Medienstaatssekretär Krückels fordert anlässlich der 69. Berlinale eine Kultur der Wertschätzung von Kinderfilmen

26/2019 Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

Zum Auftakt der diesjährigen Berlinale fordert der Thüringer Staatssekretär für Medien und Bevollmächtigte beim Bund, Malte Krückels, dem originären Kinderfilm noch mehr Bedeutung beizumessen. Krückels: „Der Kinderfilm ist in der Regel der erste Berührungspunkt für junge Menschen mit dem Kulturort Kino. Wir brauchen eine neue Kultur der Wertschätzung für die hohe Erzählkunst und Kreativität von Kinderfilmen, die nicht schon auf einer bekannten Buchvorlage oder Marke beruhen. Damit sichern wir Vielfalt und vermitteln zugleich Filmbildung.“

Kinderfilme insgesamt seien für die deutsche Filmwirtschaft eine wichtige Säule. Das zeige der Blick auf die Besucherzahlen der Kinos im vergangenen Jahr: Zu den meistgesehenen deutschen Produktionen mit Millionenpublikum zählten „Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer“ und  die – unter anderem im Studiopark des Kindermedienzentrums in Erfurt gedrehte - Produktion „Die kleine Hexe“. Umso wichtiger sei es, auch Stoffen eine Chance zu geben, die nicht auf einer bekannten Vorlage beruhen.

„Ich sehe hier zum einen die Politik in der Verantwortung. Das neue Filmförderungsgesetz muss den originären Kinderfilm weiter stärken“, so Krückels. „Auch die Filmförderungen im Bund und den Ländern sollten immer wieder überprüfen, wie ihre Förderangebote entsprechend angepasst werden können.“ Ausdrücklich dankt Krückels in diesem Zusammenhang der Mitteldeutschen Medienförderung GmbH, die sich der Förderung des Kinderfilms besonders verschrieben hat. Auch die Initiative „Der besondere Kinderfilm“, der zahlreiche Fördereinrichtungen, Sender und Branchenverbände angehören, habe in den vergangenen Jahren die Situation des deutschen Kinderfilms deutlich verbessert und wahrnehmbarer gemacht. Aber bei allen Fortschritten, fordert Krückels auch: „Wir wollen noch mehr erreichen. Wenn wir den Kulturort Kino stärken und auch gegen neue Medienanbieter wettbewerbsfähig halten wollen, dann müssen wir schon Kindern und Jugendlichen ein qualitativ hochwertiges Angebot bieten. Spannende Geschichten für Kinder, filmisch hervorragend erzählt – so etwas braucht Talent, Zeit und auch Geld. Hier gibt es weiter Handlungsbedarf.“

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