Seitenbeginn . Zur Hauptnavigation . Zum Seiteninhalt

Ministerpräsident Bodo Ramelow verleiht Ehrenbriefe des Freistaats Thüringen an verdiente Bürgerinnen und Bürger

171/2021
Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

Seit 2005 werden anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamts verdiente Thüringerinnen und Thüringer mit dem Ehrenbrief des Freistaats Thüringen geehrt. Am morgigen Freitag, 26. November 2021, wird Ministerpräsident Ramelow 14 Bürgerinnen und Bürger, die sich seit langem in ganz unterschiedlichen Bereichen – im Sozialen, Politischen oder Gesellschaftlichen – im Freistaat engagieren, auszeichnen.

Ministerpräsident Ramelow sagte vorab: „Ich möchte allen ehrenamtlich engagierten Menschen in Thüringen meinen persönlichen Dank aussprechen. Ihr Einsatz für die Allgemeinheit nötigt mir großen Respekt ab. Dort, wo Einzelpersonen oder Gruppen freiwillig und unentgeltlich Arbeit leisten, entsteht ein ganz besonders wertvolles und zugleich zerbrechliches gesellschaftliches Gut. Wertvoll deshalb, weil nicht nur die Menschen profitieren, denen das Engagement zuvorderst gilt. Ehrenamtliches Engagement bietet darüber hinaus vielfältige Möglichkeiten, die eigenen Interessen auszuleben, Fähigkeiten zu entwickeln und bringt nicht zuletzt jede Menge Spaß. Wir dürfen allerdings nie aus den Augen verlieren, was ehrenamtliche Arbeit leisten kann und wo ihre Grenzen liegen.“

Die Verleihung findet coronakonform in mehreren Kleingruppen statt.
Bei Interesse an Fotos von den Geehrten oder an einem Gruppenfoto wenden Sie sich bitte an Bernd Edelmann (bernd.edelmann@tsk.thueringen.de bzw. 0361-57-3211410).

Ebenso können die Bilder morgen Abend gegen 19:00 Uhr unter folgendem Link heruntergeladen werden:
https://www.dropbox.com/sh/fnj6ek5mfoq4iv0/AADB4uvFGRDQw-ZE2F-YlZZGa?dl=0

In den Laudationes auf die Geehrten heißt es:

Constanze Borchert aus Weimar ist eine überaus engagierte „Selbstvertreterin“. Das heißt, sie setzt sich für ihre und für die Interessen anderer Menschen mit Behinderungen ein. Seit der Gründung des Lebenshilfe-Rats Thüringen im Jahr 2001 ist Frau Borchert dort Mitglied. Dieses Gremium der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung, Landesverband Thüringen e.V., setzt sich aus Selbstvertreterinnen und Selbstvertretern zusammen, die aus verschiedenen Lebenshilfe-Einrichtungen thüringenweit kommen. Gemeinsam vertreten sie die Interessen von Menschen mit vorrangig geistiger und Mehrfachbehinderung und setzen sich für deren Ideen und Bedürfnisse ein. Im Juli 2020 wurde Frau Borchert zudem als stimmberechtigtes Mitglied in den Landesbehindertenbeirat berufen. Die Mitglieder des Beirates beraten den Thüringer Landesbeauftragen für Menschen mit Behinderung in Angelegenheiten, die die Belange von Menschen mit Behinderungen betreffen. Frau Borchert hat vor allem auf die Situation von Menschen mit Behinderungen während der Corona-Pandemie aufmerksam gemacht und sich für die Barrierefreiheit innerhalb des Beirates im Hinblick auf die Nutzung der „Leichten Sprache“ stark gemacht. Zudem arbeitet Frau Borchert ehrenamtlich im Inhalteausschuss des Lebenshilfe-Werkes Weimar/Apolda e.V. mit und war in der Vergangenheit im Werkstatt-Rat des Trägers aktiv.

