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Glasskulptur des Künstlers Christian Sachs in der Thüringer Staatskanzlei

175/2021
Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

Im Innenhof der Erfurter Staatskanzlei fand eine Skulptur des Thüringer Glaskünstlers Christian Sachs einen neuen Ort. Die Dauerleihgabe mit dem Titel „Die Würde des Anderen“ symbolisiert in Zeiten der Pandemie den respektvollen Umgang miteinander und die Werte der Demokratie.

Kunst bleibt sichtbar, umgibt uns, auch in Zeiten, in denen die Umstände widrig sind: Mit der Aufstellung der Dauerleihgabe „Die Würde des Anderen“ im Innenhof der Thüringer Staatskanzlei in Erfurt ist symbolisch ein Zeichen gesetzt.
„Ich freue mich, dass die Dauerleihgabe des Glaskünstlers Christian Sachs in der Thüringer Staatskanzlei einen Platz gefunden hat. Auch in dieser besonderen Zeit der Einschränkung gibt es die Möglichkeit der Begegnung mit dem Werk zeitgenössischer Thüringer Künstlerinnen und Künstler, die uns ermutigt und zum Nachdenken über Wesentliches anregen kann“, betonte Kulturstaatssekretärin Tina Beer gestern Nachmittag zur Übergabe der Glasskulptur des Masserberger Glaskünstlers.

Die zwei Meter hohe Glasskulptur, die etwa 180 Kilogramm wiegt, vereint zwei bekannte Thüringer Materialien: auf einem Sockel aus Thüringer Schiefer, das der Künstler aus ehemaligen Hausbauten wiederverwertet, bilden einzelne, in Hitze geformte Glassegmente aus Jenaer Glas (Duran) eine lichtspiegelnde Stele. Das Kunstwerk handelt inhaltlich und abstrakt von der Würde im Umgang mit dem Anderen, aber auch im dynamischen Fließen von der Transparenz demokratischer Prozesse, die dem Künstler ein persönliches Anliegen sind. Die Arbeit entstand während der Corona-Pandemie. Christian Sachs führt weiter aus: „Die Würde des Anderen: Sie zu begreifen, sie zu bewahren. Evidenz als letzte Chance für unsere schöne, doch so fragile Welt.“ Insbesondere in aktuell schwierigen Zeiten steht das zerbrechliche Glas, das aber allen Witterungen trotzt, für die Zerbrechlichkeit und Schönheit des Daseins, aber auch Möglichkeiten zur Empathie, zur sorgsamen Hinwendung zueinander.
Die Idee zur Skulptur entstand in engem Austausch des Künstlers mit dem ehemaligen Sprecher des Verbandes Bildender Künstler in Thüringen, Prof. Klaus Nerlich, der im Juli 2021 verstarb. Prof. Nerlich hatte Sachs in Gesprächen motiviert, aus einem kleinen Modell eine Skulptur in größeren Dimensionen anzufertigen. Die Arbeit ist daher auf Wunsch des Künstlers zugleich Prof. Nerlich gewidmet.

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