Terminformation: Land unterstützt den Wiedererwerb des Gemäldes „Begonien“ von Emil Nolde für das Angermuseum Erfurt

243/2018

Hoff: „Direkte und vor allem differenzierte Begegnung mit herausragendem Expressionisten ermöglichen“Der geglückte Rückkauf des Ölgemäldes „Begonien“ von Emil Nolde sei ein Anlass zu besonderer Freude, erklärt der Thüringer Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, Prof. Benjamin-Immanuel Hoff vorab.

Er hält ein Grußwort bei einer feierlichen Überreichung des Gemäldes an das Erfurter Angermuseum am kommenden Montag. „Gerade bei einem so populären Maler wie Emil Nolde, dessen Werke jedes Jahr Preisrekorde auf dem internationalen Kunstmarkt erzielen und Reproduktionen millionenfach verkauft werden, haben wir eine Verpflichtung gegenüber dem Publikum. Wir wollen der Öffentlichkeit in Thüringen wieder eine direkte und vor allem differenzierte Begegnung mit diesem herausragenden Expressionisten ermöglichen“, so Hoff.

Im Jahr 1929 entstanden, 1930 durch das Erfurter Angermuseum angekauft und 1937 im Zuge der Aktion „Entartete Kunst“ wieder entfernt, kehrt das Bild nach mehr als 80 Jahren Aufenthalt in der Schweiz zurück zum Ursprung. Das Bild wurde zunächst 1939 in Luzern versteigert bis es im Frühjahr 2017 erstmals wieder auf dem Kunstmarkt auftauchte. Der Versuch der Stadt Erfurt, es für das Angermuseum bei der Auktion in Bern zu erwerben, blieb vorerst erfolglos, da es zunächst in Privatbesitz gelang. Das Bild konnte jedoch anschließend durch die Stadt Erfurt erworben werden. Die Gesamtausgaben beliefen sich auf 1.433.000 Euro, die sich die Stadt Erfurt, der Freistaat, die Ernst von Siemens Kunststiftung, der Bund und die Kulturstiftung der Länder teilen.

Hoff dankt allen Institutionen, die einen finanziellen Beitrag für den Ankauf des Ölgemäldes „Begonien“ geleistet haben und sagt: „Trotz des politischen Hintergrunds des Künstlers stand der Erwerb des Ölgemäldes ‚Begonien‘ nie in Frage.“ Das rückerworbene Gemälde solle nicht nur ausgestellt werden, sondern müsse auch Noldes Nähe zum Nationalsozialismus transparent machen“, so der Minister weiter.

„Gerade in diesem Erwerb zeigt sich die Stärke unserer Demokratie: Sie macht die Begegnung mit verschiedensten Kunstwerken möglich“, so Hoff abschließend.

Termin: Montag, den 12. November 2018, um 11 Uhr
Ort: Rathausfestsaal der Stadt Erfurt, Fischmarkt 1, 99084 Erfurt

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