150 Jahre Thüringer Feuerwehr-Verband e. V. / Ministerpräsident Bodo Ramelow dankt den Kameradinnen und Kameraden

215/2018 Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

Kameradschaft, Gemeinsinn, Solidarität – das sind die Werte, die der Thüringer Feuerwehrverband seit nunmehr 150 Jahren lebt und vermittelt. Heute (28. September 2018, 18 Uhr) wird gefeiert, und auch Ministerpräsident Bodo Ramelow wird Gast der Jubiläumsveranstaltung im Erfurter Kaisersaal sein, um Danke zu sagen.

„150 Jahre Thüringer Feuerwehr-Verband heißt viel mehr als nur die klassische Brandbekämpfung“, so der Ministerpräsident. „Unsere Feuerwehrfrauen- und -männer sind in Notlagen jeder Art zur Stelle; in Thüringen rund 85 mal am Tag. Sie helfen überall dort, wo es erforderlich ist – und das zuallermeist auf ehrenamtlicher Basis. Dafür gebührt ihnen unser allergrößter Respekt.“ Die Thüringer Bevölkerung wisse, sie könne sich jederzeit auf „ihre“ Feuerwehr verlassen, denn die Kameradinnen und Kameraden gäben alles, um Menschenleben zu retten. „Und das in dem vollen Bewusstsein, dass sie dabei oft ihre eigene Gesundheit oder gar ihr eigenes Leben gefährden. Dieser uneigennützige Einsatz für andere, für unsere Gemeinschaft, kann nicht hoch genug gewürdigt werden.“
Erfreulich sei, so Ramelow weiter, dass der Rückgang der Mitgliederzahlen weitgehend eingedämmt werden konnte. „Dass die Zahlen bei den Jugendfeuerwehren im vergangenen Jahr sogar gestiegen sind, stimmt besonders hoffnungsvoll. Es zahlt sich aus, konsequent um Feuerwehrnachwuchs zu werben, und die Thüringer Landesregierung beabsichtigt, den Feuerwehr-Verband auch künftig bei der Mitgliedergewinnung finanziell zu unterstützen.“
Doch auch in anderen Bereichen fördere der Freistaat die Feuerwehr, sagt Ramelow und verweist in diesem Zusammenhang auf den Einsatz eines Ehrenamtskoordinators, der seit 2018 mit 50.000 Euro pro Jahr unterstützt wird, auf die Erhöhung der Jugendfeuerwehrpauschale von 20 auf 25 Euro pro Jugendfeuerwehrmitglied oder die verbesserte Unterstützung von ehrenamtlichen Feuerwehrleuten, die Gesundheitsschäden erlitten haben. „Seit 1991 hat das Land die Feuerwehr mit 5,5 Millionen Euro unterstützt. Auch diese Zahl belegt: Die Politik lässt die Feuerwehr nicht allein“, erklärt Ramelow.
Neben ihrem sicht- und hörbaren Einsatz mit Blaulicht und Martinshorn habe die Feuerwehr eine soziale und gesellschaftliche Funktion, die schlicht unbezahlbar sei, betont der Ministerpräsident. „In Demokratieprojekten geht es darum, geistige Brandstiftung und Extremismus zu erkennen. Es geht darum, sich einzumischen, mitzumachen und Verantwortung zu übernehmen. Gerade in der aktuellen Zeit, in der unser demokratisches Miteinander immer wieder auf die Probe gestellt wird, ist dieses Engagement des Feuerwehr-Verbandes wichtiger denn je.“

Diese Seite teilen:

Der Freistaat Thüringen in den sozialen Netzwerken: