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Registrieren der SARS-CoV-2-Virenlast im Abwasser


Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

"Der sinnvolle Einsatz von geeigneten Technologien im Alltag kann ein wesentlicher Baustein sein, um Pandemien zu bekämpfen und Leben mit der Gefahr von Viren zu gestalten. Diesem Thema widmet sich im Juli auch wieder die Messe Pro.vention in Erfurt."

Bodo Ramelow und ein Mitarbeiter stehen vor einem Prüfgerät

"Ich begrüße es sehr, dass es in Thüringen zahlreiche Initiativen auf diesem Gebiet gibt. Der gemeinsame Ansatz von Analytik Jena und der Bauhaus-Universität Weimar zur Erkennung einer Virenlast im Abwasser kann einen wichtigen Beitrag leisten, das Pandemiemanagement immer weiter zu verbessern und wichtige Handlungsempfehlungen frühzeitig abzuleiten. Wir benötigen jetzt eine nachhaltige Modellbetrachtung, um voraussagen zu können, wie sich die Pandemielage im Herbst entwickelt."

Ministerpräsident Bodo Ramelow informierte sich bei dem heutigen Besuch der Analytik Jena GmbH über den Workflow zur Detektion von SARS-CoV-2.

Analytik Jena hat ein Testverfahren entwickelt, welches Rückschlüsse auf die SARS-CoV-2-Virenlast in der Bevölkerung oder antibiotikaresistente Keime durch die Analyse von Abwasser liefert. Abwasserbasierte Epidemiologie eröffnet die Chance, Daten zu gewinnen, die indirekten Massentests gleichkommen und somit Rückschlüsse auf die Gesundheit der lokalen Bevölkerung zulassen. Vorgestellt wurden die Technologie und erste Gedanken für einen gemeinsamen Projektantrag der Bauhaus-Universität Weimar und der Analytik Jena GmbH, dessen Ziel es ist, die Möglichkeiten eines landesweiten Monitoringsystems zu erforschen. Die Initiative geht auf den Besuch des Thüringer Wirtschaftsministers Wolfgang Tiefensee gemeinsam mit LEG-Geschäftsführer Andreas Krey am 31. März 2021 bei Analytik Jena zurück. Das Verfahren wurde gemeinsam mit dem Schweizer Mutterunternehmen Endress+Hauser entwickelt. Die Firma aus Jena führt den Prozess des Verfahrens von der Probenentnahme über die Probenanreicherung und Nukleinsäureextraktion bis hin zum PCR-Nachweis durch.

Im Einsatz ist das Verfahren von Analytik Jena bereits seit 2020 in Japan, wo ein wesentlicher Abschnitt der SARS-CoV-2-Detektion auf Real-Time-PCR-Geräten von Analytik Jena durchgeführt wird. Nach diesem Pilotprojekt hat Analytik Jena die Methode weiterentwickelt, gemeinsam mit Endress+Hauser und der Emschergenossenschaft/Lippeveband (EGLV) im Ruhrgebiet, dem größten Wasserwirtschaftsverband Deutschlands. Die EGLV erprobt das Verfahren auf einer ihrer Kläranlagen.

Die Analytik Jena ist ein führender Anbieter von Analysemesstechnik, Instrumenten im Bereich der Molekularbiologie sowie von Liquid Handling- und Automationstechnologie. Präzise Ergebnisqualität und ein hohes Maß an Bedienkomfort stehen bei der Entwicklung der Labor-Analyse-Produkte von Analytik Jena an erster Stelle. Serviceleistungen sowie gerätespezifische Verbrauchs- und Einwegmaterialien, wie Reagenzien oder Kunststoffartikel, komplettieren das umfangreiche Angebot des Unternehmens.

 

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