Mariana Friedrich aus Zürich ist seit 2010 im Deutschen Journalisten-Verband (DJV) Landesverband Thüringen e.V. organisiert und engagiert sich seitdem ehrenamtlich. Zunächst war sie Vorsitzende des Gebietsverbandes des DJV Thüringen, bevor sie 2015 in den Vorstand des Landesverbandes gewählt wurde. Bereits zuvor war sie ehrenamtlich aktiv, u .a. als Vorsitzende des Verwaltungsrates des Studierendenwerks Thüringen sowie in der Konferenz Thüringer Studierendenschaften. In dieser Funktion hat sie sich aktiv gegen die Einführung von Studiengebühren in Thüringen und für die Einführung eines einheitlichen Semestertickets für alle Hochschulen im Freistaat eingesetzt. Seit 2017 ist Frau Friedrich stellvertretene Vorsitzende des DJV Thüringen und übt dieses Ehrenamt auch trotz ihres zwischenzeitlichen Umzugs in die Schweiz mit großem Engagement aus. In dieser Funktion vertritt sie den Landesverband beim Bundesverbandstag und ist dort u. a. in der Antragskommission aktiv. In Thüringen konzeptioniert, organisiert und realisiert sie Veranstaltungen des DJV und unterstützt die Geschäftsstelle bei Planung und Durchführung von Events wie z. B. dem Tag der Pressefreiheit.

Jana Henschel aus Thale ist seit 2013 Polizeibeamtin der Thüringer Polizei und aktives Mitglied in der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Seit 2017 ist Frau Henschel Vorsitzende der „Jungen Gruppe“ in der GdP Thüringen. In dieser leitenden ehrenamtlichen Funktion spornt sie junge Leute zur Mitarbeit in der Gewerkschaft an. So veranstaltet die „Junge Gruppe“ die jährlichen Blaulicht Milieu Partys oder Sommerfeste, um mit anderen jungen Leuten vom Technischen Hilfswerk (THW), Rettungsdiensten oder Feuerwehren ins Gespräch zu kommen. Auch länderübergreifend setzt sie sich mit GdP-Mitgliedern und der DGB Jugend zusammen und tauscht im Rahmen der Jugendarbeit Gedanken und Informationen aus. Bei Neueinstellungen in der Thüringer Polizei führt sie Informationsabende mit ihrem Team für die Anwärterinnen und Anwärter durch. Diese Informationsabende möchte niemand mehr missen. Frau Henschel ist alleinerziehend und im Schichtdienst tätig. Es ist erstaunlich, mit welcher Motivation und Energie Frau Henschel dieses Ehrenamt trotz ihres ausgefüllten Alltags begleitet.

Ines Hentschel aus Erfurt hat sich bereits als Jugendliche als Übungsleiterin im Geräteturnen erste Lorbeeren verdient. Dabei verschmolzen ihre Interessen des Geräteturnens mit denen des Showtanzes. Bis vor wenigen Jahren stand sie mit den "Powerbiens" selbst noch auf der Bühne. Frau Hentschel erhielt im Jahr 2004 das Angebot des Männer-Turn-Verein 1860 (MTV) Erfurt, als Trainerin, Gesundheitssportreferentin und Mitarbeiterin der Geschäftsstelle ihr Hobby zum Beruf zu machen. Mit hohem persönlichem Aufwand war sie Gründerin des weiblichen Gerätturnens. Mit Turnerinnen des "ersten Jahrgangs" gründete sie eine Nachwuchs-Showtanzgruppe. Die „Starlets“ stehen für einen individuellen Stil, gepaart aus den Bereichen Showtanz und Turnen. Unvergessen sind die Auftritte zu den Vereinsshows im DASDIE und der Neuen Oper. Weitere Auftritte führten die jungen Frauen über die Grenzen Thüringens hinaus bis nach Helsinki. Als Gesundheitssportreferentin konnte Frau Hentschel ihre Erfahrungen im Rehabilitations- und Präventionssport einbringen. Mit demselben Engagement hat sie über viele Jahre unzählige "Zipperlein" behandelt und oft beseitigt. Dabei legte sie nicht nur Wert auf die reine Sportstunde. "Die Bewegung muss im Kopf ankommen, dann haben wir auch langfristig etwas erreicht" könnte ein Zitat von ihr sein. Für die meisten verborgen, kämpft sie seit einigen Jahren um ihre eigene Gesundheit und gibt doch anderen Mut und Kraft. Die Rolle des Zuschauers liegt ihr trotzdem nicht. Sie engagiert sich nunmehr ehrenamtlich im MTV 1860 Erfurt.

