Medieninformation 189/2017 Thüringens ambivalente Mitte – soziale Lagen und politische Einstellungen

189/2017 Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

Ergebnisse des Thüringen-Monitors 2017 werden im November debattiert: Ministerpräsident Bodo Ramelow wird am 2. November eine Regierungserklärung zu aktuellem Thüringen-Monitor abgeben.

Den Schwerpunkt des diesjährigen Thüringen-Monitors bildet die Vermessung der sozialen und politischen „Mitte“ des Freistaates Thüringen, die Beschreibung des Verhältnisses von realer wirtschaftlicher Lage und subjektivem Gerechtigkeitsempfinden sowie die Untersuchung der darin enthaltenen politischen Implikationen.

Neben diesem Schwerpunktthema widmet sich der Thüringen-Monitor unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Heinrich Best am Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena seit dem Brandanschlag auf die Erfurter Synagoge im Jahre 2000 im Jahresrhythmus der regelmäßigen Befragung und Auswertung zur politischen Kultur im Freistaat. Er hat sich über die Jahre zu einem wertvollen, auf repräsentativen Bevölkerungsbefragungen basierenden Gutachten etabliert, das auch über die Grenzen Thüringens hinaus große Beachtung findet.

Soziologe Prof. Dr. Best stellt fest: „Die „Mitte“ gilt einerseits seit langem als eine Klammer, die plurale Gesellschaften und demokratische Verfassungsstaaten zusammenhält. Andererseits gilt sie aber auch (und dies bereits mit Blick auf die 1930er Jahre) als eine Brutstätte des Rechtsextremismus und menschenfeindlicher Ressentiments. Wie sich „die Mitte“ tatsächlich konstituiert, wie sie auf politischen und sozialen Wandel reagiert, sind Grundfragen des gesellschaftspolitischen Diskurses, die auch tagesaktuell eine hohe Bedeutung haben.“

Staatskanzleichef Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten erklärt: „Ich freue mich auf eine politisch spannende Landtagsdebatte zum diesjährigen Thüringen-Monitor. Die Ergebnisse sollten allen demokratischen Parteien Anlass sein, lösungsorientiert zu denken und nach Wegen zu suchen, den festgestellten Unsicherheiten der befragten Thüringerinnen und Thüringer durch kluge, bürgernahe Politik entgegenzutreten.“

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