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Gedenken an Heino Falckes Synodalvortrag auf der Bundessynode 1972 in Dresden


Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

„Danke für deinen starken Impuls, lieber Heino Falcke“, betonte Ministerpräsident Bodo Ramelow am 30. Juni bei der Veranstaltung der Evangelischen Erwachsenenbildung Thüringen zum Thema „50 Jahre: Christus befreit - darum Kirche für andere!‘ zum Gedenken an Heino Falckes Synodalvortrag auf der Bundessynode 1972 in Dresden“ im Augustinerkloster zu Erfurt.

Mann im Anzug am Rednerpult

50 Jahre nach Heino Falckes Hauptreferat vor der Bundessynode in Dresden, die ein wichtiger theologischer Orientierungspunkt für den Weg der Evangelischen Kirchen in der DDR und in der Ökumene wurde, luden die Evangelische Stadtakademie und das Martin-Luther-Institut der Universität Erfurt zu einer Gedenkveranstaltung ein, zu der auch der heute 93-jährige Heino Falcke erschien.

Im Zuge der Entspannungspolitik und durch den Machtwechsel von Ulbricht zu Honecker hatten sich die politischen Rahmenbedingungen in der DDR geändert. Eine neue DDR-Verfassung nötigte die evangelischen Kirchen, sich von der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) zu lösen und ihr Verhältnis zum SED-Staat neu zu bestimmen. Es wurden Konzepte wie „Kirche für andere“ und „Kirche im Sozialismus“ diskutiert. Eine besondere Stellung kam der Synode von 1972 zu, auf der Heino Falcke in seinem Vortrag vom „verbesserlichen Sozialismus“ sprach und der Kirche Verantwortung zur gesellschaftlichen Mitgestaltung attestierte. Die Rede entfaltete eine beachtliche Wirkung, die sich über die 1980er-Jahre hinaus bis in die Ökumenischen Versammlungen und die Friedliche Revolution von 1989 zog.

Mit der Gedenkveranstaltung in Erfurt soll an dieses bedeutsame Ereignis erinnert und gefragt werden, was davon in Anbetracht heutiger Herausforderungen für die Kirchen wichtig ist.

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