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„Es ist die Frage, wie wir heute mit unserer Erinnerungskultur umgehen.“


Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

Bundesratspräsident Bodo Ramelow besichtigte als weiteren Programmpunkt seiner Reise in die Niederlande das Nationaal Monument Oranjehotel. Die Vorsitzende der Stiftung Oranjehotel, Pia Dijkstra, begrüßte den Bunderatspräsidenten und führte durch die Gedenkstätte.

Die Vorsitzende der Stiftung Oranjehotel, Pia Dijkstra, begrüßte den Bunderatspräsidenten und führte durch die Gedenkstätte.

Das Oranjehotel diente während der deutschen Besatzung im zweiten Weltkrieg als Gefängnis, in dem Angehörige des niederländischen Widerstandes inhaftiert wurden. Rund 25.000 Menschen waren hier zwischen 1940 und 1945 gefangen bis sie verhört und verurteilt wurden. Menschen unterschiedlichen Hintergrunds aus den ganzen Niederlanden, verhaftet für Taten, die der deutsche Besatzer als Vergehen betrachtete: Widerstandskämpfer, aber auch Juden, Zeugen Jehovas, politische Gefangene wie Kommunisten, genau wie Schwarzhändler. Bereits während des Krieges wurde der Komplex das „Oranjehotel“ genannt. Ein Ehrerweis für die Widerstandskämpfer, die hier gefangen waren. Für viele war das Oranjehotel der Anfang eines langen Weges durch die verschiedensten deutschen Gefängnisse und Konzentrationslager. Für rund 250 Gefangene war es die Endstation. Bis 2009 wurde der Komplex als Gefängnis genutzt und konnte daher nicht besichtigt werden. Im September 2019 wurde das Erinnerungszentrum von König Willem-Alexander eröffnet.

In der Gedenkstätte an der Pforte, durch die Gefangene zum Hinrichtungsplatz gingen, legte Ramelow Blumen nieder. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der elften Klasse der Deutschen Internationalen Schule Den Haag sprach der Bundesratspräsident über den niederländischen Widerstand gegen das NS-Regime und den Krieg in der Ukraine. Die Klasse hat kürzlich den Erinnerungsort im Rahmen des Geschichtsunterrichts zum Thema „Niederlande im 2. Weltkrieg“ besucht.

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