Rainer Klinner aus Schmölln OT Weißbach ist einer der „dienstältesten“ Beauftragten für Naturschutz, der durch den Landrat des Landkreises Altenburger Land zum wiederholten Mal in dieses Ehrenamt bestellt wurde. Seit über 40 Jahren engagiert er sich für den Natur- und Artenschutz und berät die untere Naturschutzbehörde mit seinem Fachwissen und seiner Erfahrung. Besonders als Betreuer von Naturschutzgebieten im Raum Schmölln und dem Sprottetal sowie auf dem Gebiet des Orchideenschutzes und des Amphibien- und Reptilienschutzes hat sich Herr Klinner durch seine Aktivitäten sehr verdient gemacht. Neben der Dokumentation geschützter und bedrohter Tier- und Pflanzenarten beteiligt er sich regelmäßig an Landschaftspflegearbeiten. Durch seine Beratung gelingt es, die Gebiete in einem guten Zustand zu erhalten. Beispielgebend ist dabei die Betreuung des Naturschutzgebietes „Brandrübeler Moor“ mit seinen sensiblen Lebensraumtypen und seltenen Pflanzenarten, wie dem rundblättrigen Sonnentau, mehrere Torfmoosarten und dem gefleckten Knabenkraut, einer Orchideenart. Jedes Jahr im Frühling betreut Herr Klinner mehrere Abschnitte von Amphibienschutzzäunen. Hier sind entlang von vielbefahrenen Straßen die ankommenden Frösche, Molche und Kröten verschiedener Arten oft zu Tausenden in den frühen Morgen- und späten Abendstunden abzusammeln und zum Laichgewässer zu transportieren. Die Sammelergebnisse werden getrennt nach Arten, Anzahl und Zustand der Individuen dokumentiert. Diese Angaben dienen der statistischen Auswertung und Beurteilung der Amphibienwanderung, aber auch zur Information der Naturschutzbehörde über negative Einflüsse, denen durch geeignete Maßnahmen entgegengewirkt werden kann.

Musik gehört zum Leben von Steffi Krause aus Erfurt – genau wie die Evangelische Reglergemeinde in Erfurt. Bereits Anfang der 80er Jahre schloss sich Frau Krause der Regler-Singschar an, dem Kirchenchor der Gemeinde. Kantor Gerhard Häußler verstand es, Frau Krause für das Singen und die Kirchenmusik zu begeistern. Selbst die Ausbildung zur Ergotherapeutin in Berlin ließ den Kontakt nicht abbrechen und seit ihrer Rückkehr nach Erfurt ist sie – nicht nur mit ihrer Stimme – ein fester und wichtiger Teil des Chores. Zunächst sang sie als Altistin, später im Register Tenor – dabei oft in Alleinbesetzung einer Tenor-Chorstimme. Wer selbst einmal in einem Chor gesungen hat, weiß, was die Alleinbesetzung einer Stimme an Übung und Verlässlichkeit bedeutet. Frau Krause hat sicher nicht gezählt, wie oft ihre Termine und Vorhaben mit Rücksicht auf die Proben und Auftritte des Chores umgeplant werden mussten. Neben regelmäßigen konzertanten Einsätzen (Klassik, Romantik, Moderne) ist die Regler-Singschar einer der wenigen deutschen Kirchenchöre, die jeden Sonntag zum Gottesdienst singen. Das bedeutet, dass Frau Krause inzwischen zu über 1.200 Gottesdiensten mit ihrem Einsatz Gott und der Kirchengemeinde diente. Die Chormitglieder beschreiben sie als geradlinig und offen für ihre Mitmenschen. Sie sagt ihre Meinung klar, hört aber zunächst zu, versucht zu verstehen und zu vermitteln. Dort, wo es ihr möglich ist, engagiert sich Frau Krause selbstlos für die Belange ihrer Mitmenschen. Nicht zuletzt deshalb ist Frau Krause inzwischen mehrmals in den Gemeindekirchenrat gewählt worden. Dort bringt sie Kompetenz, Zeit und Engagement u. a. als Vorsitzende des Öffentlichkeitsausschusses ein.

