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„Wir stehen zusammen, um denen zu gedenken, die geprügelt und umgebracht wurden."


Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

"Wir erinnern uns aber auch an die, die geprügelt haben. Die, die weggeschaut haben. Die nichts damit zu tun haben wollten. Am 10. Mai 1933, als in Deutschland die Bücher brannten und man wusste, da passiert etwas Ungeheuerliches. Da ist die Tür geöffnet worden, für eine völlig entmenschlichte Entwicklung“, so Ministerpräsident Bodo Ramelow in seinem Grußwort während der Gedenkstunde der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen am 9. November 2020 anlässlich der Reichspogromnacht 1938.

Bodo Ramelow und weitere Personen bei der Kranzniederlegung

Heute vor 82 Jahren, in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, fand in ganz Deutschland das Novemberpogrom gegen die jüdische Bevölkerung statt. Unzählige Geschäfte und Wohnung wurden zerstört, aberhunderte Synagogen abgebrannt und zahlreiche Jüdinnen und Juden ermordet.

Mit einer Gedenkstunde auf dem Jüdischen Friedhof in Erfurt erinnerte die Jüdische Landesgemeinde am heutigen Vormittag an das Novemberpogrom. Diese verbindet der Vorsitzende der Landesgemeinde Prof. Dr. Reinhard Schramm mit dem „Appell gegen jede Form von Antisemitismus und Terrorismus, für ein mitmenschliches und tolerantes Europa“.

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