Ministerpräsident Bodo Ramelow würdigt Arbeit des Landesfrauenrates Thüringen

210/2018 Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

Seit einem Vierteljahrhundert macht sich der Landesfrauenrat Thüringen für Gleichberechtigung und Chancengleichheit, für die Verbesserung der Situation von Frauen im politischen, beruflichen und gesellschaftlichen Leben stark. An der heutigen Jubiläumsveranstaltung (21. September 2018, 17 Uhr, Erfurter Michaeliskirche) nimmt auch Ministerpräsident Bodo Ramelow teil, der vorab sagt: „Glückwunsch zu 25 Jahren Landesfrauenrat und Dank an alle Mitstreiterinnen, die immer wieder gleichstellungspolitischen Druck aufbauen und nicht müde werden, auf jegliche Formen der Diskriminierung und Ungleichbehandlung aufmerksam machen.“

Für die Thüringer Landesregierung sei der Landesfrauenrat ein wichtiger Partner, der die Landespolitik konstruktiv begleitet und auch immer wieder mahnt, das Engagement zu verstärken. „Zu Recht“, so Ramelow. „Denn auch wenn sich die geschlechtsspezifischen Unterschiede in den letzten Jahrzehnten verringert haben, ist die gesellschaftliche Realität von Gleichberechtigung noch weit entfernt.“ So seien Frauen unterrepräsentiert in Parlamenten, Führungspositionen, Vorständen und Aufsichtsräten, so würden veraltete Denkmuster und Rollenzuschreibungen auf wesentliche Lebensentscheidungen wie die Berufswahl und die Arbeitsverteilung in der Familie einwirken.

„In Thüringen sind wir auf einem guten Weg, so beträgt der Anteil von Frauen und Männern in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen jeweils etwa 50 Prozent, und mit 72 Prozent haben wir die zweithöchste Frauenerwerbsquote in Deutschland“, erklärt der Ministerpräsident. Doch harte Arbeit läge vor uns allen, betrachte man beispielsweise den Gender Pay Gap oder die Tatsache, dass der Anteil von Frauen in atypischen und prekären Beschäftigungsverhältnissen sowie im Niedriglohnsektor merklich höher ist als der von Männern.

„Die Thüringer Landesregierung ist bestrebt, gute Arbeitsbedingungen mit Augenmerk auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. Pflege zu bieten.“ Dazu gebe es eine Vielfalt an Arbeitszeitmodellen im Landesdienst, doch blieben bessere Arbeits- und Aufstiegschancen für Frauen in der Landesverwaltung weiterhin eine wichtige Baustelle. „Zwar beginnt sich ein positives Bild abzuzeichnen, doch klar ist auch: die gleichberechtigte Beteiligung von Frauen im Beruf und Equal Pay, die Überwindung von Frauenarmut, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, aber auch der Kampf gegen Gewalt gegen Frauen – all das, wofür der Landesfrauenrat vor 25 Jahren angetreten ist, bleibt ganz oben auf unserer politischen Agenda“, betont Ramelow.

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