Ministerpräsident Bodo Ramelow verleiht Ehrenbriefe des Freistaats Thüringen an verdiente Thüringerinnen und Thüringer

271/2018 Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

Ministerpräsident Bodo Ramelow verleiht am Freitag, 7.Dezember, den Ehrenbrief des Freistaats Thüringen. Geehrt werden 14 Thüringerinnen und Thüringer, die sich seit langem auf ganz unterschiedlichen Gebieten – im sozialen, politischen oder gesellschaftlichen Bereich – für den Freistaat engagieren. Der Ehrenbrief wurde erstmals im Jahr 2005 gestiftet. Mit dem Ehrenbrief des Freistaats wird eine Ehrennadel überreicht.

Weitere Informationen: http://www.thueringen.de/th1/tsk/orden/ehrenbrief/erlass/index.aspx

Die Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind zu der Veranstaltung herzlich eingeladen. Bei Interesse an Fotos von den Geehrten oder eines Gruppenfotos wenden Sie sich bitte an Bernd Edelmann (bernd.edelmann@tsk.thueringen.de bzw. 0361-57 3211410).

Termin: Freitag, 7. Dezember 2018, 15 Uhr
Ort: Collegium Maius, Erfurt, "Großer Saal", Michaelisstraße 39, 99084 Erfurt

Seit 14 Jahren leitet Andreas Berner aus Wurzbach ehrenamtlich den Verein Lese-Zeichen e.V. - das Thüringer Büro zur Förderung von Kunst und Literatur. Als Lehrer am Bad Lobensteiner Gymnasium, als Maler, Zeichner, Grafiker und Fotograf und Produzent von Künstlerbüchern bringt er seine Erfahrungen in die Vereinsarbeit ein. Sie fließen in das breitgefächerte Jahresprogramm des Vereins mit ca. 240 Veranstaltungen ein. Dabei wird die Kunst- und Kulturarbeit zum Bindeglied im ländlichen Raum, speziell im Saale-Orla-Kreis. Burg Ranis, auf der inzwischen die 22. Literaturtage vorbereitet werden, wurde eine wichtige Instanz für den Landkreis. Seine Arbeit unterstreicht immer wieder die Bedeutsamkeit eines lebendigen literarischen und künstlerischen Lebens für die Förderung und Entwicklung einer demokratischen Kultur im Geiste von Toleranz und Friedensfähigkeit. Andreas Berner widmet sich vor allem dem Ausbau der Sommerwerkstatt “Art & Wiese“, die seit über 15 Jahren stattfindet. Ein Höhepunkt der Werkstatt-Arbeit war das EU-Projekt mit jungen Menschen aus Rumänien, Finnland, Österreich, Tschechien und Russland zum Thema „Heimat im Europa der Regionen“, das von der EU-Kommission höchste Anerkennung fand. Andreas Berner leistet nicht nur konzeptionelle Arbeit, er gestaltet die Werbung und Programmhefte, die Reihe „Raniser Debut“ und „Wortwelten Bildwelten“. In diesem Jahr wird es in Jena eine Werkschau zu Paul Celan geben. Andreas Berner ist ein wichtiger Freund und Partner für seine Vereinsmitglieder und auch in schwierigen Situationen ein vertrauensvoller Ansprechpartner.

PetraDünkler aus Cobstädt/Drei Gleichen engagiert sich seit vielen Jahren mit außergewöhnlichem Engagement für den Tierschutz. Seit 2002 widmet sie sich vornehmlich den zugelaufenen, streunenden Katzen in Erfurt und Umgebung. Darüber hinaus ist Petra Dünkler seit 2013 Vorsitzende des Tierschutzvereins (TSV) Erfurt und wurde 2017 in dieser Funktion wiedergewählt. Ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit des Tierschutzvereins Erfurt liegt auf der Populationskontrolle der herrenlosen Katzen in Erfurt sowie der gesundheitlichen Versorgung und Fütterung der Tiere. Hauskatzen ohne menschliche Obhut und Sorge erfahren häufig Schmerzen, Leiden oder Schäden. Dank der engagierten Arbeit von Petra Dünkler sowie des Tierschutzvereins ist es in den letzten Jahren durch mühevolle, ehrenamtliche Arbeit gelungen, das Leid der herrenlosen Katzen einzudämmen. Weiterhin ist sie als Vereinsvorsitzende für die Koordinierung der kontinuierlichen Versorgung aller Futterstellen in Erfurt verantwortlich. Ihrem Einfluss auf die Öffentlichkeitsarbeit des TSV Erfurt ist es vor allem zuzuschreiben, dass die Anzahl aktiver Tierschützer wuchs und sich das Spendenaufkommen festigte. Petra Dünkler hat großen Anteil daran, dass der TSV Erfurt in Thüringen zu den aktivsten Vereinen im Freistaat gehört und außerdem zentrale Tierschutzaktionen in vorbildlicher Weise unterstützt werden. Sie pflegt eine gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Erfurt, insbesondere dem Veterinäramt und erreichte dabei u.a., dass die Tierschutzprobleme ernsthaft, sach- und fachgerecht gemeinsam bearbeitet werden. Kraft, Aufopferung, der Einsatz von viel Zeit und dabei immer Verständnis und Entgegenkommen für alle Rat- und Hilfesuchenden – so versteht Petra Dünkler ihre Verpflichtung als Kopf des Vereins.          

