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„Anne-Frank-BotschafterInnen“-Projekte aus Gotha


Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

„Ihr könnt stolz darauf sein, was ihr geschaffen habt.“ Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Kulturminister und Beauftragter der Landesregierung für jüdisches Leben in Thüringen und die Bekämpfung des Antisemitismus, traf sich am 9. Januar mit VertreterInnen von zwei ausgezeichneten „Anne-Frank-BotschafterInnen“-Projekten in der Stadtbibliothek der Residenzstadt Gotha.

Im Anschluss an die Gespräche durfte Prof. Dr. Hoff selbst bei einem gemeinsamen Stadtrundgang durch Gotha mehr über die Projekte erfahren.

Das Anne Frank Zentrum in Berlin, Partnerorganisation des Anne-Frank-Hauses in Amsterdam, hat mit dem „Anne-Frank-BotschafterInnen-Programm“ ein Jugendnetzwerk initiiert, in dem jedes Jahr engagierte Jugendliche im Rahmen eines 4-tägigen BotschafterInnen-Seminars zu „Peer Guides“ ausgebildet werden. Mit Projekten und eigens konzipierten Workshops zu Themen wie Antisemitismus, Rassismus, Homophobie und Sexismus sowie Zeitzeugengesprächen und historischen Stadtrallyes leisten die Jugendlichen einen wertvollen Beitrag, um an Anne Frank und den Holocaust zu erinnern.

Zu Beginn des Besuchs in Gotha erläuterten die Teilnehmenden der „Anne-Frank-Botschafterinnen“-Projekte ihre Anliegen. Den fünf Schülerinnen Jasmin Rauch, Felicity Werner, Anna Jacob, Lilly Hellmuth und Lena Müller fiel auf, dass viele Menschen in ihrer Umgebung kaum etwas über die historische Vergangenheit in ihrer Stadt wissen. Dagegen wollten sie etwas tun.

Mit dem Projekt „Gotha! Der jüdischen Geschichte auf der Spur“ bemühten sie sich daher um einen kritischen Umgang mit der NS-Geschichte ihres Ortes. Die Projektgruppe nahm sich vor, SchülerInnen über den Zweiten Weltkrieg und besonders über historischen und aktuellen Antisemitismus in ihrer Heimatstadt aufzuklären. Die erste Führung führten sie für die 8. Klasse ihrer Schule durch und erreichten somit 24 SchülerInnen. Weitere Führungen sind in Planung.

Für die 9. Klasse eines Gymnasiums organisierten Melissa Joos und Hannah Tabea Brandt eine viertägige Projektwoche unter dem Motto „GAZE – Blick in eine bessere Realität“ über die Themen Diskriminierung und Antisemitismus im Alltag und über die Zeit des Nationalsozialismus. Am ersten Tag beschäftigten sie sich mit Diskriminierung und seinen Erscheinungsformen in der eigenen Lebenswelt und planten eine Stadtführung in Gotha, um auf Antisemitismus damals und heute aufmerksam zu machen. Für den Folgetag organisierten sie eine Gedenkstättenfahrt nach Buchenwald. Am dritten und vierten Tag drehten die teilnehmenden SchülerInnen Kurzfilme über diskriminierende Situationen und wie man mit diesen umgehen kann.

Im Anschluss an die Gespräche durfte Prof. Dr. Hoff selbst bei einem gemeinsamen Stadtrundgang durch Gotha mehr über die Projekte erfahren.

 

 

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