Isabell Rennebach aus Nordhausen OT Himmelgarten war sieben Jahre Mitglied im Schulsanitätsdienst (SSD) an ihrer Schule. Bereits mit 14 Jahren nahm sie an der Junior-Gruppenleiterausbildung des Jugendrotkreuzes (JRK) Thüringen teil. Seit der Ausbildung 2014 leitete sie den SSD sehr verantwortungsbewusst und erfolgreich. Seit 2019 absolviert sie eine Ausbildung als Notfallsanitäterin und hält dennoch weiterhin einen intensiven Kontakt zum SSD ihrer ehemaligen Schule. Frau Rennebach interessiert sich zudem sehr für die strategische Arbeit im Jugendverband. Seit 2015 fährt sie jährlich als Delegierte zur JRK-Bundeskonferenz und vertritt dort die Interessen der JRKlerinnen und JRKler aus Thüringen. Die Interessenvertretung nimmt sie auch in den Gremien des LJRT wahr. Bereits mit 16 stellte sie sich zur Wahl als stellvertretende JRK-Landesleiterin und bekam das Vertrauen. Im JRK Thüringen gestaltet sie die Bildungsarbeit mit und ist sehr engagiert als Betreuerin bei den Ferienfreizeiten. Frau Rennebach initiiert und begleitet im JRK Thüringen viele Projekte, u. a. #RotfürRespekt, #Blutbild oder #Herzensretter.

Torsten Rist aus Altenburg steht dem SV Lerchenberg Altenburg e.V. seit 2004 als Vorsitzender vor und hat damit großen Anteil an der positiven Entwicklung des Vereins und der Leichtathletik in den letzten Jahren. Durch das Wirken von Herrn Rist hat sich in Altenburg und in Lödla ein alljährlich stattfindender Crosslauf etabliert. Der Crosslauf steht Menschen aller Altersklassen offen und ist auch für weniger sportliche Teilnehmer interessant. Auch auf die Stadt selbst wirkt sich das Wirken von Herrn Rist positiv aus. So konnte u. a. mit seiner Unterstützung eine Wurfanlage auf dem Areal der städtischen „Skatbank-Arena“ errichtet werden. Durch die Errichtung der Wurfanlage für Hammerwurf und Diskus verbessern sich die Trainingsbedingungen der Altenburger Leichtathletinnen Leichtathleten massiv. Beim SV Lerchenberg trainieren regelmäßig über 100 Kinder und Jugendliche. Dank des Einsatzes des Vereins um Herrn Rist konnten auch neue Sportgeräte auf dem Trimm-Dich-Pfad im Altenburger Stadtwald installiert werden. Diese können von allen Bürgerinnen und Bürgern genutzt werden.

Janek Rochner-Günther aus Altenburg hat die Integrative Sambagruppe „Como vento“ in Altenburg Nord ehrenamtlich aufgebaut. Die Gruppe arbeitet seit zwölf Jahren mit Kindern und Jugendlichen des Sozialraums Nord in Altenburg. Hier finden sich 70 rhythmusbegeisterte Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen und verschiedener Nationen zu Trommelklängen ein. Die Sambaklänge bringen die Menschen zusammen und führen zu einem sehr beeindruckenden Klangerlebnis. Gemeinsames Trommeln harmoniert, wenn man aufeinander hört – sich wahrnimmt – in seiner Art respektiert. Dies gelingt Como vento. Wer die Gruppe hört, wird angesteckt – von Mittelohrentzückung – Mitwippfieber – lauter Lebensfreude. Auf den Punkt gebracht: Inklusion ohne Diskussion. Dies alles organisiert Herr Rochner-Günther in seiner Freizeit. In der vorpandemischen Zeit war er mit der Truppe durchschnittlich an dreißig Wochenendtagen im Jahr unterwegs. Mittlerweile treten die Künstler auf den bedeutenden deutschen Sambafestivals in Coburg und Bad Wildungen auf. Darüber hinaus organisiert Herr Rochner-Günther die Aktion „Altenburger essen gemeinsam“. Zweimal im Jahr wird auf dem Altenburger Markt eine riesige Tafel aufgebaut. Dort nehmen viele Menschen Platz und begegnen sich. Beim gemeinsamen Mittagessen kann so der Punker mit dem Bankangestellten ins Gespräch kommen.