Seit seiner Kindheit ist Benedikt Genter aus Gerbrunn Mitglied in der Malteser Jugend und lebt das gemeinschaftliche "Lachen - Lernen - Glauben - Helfen". Mit seiner Volljährigkeit übernahm er die Funktion eines Gruppenleiters und wirkte seitdem kontinuierlich und verlässlich an Jugendbildungs- und Freizeitangeboten für den Jugendverband, wie regelmäßige Gruppenstunden, Zeltlager oder Aktionstagen mit. 2002 absolvierte er erfolgreich die Ausbildung zum Jugendleiter. In den Jahren 2011-2017 hatte er das Amt des Diözesanjugendsprechers inne und fungiert seit Dezember 2017 als stellvertretender Diözesanjugendsprecher im Jugendverband. Benedikt Genter vertritt die Anliegen der Kinder, Jugendlichen und Gruppenleiter nach innen und außen. Motiviert leitet er Vorstandssitzungen, sucht das Gespräch mit Vertretern der Diözesanleitung und wirkt bei Veranstaltungen auf Bundesebene wie Bundesjugendversammlungen, Katholikentagen oder Bundesjugendlagern mit. Besonders hervorzuheben ist seine stete Bereitschaft, sich trotz seines Wohnsitzes in der Nähe von Würzburg weiterhin in Thüringen einzubringen. Denn obwohl er bei Jugend- und mittlerweile auch Sanitätsdienst-Aktivitäten andernorts engagiert ist, lässt er keine Gelegenheit aus, sich in und für die Thüringer Malteser Jugend zu verpflichten. Benedikt Genter hat die Gabe, Menschen mit seiner humorvollen Art zusammenzubringen. In manchen herausfordernden Situationen hat er die fröhliche Seite der Jugendarbeit gestärkt. Bei vielen Landesversammlungen und sonstigen Veranstaltungen des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) hat Benedikt Genter sich aktiv in deren Vorbereitung und Durchführung eingebracht.

Birgit Henkel aus Untermaßfeld engagiert sich seit mehr als 20 Jahren für Umwelt und Natur im Landkreis Meiningen und ist Gründungsmitglied des ersten Thüringer Kreisverbandes des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), des heutigen Kreisverbandes Schmalkalden-Meiningen.

Birgit Henkel leitet seit vielen Jahren ehrenamtlich eine Kindergruppe für 6- bis 12-Jährige, die an ein bis zwei „wilden Samstagen" pro Monat zu Expeditionen in Wald und Wiese, zu Bauernhöfen, Tischlereien oder Imkereien aufbricht. Die Kinder bauen unter ihrer Anleitung Insektenhotels, fertigen Zahnpasta und Seife aus Kräutern an, pflegen Weißtannensämlinge, helfen beim Beräumen von Feuchtwiesen und entdecken bei Wanderungen an der Werra Amphibien und Flussbewohner.

Neben den Naturerlebnistagen veranstaltet Birgit Henkel auch Sommercamps, bei denen 20 Jungen und Mädchen drei Tage lang im Wald zelten. Sie setzt sich für den Baumschutz im Landkreis Schmalkalden-Meiningen und für den Schutz alter Obstsorten ein, hält Vorträge und wirkt an der Ausbildung junger Umweltpädagogen mit.

