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Den Menschen ein würdiges Andenken geben


„Heute ist ein besonderer Tag, an dem wir uns unserer Verantwortung stellen. Ein Tag, an dem wir deutlich machen, dass wir den Menschen, die hier an dieser Stelle verscharrt wurden, ein würdiges Andenken geben. Wir sind es ihnen schuldig. Und wir sind es uns schuldig. Als Deutsche, als Europäer, als Menschen. ‚Nie wieder!‘ bedeutet wirklich NIE WIEDER!“, so Ministerpräsident Bodo Ramelow zur Einweihung des KZ-Häftlingsfriedhofs „Am Baderberg“ in Berga/Elster am 15.10.2020.

Ministerpräsident, Landtagspräsidentin und Gäste beim Gedenken auf dem Friedhof

Zu Gast waren neben dem Vorsitzenden der jüdischen Landesgemeinde, Prof. Dr. Reinhard Schramm, Rabbiner Alexander Nachama, auch S.E. Botschafter des Staates Isreal, Jeremy Issacharoff, sowie Nachfahren der Opferfamilie Flesch.
 

1944 wurde im Ort das Außenlager „Schwalbe V“ des KZ Buchenwald eingerichtet. Die circa 3.400 Gefangenen sollten Tunnel im Zickraer Berg zur Errichtung einer Fabrik zur Treibstoffgewinnung ausbauen. Bei brutaler Schwerstarbeit, in überfüllten provisorischen Unterkünften, kamen in den 6 Monaten des Bestehens des Lagers insgesamt 315 Gefangene ums Leben, die würdelos auf dem Baderberg verscharrt wurden.
 

Die aus Bundesmittteln nach dem deutschen Gräbergesetz finanzierte Neugestaltung des zuvor verwilderten Friedhofs wurde von einem Sohn und einem Enkel eines Opfers initiiert. Entstanden ist ein Ort des Gedenkens, gegen das Vergessen.
 

„Wir dürfen nicht wegschauen bei Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit oder bei Hass auf Ausländer“, so der Ministerpräsident in seinem Grußwort.

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