Steffen Rothensee aus Am Ohmberg OT Bischofferode ist seit dem sechsten Lebensjahr mit dem Fußballsport und dem Sportverein VfB Bischofferode sehr stark verbunden. Seit fast 20 Jahren unterstützt er den Vereinsvorstand ehrenamtlich und ist maßgeblich an der positiven Entwicklung eines aktiven Vereinslebens beteiligt. Erst als Abteilungsleiter Fußball und jetzt als Vorsitzender des Vereins belebt er das sportliche Treiben in der Region um Bischofferode und ist aktiv an zahlreichen Projekten beteiligt. Ein Meilenstein seiner beispielgebenden ehrenamtlichen Arbeit war insbesondere die Eröffnung des Sportkomplexes Bodesportzentrum in Bischofferode im September 2020. Die Umsetzung des Projekts erfolgte in Zusammenarbeit von Land, Landkreis, Gemeinde und engagierten Ehrenamtlichen des Vereins VfB Bischofferode. Schul- und Vereinssport können nun gemeinsam auf einer guten Anlage betrieben werden.

Florian Suck aus Eisenach ist Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Eisenach Stockhausen-Hötzelsroda. Herr Suck ist bei den meisten Einsätzen sowie sonstigen Aktivitäten aktiv und führend dabei. So bestritt er in 2019 einen Großteil der 2.220 ehrenamtlich geleisteten Stunden. Bereits mit 25 Jahren wurde er auf Grund seines Engagements und seiner hohen Fachlichkeit zum Wehrführer ernannt. Kontinuierlich erweitert Herr Suck sein Wissen durch die Teilnahme an Aus- und Weiterbildungen. Er deckt damit auch Spezialbereiche ab, die die Einsatzbreite der Wehr erweitern und die auch für den Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Eisenach einen sehr hohen Wert darstellen. Bei der Berufsfeuerwehr Eisenach und den Wehren im Umland werden das Engagement und die Kenntnisse von Herrn Suck in hohem Grade geschätzt. Als Wehrführer organisiert und plant er die Einsatzfähigkeit der FF Stockhausen-Hötzelsroda, daneben unterstützt er aktiv die Vereinsarbeit. Er motiviert, vermittelt im Bedarfsfall und hält die Gruppe zusammen. Mit seiner ruhigen, kommunikativen Art ist er für alle ein verlässlicher „Fels in der Brandung“ und ein Vorbild. Auch in Krisensituationen wird Herr Suck seiner Leitungsaufgabe in besonderer Weise gerecht. Ein wichtiges Feld seines Engagements ist die Öffentlichkeitsarbeit. Herr Suck beteiligt sich besonders an Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche und gibt hier sein Wissen und seinen Enthusiasmus weiter.

Corvin Uxa aus Erfurt ist seit über 15 Jahren ehrenamtlich engagiert. Aufgrund seines jungen Alters ist dies außerordentlich vorbildlich sowie beispielgebend. Zunächst durch sein Elternhaus inspiriert als auch sensibilisiert, hat Herr Uxa schon sehr früh Verantwortung übernommen. Dabei ist die Fuchsfarm in Erfurt seine erste Station, bei der er aktiv ein Ehrenamt begleitet. Insbesondere die Durchführung von Kindergeburtstagen, die er konzipiert und auch persönlich begleitet, steht für sein leidenschaftliches Engagement. Er versteht es sehr gut, Kinder im Grundschulalter spielerisch und fürsorglich an Umweltthemen heranzuführen. Dabei handelt er nach dem Motto: "Anpacken, nicht wegsehen – die Welt ein wenig besser machen". Auch bei der Naturfreundejugend Erfurt engagiert er sich ehrenhaft. Hier lässt er sich von dem Credo leiten „Wir jungen Menschen haben die Zukunft selber in der Hand. Lasst sie uns nachhaltig gestalten!“. Sein kontinuierliches und selbstloses Handeln zeugt von Haltung. In einer Zeit, in der es vorwiegend um "schneller, höher, weiter, mehr" geht, hat Herr Uxa seine Ideale – Sinnvolles und Gutes vorzuleben und andere Menschen positiv zu aktivieren. Bei all seinen Aktivitäten kommt für ihn die Schule nicht zu kurz, darauf achtet er selbst. Seine guten schulischen Leistungen belegen das.