Gertrud Herz aus Erfurt  engagiert sich seit mehr als 40 Jahren in besonderem Maße im karitativen Bereich. Für die jährliche Caritas-Straßensammlung steht Gertrud Herz bei Wind und Wetter über viele Jahrzehnte im jeweiligen Spendenzeitraum mit der Sammelbüchse auf dem Erfurter Anger, um von den Passanten für die drängenden Aufgaben der Caritas im Land der Heiligen Elisabeth Spenden zu erbitten. Im Caritas-Tagestreff hat sie sich verlässlich in allen hauswirtschaftlichen Diensten eingebracht, stand aber für die Nutzerinnen und Nutzer stets auch für persönliche Gespräche zur Verfügung. Wichtig waren Gertrud Herz vor allem auch persönliche Kontakte zu Menschen, die es im Alltag besonders schwer haben. So hat sie beispielsweise beständige und enge Besuchskontakte zu Menschen aufgebaut, die Angehörige zuhause pflegen, die alleinstehend oder am Lebensabend vereinsamt sind. Gertrud Herz ist mittlerweile seltener in der Stadt unterwegs. Sie  hält aber nach wie vor telefonischen Kontakt zu Menschen, um die sie sich in der Vergangenheit bemüht hat und steht noch immer für Gespräche bei allen kleinen und großen Sorgen des Lebens bereit. Das Herz trägt sie dabei nicht nur im Familiennamen.

Seit 2008 ist Reiner Hofmann aus Hermsdorf in bzw. für die Kreisorganisation Saale-Holzland des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Thüringen e.V. ehrenamtlich tätig. Beginnend als sehender Mitarbeiter auf der Basis einer Strukturanpassungsmaßnahme, anschließend als Bundesfreiwilligendienstleister unterstützt Reiner Hofmann die Arbeit des Kreisvorstandes in vorbildlicher Art und Weise. Im November 2016 wurde er offiziell als Mitglied des Kreisvorstandes gewählt und ist dort für den Bereich Finanzen zuständig.

Mit großer Einsatzbereitschaft, Kreativität und Empathie erwarb er sich schnell das Vertrauen der Vereinsmitglieder. Er zeichnet sich durch Zuverlässigkeit und Eigeninitiative aus. In Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Mitgliederversammlungen bzw. Sprechstunden ist er ebenso zuverlässig, wie bei der logistischen Absicherung der notwendigen Fahrten zu den verschiedensten Veranstaltungen für den Landesvorstand. Mit hoher Qualität erledigt Reiner Hofmann die notwendigen Fotoarbeiten im Zusammenhang mit der Verbandschronik. Durch seine verlässliche Arbeitsweise erwarb er sich hohes Ansehen bei den Einrichtungen und Behörden.

Doris Horn aus Breitungen ist seit 2006 ehrenamtlich im Evangelischen Altenhilfezentrum Breitungen – Haus Werragarten - tätig. Seitdem führt sie wöchentlich Buchlesungen/Lesestunden für einen sehr interessierten Bewohnerkreis durch, wobei es hier nicht nur um Bücher geht. Speziell auf die Interessen der Bewohnerinnen und Bewohner ausgerichtet, gestaltet Sie diese Stunde jahreszeitlich, orientiert sich an den Lebensgeschichten oder am Kirchenjahr u.v.m. Sie spendet ihre Freizeit, um Bewohnerinnen und Bewohner mit Besuchen zu erfreuen, kleine Einkäufe zu erledigen oder einfach mal für die kleinen Sorgen und Nöte da zu sein. Sie unterstützt das Zentrum dabei, die ihm anvertrauten Menschen zu umsorgen, zu motivieren und zu begleiten. Seit 2006 ist Doris Horn auch im Heimbeirat aktiv und vertritt die Interessen, Wünsche und Ideen der Bewohnerinnen und Bewohner. Unabhängig von der ehrenamtlichen Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner ist sie immer hilfsbereit, wenn das Zentrum zusätzliche „Hände" benötigt: Zu Festen und Feiern, wie Frühlings-, Garten- und Erntedankfest, Ostern und Weihnachten. Doris  Horn ist für Befragte eine „stille Heldin", die geprägt ist von Hilfsbereitschaft, Nächstenliebe und Wertschätzung und so ehrenamtlich an der Basis tätig ist.

