtigen Handeln des, gebildeten, weltoffenen und toleranten Großherzogs verdankt unser Freistaat seinen gegenwärtigen Ruf.“

Die Kunstsammlung des Großherzog Carl Alexanders von Sachsen-Weimar-Eisenach umfasst neben Werken der bildenden Kunst auch zahlreiche Objekte des Kunsthandwerks, für das er eine Vorliebe hatte. Als spürbares Zeichen des fortschreitenden gesellschaftlichen Wandels sind in der Ausstellung ein ansehnlicher Bestand an Humpen und Willkomm-Gefäßen verschiedener Zünfte des Großherzogtums zu sehen.

Carl Alexander war dem technischen Fortschritt zugewandt und interessiert an dessen wirtschaftlichen und sozialen Folgen. So besuchte er am Ende des Jahrhunderts Fabriken und soziale Einrichtungen. Dabei stand sein idealisiertes Kunstverständnis und die Überzeugung von einer ästhetischen Erziehung der Bevölkerung hin zum „Schönheitssinn“ im Widerspruch, Kunst und Industrie zu verbinden.

Die erwähnte Dauerausstellung nimmt auf die Sammeltätigkeit des Großherzogs Bezug und erläutert kurz die Sammlungsgeschichte. Sie widmet sich außerdem der Kunst des Historismus, deren kreative Neuschöpfungen von Bauplastik, Mobiliar und Ausstattungsstücken im Geiste des Mittelalters ein wesentlicher Bestandteil der Kollektion sind.

Termin: Freitag, 22. Juni 2018, 15:00 Uhr
Ort: Auf der Wartburg 1, 99817 Eisenach

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