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Termininformation: Rede Bundesratspräsident Bodo Ramelow anlässlich des Deutsch-Polnischen Gedenkens zum 83. Jahrestag der ersten Deportation

135/2022
Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

Am Sonntag, 18. September 2022, 15 Uhr, veranstaltet die Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau ein Deutsch-Polnisches Gedenken zum 83. Jahrestag der ersten Deportation von Polen ins Konzentrationslager Dachau.

Bei der Gedenkfeier hält der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow in seiner Funktion als Bundesratspräsident eine Rede.

Weitere Redner der Gedenkfeier sind u.a. der polnische Widerstandskämpfer und KZ-Dachau-Überlebende Professor Dr. Leszek Żukowski und die polnische Schriftstellerin Maria Aniśkowicz, deren Urgroßvater Jakub Sabasz im KZ Dachau ermordet wurde.

Bereits zwei Wochen nach dem deutschen Überfall auf Polen wurden am 16. September 1939 25 Männer aus Ostoberschlesien ins KZ Dachau verschleppt. Bis zur Befreiung des Lagers litten insgesamt mehr als 40.700 Menschen aus Polen im KZ Dachau, unter ihnen fast 10.000 jüdische Häftlinge. Die polnischen Häftlinge waren im KZ Dachau die größte nationale Gruppe. Waren es zunächst nur Männer, so wurden in den letzten Kriegsjahren auch etwa 1600 Frauen aus Polen nach Dachau verschleppt. Von den polnischen Häftlingen wurden im Dachauer KZ-System mindestens 8390 ermordet. Einer von ihnen war Jakub Sabasz (1873-1941). Seine 1953 geborene Urenkelin, die in Deutschland lebende polnische Schriftstellerin Maria Aniśkowicz, verarbeitete seinen bestialischen Tod in einem Gedicht, das sie bei der Gedenkfeier vorträgt.

Bodo Ramelow, Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, wurde im Herbst 2021 turnusgemäß für ein Jahr zum Präsidenten des Bundesrates gewählt. Er ist damit einer der höchsten Repräsentanten der Bundesrepublik Deutschland und Vertreter des Bundespräsidenten.

Wann: Sonntag, 18. September 2022, 15 Uhr

Wo: Versöhnungskirche Dachau, Alte Römerstraße 87, 85221 Dachau

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