Dieter Johannes aus Erfurt ist seit Gründung der Gewerkschaft der Polizei 1990 ein aktives Gewerkschaftsmitglied. Er hat die Gewerkschaft mit aufgebaut und sein Engagement gehört seitdem der Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf verschiedenen Ebenen. Zunächst in der Kreisgruppe der Polizeidirektion Erfurt aktiv, baute er die gewerkschaftlichen Strukturen mit auf und stand somit für die Installation einer wirksamen Interessenvertretung für Polizistinnen und Polizisten. Ab Mitte der 1990er Jahre engagierte sich Dieter Johannes zunehmend für die Senioren der Thüringer Polizei. Sein Schwerpunkt lag wiederum im Aufbau von Strukturen - diesmal von Seniorenvertretungen innerhalb der GdP. Von 2005 bis 2018 war er der Vorsitzende des Landesseniorenvorstandes der GdP. Er hat maßgeblichen Anteil daran, dass es innerhalb der Polizeigewerkschaft flächendeckende Strukturen der Gewerkschaftssenioren gibt und diese eine interessante und abwechslungsreiche Seniorenarbeit leisten, sowohl auf gesellschaftspolitischem Gebiet als auch in einem angenehmen Miteinander. Über die GdP hinaus brachte sich Dieter Johannes im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) Thüringen beim Seniorenvorstand und in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren BAGSO ein, welche für die Interessen und Rechte der Senioren kämpft. Im Landesvorstand der GdP Thüringen war er bis zu seinem Ausscheiden im März dieses Jahres derjenige, der mit Ruhe und Wissen seine Gedanken einbrachte, argumentierte und Vorbild für die nach ihm kommenden Generationen ist. Aktuell als Senior war er Mitglied in der Arbeitsgruppe zur Mitarbeiterbefragung innerhalb der Thüringer Polizei „Gesunde Arbeit – GdP schafft Fakten!“. Dieter Johannes übt sich stets in Zurückhaltung. Er trat für die Interessen anderer ein – mit Verstand, Witz, Höflichkeit und dennoch Bestimmtheit in jeder Aussage.                                                             

Ein langjähriges ver.di-Gewerkschaftsmitglied ist Dietmar Kästner aus Großfahner. Er engagierte sich stets auf verschiedenen Ebenen ehrenamtlich und war im Landratsamt Gotha bis zu seinem Ausscheiden aus dem Berufsleben aktives Personalratsmitglied. 2012 eröffnete die Gewerkschaft ver.di in Gotha einen Gewerkschaftsladen. Die notwendige Öffentlichkeitsarbeit und die Sprechstunden werden von Dietmar Kästner begleitet und durchgeführt. Als Vorsitzender des ver.di-Ortsvereins ist er als gewerkschaftlicher Ansprechpartner in Gotha bekannt. Er organisiert im Laden Ausstellungen und Buchlesungen und trägt so maßgeblich zum weiteren Bekanntwerden von ver.di bei. Dietmar Kästner ist seit 2008 stellvertretender Kreisvorsitzender des DGB-Kreisverbandes Gotha und seit 2016 Vorsitzender. Er war Mitgründer beim „Bündnis gegen rechts. Gotha ist bunt“ und ist dort maßgeblich an vielen Aktivitäten gegen Rechtsextremismus beteiligt. In seinem Heimatort ist er zusätzlich als Ortschronist tätig. Dietmar Kästner ist ein durch und durch ehrenamtlich Aktiver, ohne dessen konstruktive, gewerkschafts- und gesellschaftlich orientierte Arbeit vor Ort nicht denkbar wäre.

Die Mitwirkung der ehrenamtlichen Richterinnen und Richter an der Rechtsprechung ist ein wichtiges Element deutscher Gerichtsbarkeit. Sie erfüllen in der Rechtspflege allgemein und in besonders hohem Maße in der Sozialgerichtsbarkeit eine wichtige öffentliche Aufgabe. In diesem Ehrenamt bringen die Arbeitgebervertreter ihre im beruflichen und sozialen Umfeld gewonnenen Erfahrungen und Kenntnisse in die Verhandlungen ein, die für die Berufsrichter sehr wertvoll sind. So ist eine praxis- und lebensnahe Urteilsfindung möglich. Ohne das Engagement der ehrenamtlichen Richter wäre eine gut funktionierende Gerichtsbarkeit nicht möglich. Reiner Korn aus Neuhaus-Schierschnitz ist einer dieser ehrenamtlichen Richter. Seit 1993 engagiert er sich beim Thüringer Landessozialgericht. "Im Namen des Volkes" hat Reiner Korn in den 25 Jahren über 450 Urteile mitgefällt. Des Weiteren ist er - ebenfalls seit 1993 - als ehrenamtliches Mitglied eines Widerspruchsausschusses der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Bund (Bundesversicherungsanstalt für Angestellte) tätig. Hier kann er auf mehr als 6.600 verhandelte Widersprüche von Versicherten blicken. Die verschiedenen Widerspruchsausschüsse tagen mehrmals im Monat, im Durchschnitt pro Sitzungstag jeweils 2 bis 3 Stunden. Sie ersparen Versicherten, die mit Entscheidungen der Rentenversicherung nicht einverstanden sind, lange Prozesse vor dem Sozialgericht. Darüber hinaus entlasten sie wesentlich die Sozialgerichtsbarkeit. Nicht unerheblich ist auch der zeitliche Aufwand zur Vorbereitung auf eine Sitzung. Darüber hinaus engagiert sich Reiner Korn im Gemeinderat der Gemeinde Neuhaus-Schierschnitz und setzt sich im Familienzentrum Sonneberger Spielzeugwelt e. V. "Villa Amalie" für ein Miteinander der Generationen ein. Dem Mehrgenerationenhaus ist es auch durch sein Engagement möglich, z. B. Spielenachmittage, Bastelkurse, generationsübergreifendes Lernen am Computer für Jung und Alt anzubieten.