Steffi Wiegleb aus Kyffhäuserland ist seit 2005 evangelische Pastorin in der Gemeinde. Sie ist die Stellvertreterin des Superintendenten des Kirchenkreises Bad Frankenhausen-Sondershausen sowie als Vertrauenspfarrerin und Polizei- und Notfallseelsorgerin rund um die Uhr tätig. Hierbei wird sie auch zu nachtschlafender Zeit gerufen, um Angehörige nach Überbringung der Todesnachricht bzw. Einsatzkräfte zur psychischen Verarbeitung nach Ende des Einsatzes zu unterstützen. In dieser Funktion, wie auch als Gemeindepfarrerin und als Pfarrerin für den Religionsunterricht, kennt ihr Engagement kaum Grenzen. In der Zeit der Corona-Pandemie hat sie sich über Wochen unermüdlich in der Bürgerhotline des Landkreises eingebracht, Ratsuchende informiert und Auskünfte erteilt. Dadurch konnten viele Fragen beantwortet, Unsicherheiten, Ängste und Sorgen den Ratsuchenden genommen, aber auch Trost und Zuversicht zugesprochen werden. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landratsamtes, die wenig Erfahrung in diesem Bereich hatten, konnten auf ihre Unterstützung bauen. In ihren Gemeinden versieht Frau Wiegleb ihren Dienst mit großer Freude und hoher Sachkompetenz, ist ein Beispiel nimmermüden Engagements für die Menschen im ländlichen Raum und von grenzenlosem Optimismus. Überdies bringt sie Schülerinnen und Schülern die Grundlagen unserer auch christlich gegründeten Demokratie nahe und übernimmt dadurch einen wichtigen Beitrag, um dort, wo der Umgang der Menschen untereinander verroht, ein christlich-jüdisches Menschenbild entgegenzuhalten‚ das allen Menschen die gleichen Rechte zubilligt und zu gegenseitigem Respekt „anstiftet“.

Günter Zimmermann aus Weimar OT Oberweimar/Ehringsdorf ist immer freundlich, kommunikativ und hilfsbereit gegenüber seinen Mitmenschen. Er fühlt sich allein dem Gemeinwohl verpflichtet. Seit 1990 leistet er hervorragende Arbeit in Ehringsdorf und hilft bei der Kultur- und Ortsteilförderung. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Heimatvereins Ehringsdorf’01 und hat das 750-jährige Ortsjubiläum mitgestaltet. Den Verein Vox coelestis e.V. unterstützte er vielfältig mit gemeinnützigen Arbeitseinsätzen zur Erhaltung der Heydenreichschen Grabkapelle aus dem Jahr 1900 und setzt dieses Engagement bis heute fort. Herr Zimmermann leistet vielfältige Beiträge, um die Infrastruktur im Wohngebiet zu pflegen und zu fördern. Insbesondere bei der Sanierung des Vereinshauses „Zur Linde“ hat er hunderte ehrenamtliche Stunden geleistet und Materialien gespendet. Herr Zimmermann bezieht auch Unternehmen in die Gestaltung des Ortsteiles ein. Er organisierte die Wiederauflage des Kinderbuches „Der Schatzgräber von Ehringsdorf“ (Knabes Jugendbücherei), um den archäologischen Teil des Museums für Ur- und Frühgeschichte jungen Menschen auf spannende Art nahezubringen. Für die Finanzierung konnte er die Firma IBU-tec gewinnen. In diesem Jahr setzte sich Herr Zimmermann erheblich für die Kooperation mit anderen Stadtteilen ein. So bereitete er einen Beitrag für die 900-Jahr-Feier des Stadtteiles Taubach vor. Als Mitglied im Seniorenbeirat der Stadt Weimar ist Herr Zimmermann Ansprechpartner in allen Belangen des öffentlichen Lebens in Oberweimar-Ehringsdorf. Auch die Integration von Ausländern, Senioren, Kindern und Jugendlichen in den sozialen Kontext ist für ihn ein wichtiges Thema. 2015 erhielt Herr Zimmermann die Silberne Ehrennadel der Stadt Weimar.

 

Der Freistaat Thüringen in den sozialen Netzwerken: