Grußwort bei der Eröffnung der Ausstellung „Manifest of Practice“ anlässlich des Bauhaus-Jubiläums 2019

Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

Unter dem Motto „Die Welt neu denken“ werden in diesem Jahr in ganz Deutschland in vielfältigsten Formen die visionären und weltumspannenden Ideen des Bauhauses gewürdigt. Die Thüringer Landesvertretung in Berlin präsentiert bis zum 1. Februar 2019 insgesamt 50 studentische Arbeiten - Plakate, Skulpturen, Objekte, Videos und Filme - der Bauhaus-Universität Weimar. Ministerpräsident Bodo Ramelow sagte zur Eröffnung der Ausstellung am 16.01.2019: „Wir können hier sehen, die Ideen des Bauhauses leben.“ Die gezeigten Arbeiten setzen sich mit den gestalterischen Traditionen des Bauhauses auseinander und formulieren zugleich eigene künstlerische Positionen.

Das historische Bauhaus wollte Entwerfer ausbilden, die sowohl über handwerklich-technisches know-how verfügten als auch in der Lage waren, sachbezogene Formensprache zu entwickeln. Und in dieser Tradition steht die Ausbildung an der Fakultät für Kunst und Gestaltung an der Bauhaus Universität Weimar auch heute. Das Studium vermittelt Grundlagen gestalterischer Tätigkeit in Theorie und Praxis und die akademische Ausbildung erfolgt in starken Bezug auf eine spätere Berufspraxis – und dies mit sehr großem Erfolg.

Bodo Ramelow betonte in seinem Grußwort, dass das Bauhausjubiläum auch gedacht werden müsse mit der Vertreibung der Schule aus Weimar und später auch aus Dessau in den Zwanzigern und Dreißigern des letzten Jahrhunderts durch die herrschende Intoleranz der Gesellschaft. Vieles, was uns heute als normal erscheine – wie die Einbauküche – habe seine Ursprünge im Bauhaus. Es gelte, das Kreative zu schätzen. Sie tragen mit ihrer Arbeit zur Arbeit zur Zukunftsfähigkeit unserer Demokratie bei.

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