Angela Lukaszczyk aus Jena hat seit 1995 die vielfältigen Belange des Artenschutzes in Thüringen in der Arbeitsgruppe Artenschutz Thüringen e.V. (AAT) durch ihre hervorzuhebende ehrenamtliche Tätigkeit auf vielen Feldern aktiv unterstützt und vorbildliche Arbeit geleistet.

Drei Aufgabenfelder sind besonders zu nennen. Weit über die eigentliche Dienstzeit hinaus setzt sich Angela Lukaszczyk stets für die Belange des Artenschutzes ein. Durch umfangreiche Gutachtenschreiben, die Mitarbeit an Stellungnahmen und der Beantwortung der Post von Behörden, Fachleuten und Vereinsmitgliedern schultert sie einen außerordentlichen Anteil. In ihrer Freizeit unterstützt Angela Lukaszczyk zudem wesentlich die breite Öffentlichkeitsarbeit im Artenschutz. Bei allen ehrenamtlichen Arbeitseinsätzen zeigt sie, auch bei schwerer körperlicher Arbeit, vollen Einsatz und wirkt als Vorbild. In der Öffentlichkeit nimmt sie stets die Aufgaben des Artenschutzes und der Wissensvermittlung anlässlich der verschiedenen Fachtagungen wahr; hier sind besonders die vielfältigen jahrzehntelagen Einsätze an Wochenenden zu nennen. Auch das Artenschutzzentrum Thüringen in Ranis, eine Einrichtung der AAT, unterstützt Anegela Lukaszczyk in ihrer Freizeit aktiv und über Jahre hinweg durch praktische Arbeit vor Ort.

Richard Schaefer aus Erfurt, Urgestein der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft – GEW Thüringen, war bis Ende 2009 als Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit tätig. In Erinnerung geblieben sind vor allem seine flammenden, oft gereimten Reden bei Demonstrationen zu Tarifverhandlungen. Während seiner hauptamtlichen Zeit hat er sich bereits ehrenamtlich als Moderator in der Erfurter Radioszene einen Namen gemacht. 2002 engagierte er sich in der Sendung „RAGE“, einer Sendung über Arbeit und Gewerkschaften in Thüringen. Beim Radio „Funkwerk“ und dem Radio „F.R.E.I.“ entwickelte er Sendeformate, um Bildungsthemen auf die Antenne zu bringen. Auch die Sendungen „Bücherbar“ und „Kaffeezeit“ moderierte er. Zweimal im Monat wurde in „Aus der Schule geplaudert“ über aktuelle bildungspolitische Themen diskutiert. Inzwischen läuft die Sendung unter dem neuen Titel „Bildung in Thüringen“ weiter und wird noch immer von Richard  Schaefer begleitet. Er wirbt nach wie vor für das Engagement in Gewerkschaften und berät noch heute Kreisverbände in ihrer Öffentlichkeitsarbeit, moderiert Veranstaltungen und hat ein offenes Ohr für die Belange der Beschäftigten im Bildungsbereich. Auch als Kinderbuchautor betätigt sich Richard Schaefer. In „Tröpfel und Tropfine – Zwei Regentropfen plätschern durch Erfurts Geschichte“ lässt er Erfurter Sagen lebendig werden. Die Liebe des ehemaligen Lehrers zur Geschichte und der Vermittlung an Kinder kann man spüren. Als Leseopa ist er in Kindergärten und Grundschulen der Stadt Erfurt unterwegs und kann seine Begeisterung weitergeben.

