Was auf der Seele brennt - SED-Unrecht im Dialog: Haftzwangsarbeit in der SED-Diktatur

85/2018 Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

Die interministeriellen Arbeitsgruppe der Landesregierung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Thüringen (IMAG Aufarbeitung) lädt zu einer weiteren Veranstaltung ihrer Themenreihe „Was auf der Seele brennt - SED-Unrecht im Dialog“. Am kommenden Mittwoch (4. April 2018, 18 Uhr) geht es im Kubus der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße um das Thema Haftzwangsarbeit in der SED-Diktatur.

Vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Zwänge einer maroden Volkswirtschaft wurden Menschen ausgebeutet, die als politische Gefangene der Strafgefangenenarbeit ausgesetzt waren. Immer noch wirken sich die damaligen Geschehnisse auf die heutige Lebenssituation der Betroffenen und ihrer Familien aus. Opferverbände wie die Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG) verlangen, das Leid der Betroffenen anzuerkennen und fordern eine Entschädigung für die Haftzwangsarbeit und die erlittenen Schäden.

„Uns ist bewusst, so die Vorsitzende der IMAG Aufarbeitung, Staatssekretärin Dr. Babette Winter, dass Betroffene oft erst nach vielen Jahren die Kraft finden, um über das Erlebte sprechen zu können. Ihr Zeitzeugnis und ihre Forderungen an die Mehrheitsgesellschaft sind jedoch ein wichtiger Bestandteil einer offensiven und in die Zukunft gerichteten Demokratiearbeit. Mit dem Themenabend zur Zwangsarbeit möchten wir deshalb Betroffene und Interessierte zusammenbringen, um uns gegenseitig zu informieren und über Erreichtes und Unerreichtes zu sprechen.“

Dr. Jan Philipp Wölbern, Autor der Studie „Haftzwangsarbeit politischer Gefangener in der DDR“, und Dr. Christian Sachse, Autor der Publikation „Das System der Zwangsarbeit in der SED-Diktatur. Die wirtschaftliche und politische Dimension“, werden sich als wissenschaftliche Experten an dem Dialog beteiligen.

Die Moderation übernimmt der Journalist Sebastian Haak.

Termin: Mittwoch, 4. April 2018, 18 Uhr
Ort: Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße, Andreasstraße 37a in Erfurt

Die Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen.

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