Europastaatssekretärin Dr. Winter besucht Partnerregion Hauts-de-France

167/2018 Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

Zu einem politischen Besuch in der Thüringer Partnerregion Hauts-de-France reist die Thüringer Staatssekretärin für Kultur und Europa, Dr. Babette Winter (SPD), am 27. Juni 2019 nach Lille.

Auf dem Programm stehen Gespräche mit drei Vizepräsidenten des Regionalrates. Winter erklärte vorab, dass mit dem Besuch in Frankreich der Ausbau konkreter Projekte der Zusammenarbeit beider Partnerregionen vereinbart werde. Mit François Decoster, Vize-Präsident für Kultur, werde sie die Möglichkeiten der kulturellen Kooperation zwischen den Regionen  beraten. So gibt es zwischen dem Studierendenwerk CROUS aus Amiens-Picardie und dem Studierendenwerk Thüringen seit 2009 eine Partnerschaftsvereinbarung – mit vielfältigen gemeinsamen Aktivitäten. Neben dem Austausch von Mitarbeitern gibt es seit Herbst 2016 einen trilateralen Austausch der universitären Chöre aus Krakau, Amiens und Jena.

Salvatore Castiglione, Vize-Präsident für internationale Angelegenheiten, wird Gesprächspartner für  die Vorbereitung eines neuen  Partnerschaftsabkommens sein. Austauschprojekte sollen weiterentwickelt werden. Gute Beispiele gibt es bereits – wie die Zusammenarbeit des Berufsschulzentrums "Hugo Mairich" Gotha mit dem Lycée Jean-Baptiste Corot in Beauvais sowie der Ernst-Benary-Schule Erfurt mit dem Lycée Michel Servet in Lille. Im Rahmen der Berufsausbildung werden gegenseitige Auslandspraktika mit einem Sprachtraining angeboten.

Mit Nicolas Lebas, Vize-Präsident für Hochschulwesen und  Forschung, wird Dr. Winter Hochschulkooperationen beraten. Derzeit pflegen die Ernst-Abbe-Hochschule Jena und die TU Ilmenau intensive Beziehungen zur Universität Compiegne – in Sachen Kraftfahrzeugtechnologie (Ilmenau) und  Biotechnologie (Jena).

Hintergrund:

Zwischen dem Freistaat Thüringen und der französischen Region Picardie besteht seit 1994 eine intensive Regionalpartnerschaft – mit den Schwerpunkten Bildung, Wissenschaft und Kultur. Nach der Gebietsreform in Frankreich im Januar 2016 ist die Partnerschaft auf die neue Region Hauts-de-France übergegangen. Ministerpräsident Ramelow hatte im November 2016 mit Regionalratspräsident Xavier Bertrand in Lille den Willen an der Weiterführung der Partnerschaft bekräftigt. Durch die Reorganisation in der Regionalverwaltung der Partnerregion hatten sich die Gespräche über konkrete Projekte jedoch verzögert.

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