„Wandern fordert und fördert Körper und Geist. Wandern ist Balsam für die Seele“, weiß Wolfgang Thiel aus Erfurt zu berichten. Seit 2008 ist er Vorstandsmitglied des Thüringer Gebirgs- und Wandervereins e.V. (TGW), stellvertretender Vorsitzender der Thüringer Wanderakademie mit Sitz in Bad Blankenburg und ständiges Mitglied im Referentenpool des Landessportbundes (LSB). Im Thüringer Gebirgs- und Wanderverein (TGW) bekleidet er die Funktion des Fachwartes Bildung. Das Aufgabengebiet korrespondiert sehr eng mit den Arbeitsbereichen in der Thüringer Wanderakademie. Mit der Übernahme dieser Funktionen lag sein Hauptaugenmerk in der Optimierung der Ausbildungsaufgaben für die Thüringer Wanderführer und Wegewarte. Mit sehr hohem Sachverstand und unermüdlicher Einsatzbereitschaft gelang es ihm, dass mehr als 350 Wanderführer die Ausbildung zum Übungsleiter, zertifizierten Natur- und Landschaftsführer, sowie Wegewart erfolgreich abschließen und ihre Arbeit zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur aufnehmen konnten. Seine qualifizierte Arbeit wird über die Gremien des Wanderverbandes Thüringen, dem TGW, der Thüringer Wanderakademie bis hin zum Deutschen Wanderverband mit Hochachtung anerkannt. So wurde es selbstverständlich, dass Wanderverbände aus benachbarten Bundesländern ihre Auszubildenden nach Bad Blankenburg schickten. Eine Herausforderung besonderer Art ist die Erarbeitung und Umsetzung der Touristischen Wanderwege-Konzeption und des zugehörigen Praxisleitfadens für das Wanderland Thüringen. Wolfgang Thiel ist in dieser Aufgabenstellung entsprechend eingebunden und leistet hier im besonderen Maße einen überaus wertvollen Beitrag. Sein Lehrbuch wird für das kommende Ausbildungsjahr zur Verfügung stehen und Grundlage für 50 Referenten der Thüringer Wanderakademie sein.

Kamerad Karsten Utterodt aus Großobringen ist seit dem Jahr 2008 Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Weimar-Mitte und legt die Schwerpunkte für seine Wehr besonders bei der Jugendarbeit, dem Sport, der Aus- und Fortbildung sowie den Angeboten des Thüringer Feuerwehr-Verbandes in den Bereichen Demokratie und Gemeinschaftssinn. Karsten Utterodt hat in seiner Wehr eine große Anzahl an Kameraden zur Mitarbeit in der Jugendfeuerwehr motiviert. Durch die Vielzahl an mitwirkenden Kameraden der Einsatzabteilung hat sich sowohl die Qualität als auch die Quantität der Arbeit in der Jugendabteilung gesteigert. Als Ausdruck der Qualität ist hier der stetige Nachwuchsgewinn der Einsatzabteilung aus der Jugendabteilung zu nennen. Karsten Utterodt schafft es immer wieder, Jugendliche für die Feuerwehrarbeit zu begeistern. Der Aus- und Fortbildung in der Einsatzabteilung misst Kamerad Utterodt die höchste Bedeutung zu. Der persönlich hohe Anspruch an sich selbst, der sich in der Vielzahl der besuchten Lehrgänge widerspiegelt, überträgt sich in seiner Arbeit auch auf die Kameraden seiner Wehr. Gesellschaftsthemen, wie der Gemeinschaftssinn, Teamfähigkeit und Demokratieverständnis haben innerhalb seiner Wehr nicht nur einen festen Platz, vielmehr forciert Karsten Utterodt mit der Teilnahme an Angeboten des Thüringer Feuerwehr-Verbandes (Projekt "Einmischen-Mitmachen-Verantwortung übernehmen", Jugendforum etc.) die aktive Auseinandersetzung mit diesen Themen innerhalb seiner Wehr. Außer seiner ehrenamtlichen Tätigkeit in seiner Wehr ist Kamerad Utterodt Vorstandsmitglied des Thüringer Feuerwehr-Verbandes und begleitet dort die Funktion des Pressesprechers. Sowohl seine Funktion als Wehrführer als auch die des Pressesprechers erfüllt Karsten Utterodt mit hohem persönlichem Engagement.

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