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111 Gedenksteinen


Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

„Wir müssen hinschauen, alle zusammen!“, so Ministerpräsident Bodo Ramelow zur Einweihung von 111 Gedenksteinen für deportierte jüdische Jugendliche am Gedenkweg Buchenwaldbahn am 31. Juli in Weimar.

Ministerpräsident Ramelow hält eine Rede im Hintergrund Wald und ZuschauerInnen

„Wir schauen hin und nicht weg. Wir setzen Zeichen: Jeder Baum der zerstört oder beschädigt wird, ist mindestens zweimal zu ersetzen. Baumzerstörer sind als Täter auf dem Niveau, wie die, die das Räderwerk der Vernichtung aufrechterhalten haben. Vielfalt leben. Vielfalt entgegensetzen“, so der Ministerpräsident während der circa 8 Kilometer langen Wanderung durch Weimar entlang der ehemaligen Bahnstrecke nach Buchenwald.

Nahe der KZ-Gedenkstätte Buchenwald in Thüringen waren in den vergangenen Wochen mehrere Bäume abgesägt oder abgebrochen worden. Auch beim Projekt »1000 Buchen« entlang der Todesmarschrouten wurden Gedenkkastanien mutwillig zerstört. Insgesamt kamen mehr als 76.000 Menschen in den Lagern Buchenwald und Mittelbau-Dora zu Tode.

Weitere Ansprachen hielten Heiko Clajus und Christian Molitor von der Initiative „Gedenkweg Buchenwaldbahn“, Prof. Dr. Jens-Christian Wagner, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Ran Ronen, vom Zentralrat der Juden in Deutschland, sowie Dr. Susanne Kill, Leiterin Konzerngeschichte / Historische Sammlung bei der Deutschen Bahn AG. Alexander Nachama, von der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen, sprach das Kaddisch, eines der wichtigsten Gebete im Judentum.

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