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Gedenken an den 83. Jahrestag der ersten Deportation von Polen ins Konzentrationslager Dachau


Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

"Ich danke für diese Veranstaltung, die deutlich macht, wir müssen die Verantwortung übernehmen für das, was hier vor 83 Jahren geschah. Polen ist das erste Land, das von Deutschland überfallen wurde. Polen ist mit sechs Millionen ermordeter Menschen ein Land, dass eine der am höchsten konzentrierten Formen von Vernichtung erlebt hat. Verantwortung zu übernehmen heißt, sich gerade zu machen und zu sagen, nur wenn wir diesen Teil der Geschichte als Verantwortung übernehmen, können wir über alles andere in Deutschland auch reden“, so Ministerpräsident Bodo Ramelow beim Gedenken an den 83. Jahrestag der ersten Deportation von Polen ins Konzentrationslager Dachau in der KZ-Gedenkstätte am 18. September. Ramelow nahm in seiner Funktion als Bundesratspräsident an der Veranstaltung teil.

Minister- und Bundesratspräsident Bodo Ramelow spricht beim Gedenken an den 83. Jahrestag der ersten Deportation von Polen ins Konzentrationslager Dachau in der KZ-Gedenkstätte.

Weitere Reden hielten der polnische Widerstandskämpfer und KZ-Dachau-Überlebende Professor Dr. Leszek Żukowski und die polnische Schriftstellerin Maria Aniśkowicz, deren Urgroßvater Jakub Sabasz im KZ Dachau ermordet wurde.

Bereits zwei Wochen nach dem deutschen Überfall auf Polen wurden am 16. September 1939 25 Männer aus Ostoberschlesien ins KZ Dachau verschleppt. Bis zur Befreiung des Lagers litten insgesamt mehr als 40.700 Menschen aus Polen im KZ Dachau, unter ihnen fast 10.000 jüdische Häftlinge. Die polnischen Häftlinge waren im KZ Dachau die größte nationale Gruppe.

Veranstaltet wurde das Gedenken von der Evangelischen Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau.

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