Kulturstaatssekretärin Winter beim Symposium zur Ausstellung „10 Prozent – Was bleibt?“

173/2018 Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

Mit einem Grußwort eröffnet die Thüringer Kulturstaatssekretärin, Dr. Babette Winter (SPD), am Freitag, den 6. Juli, um 11 Uhr, das Symposium des Verbands Bildender Künstler Thüringen e.V. (VBKTh) in der Orangerie in Gotha. Als Projektträger greift dieser mit der Tagung und anschließender Ausstellung die Frage auf: „ 10 Prozent – was bleibt ?“ auf und weist damit auf ein brisantes, soziales und wirtschaftliches Problem von Künstlerinnen und Künstlern, Galeristinnen und Galeristen sowie von Kunstwissenschaftlerinnen und Kunstwissenschaftlern hin: auf den Umgang mit dem eigenen Nachlass.

Nicht alle Vermächtnisse finden eine Aufnahme in Museen, so dass viele Kunstschaffende eine Antwort auf die Frage suchen, was mit ihren Werken geschieht. Trotz eines Spektrum von Lösungsansätzen, gibt es keine Patentlösungen und auch keine Instanz, an die sich diese Herausforderung delegieren ließe.

Winter vorab: „Die künstlerische Landschaft in Thüringen ist so vielgestaltig, wie es Künstlerinnen und Künstler in unserem Land gibt. Dementsprechend vielgestaltig werden die individuellen Erwartungen und Fragestellungen sein. Umso wichtiger ist es, dass es Möglichkeiten wie dieses Symposium – und künftig sicher noch andere Formen – gibt, über den Erfahrungs- und Informationsaustausch Wege zu finden, wie man mit Künstlernachlässen umgehen kann.“ Dem Verband Bildender Künstler Thüringens käme hier eine wichtige Rolle zu, den Kunstschaffenden bei Ihren individuellen Fragen beratend zur Seite zu stehen.

Mit der ab 2019 veränderten Förderung des Verbandes Bildender Künstler will der Freistaat Thüringen über die Unterstützung des Symposiums und der Ausstellung hinaus seinen Teil dazu beitragen, dass er künftig in der Lage sein wird, auch dieser Aufgabe gerecht zu werden.

Winter ermuntert Bildende Künstlerinnen und Künstler, ihre Werke zeitlebens zu dokumentieren und sie nicht erst dem Nachlassverwalter zu überlassen. „Nutzen Sie die Möglichkeiten des Internets, Ihre Werke über Ausstellungen hinaus auf diese Weise einem breiten Publikum bekannt zu machen. Sie schaffen damit selbst die besten Voraussetzungen, dass das von Ihnen Geschaffene nicht dem Vergessen anheimfällt“, so Winter abschließend.

Ab 18.00 Uhr öffnet die Ausstellung „10 Prozent – was bleibt?“ mit künstlerischen Positionen zum eigenen Nachlass.

Termin: Freitag, 6. Juli 2018, 11 Uhr
Ort: Orangerie Gotha, Orangenhaus, Friedrichstraße 6-8, 99867 Gotha

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