Verleihung der Goethe-Medaille - Hoff: „Preisträgerinnen und Preisträger öffnen uns die Augen“

197/2018 Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

Der Thüringer Kulturminister, Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, spricht beim Festakt zur Verleihung der Goethe-Medaille am Dienstag, den 28. August 2018, um 11 Uhr, im Stadtschloss Weimar ein Grußwort. Vorab sagt er:

„Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger der Goethe-Medaillen gehören zu den Künstlerinnen und Künstlern, die erzählen, um unser Wissen zu erweitern und unsere intellektuelle Widerstandskraft zu stärken. Sie öffnen uns die Augen für die Perfidie von Katastrophen, die darin besteht, dass Betroffene und Verursacher häufig nicht identisch sind.“

Hoff dankt den Preisträgerinnen und Preisträgern dafür, dass sie ihre humanistischen Überzeugungen im öffentlichen Diskurs verteidigen: „Selbst gegen eine gesellschaftliche Mehrheit oder gegen mächtige Organisationen.“
Die Frauen und Männer schenkten der Gesellschaft die Zuversicht, dass es für andrängende Probleme des Daseins eine Lösung geben könne, so Hoff weiter.

„Dafür gelten ihnen mein tief empfundener Dank sowie die Anerkennung des Freistaats Thüringen“, erklärt der Minister abschließend.
Die Verleihung steht diesjährig unter dem Motto "Leben nach der Katastrophe“. Geehrt werden Persönlichkeiten, die beispielhaft für einen heilenden Umgang mit Brüchen und existenzbedrohenden Zäsuren stehen.

Mit der Goethe-Medaille werden ausgezeichnet:
Die kolumbianischen Theatermacher Heidi und Rolf Abderhalden vom Kollektiv Mapa Teatro, die schweizerisch-brasilianische Fotografin und Menschenrechtlerin Claudia Andujar und der ungarische Komponist und Dirigent Péter Eötvös. Laut Goethe-Institut widmeten sich die sozialdokumentarischen Stücke des Theaterkollektivs Mapa Teatro auf radikale Weise mit experimentellen performativen Mitteln Verflechtungen von Politik, Gesellschaft, Gewalt und Revolution in der kolumbianischen Gesellschaft. Claudia Andujar engagiere sich seit Jahrzehnten für die indigene Völkergruppe der Yanomami im Amazonas. Und Péter Eötvös habe bereits während des Kalten Krieges eine gemeinsame europäische Musikkultur vorangetrieben und präge sie bis heute.

Die Goethe-Medaille wurde 1954 vom Vorstand des Goethe-Instituts gestiftet und 1975 von der Bundesrepublik Deutschland als offizielles Ehrenzeichen anerkannt.
Seit 1992 wird sie in Weimar verliehen - Tag der Ehrung ist seit 2009 der 28. August - Goethes Geburtstag.

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