US-Präsidentschaftswahl - Konsequenzen für Europa

06.10.2020 · 18:00 Uhr · EIZ Thüringen, Anger 39, 99084 Erfurt

Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Julian Müller-Kaler, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik, Berlin - Anmeldung erforderlich: martina.uth@tsk.thueringen.de oder (0361) 57 32 18 960. Eintritt frei.

Die Flagge der USA und der EU wehen im Wind
Foto: Adobe Stock_loewe34

Am 3. November findet in den USA die Präsidentschaftswahl statt - in einer Zeit, die durch Covid-19 und den massiven Einbruch der US-Wirt­schaft mit hoher Arbeitslosigkeit sowie mit dem Tod von George Floyd und den Black Lives Matter Demonstrationen eine zutiefst verunsicher­te und polarisierte Gesellschaft zeigt. Der Rückhalt bei den Republi­kanern für Präsident Donald Trump ist groß, da er große Teile seines Wahlprogramms durchsetzen konnte. In den Umfragen aber liegt der Demokrat und frühere US-Vizepräsident Joe Biden vorne. Ein harter Wahlkampf zeichnet sich ab. Welche Ziele verfolgen beide Kandidaten und welche Auswirkungen wird die aktuelle Krise auf Mobilisierung und Abstimmungsverhalten der Amerikaner*innen haben?

Die Außenpolitik Trumps hat international zu Verunsicherung geführt. Traditionell sind die USA und die EU wichtige Partner. Gemeinsam bil­den sie den größten globalen Markt mit einem Gesamthandel im Wert von über 1,3 Bill. Euro jährlich. Und dennoch prägen Konflikte im Han­del, in der Außen- und Sicherheitspolitik die aktuelle Debatte. Mit der Politik des „America first“ und der Ablehnung des Multilateralismus ist das Vertrauen in die Verlässlichkeit der USA als internationale Ord­nungsmacht geschwunden. Es wachsen Zweifel an der Einigkeit und Funktionsfähigkeit der NATO, deren Ursache die USA dagegen in dem mangelnden Engagement der Europäer, insbesondere Deutschlands, sehen. Welche Konsequenzen hat der Ausgang der Präsidentschafts­wahl auf das Verhältnis zu Europa? Muss sich die EU auf eine neue geo­politische Lage einstellen, die ein geeintes und starkes Europa fordert, um im Machtgefüge USA–China–Russland seinen Platz zu finden?

Julian Müller-Kaler ist USA-Experte im Ame­rika Programm der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) in Berlin sowie Fellow in der Foresight, Strategy and Risks Initiative des Atlantic Council in Washington D.C. Nach dem Studium in Deutschland und China war er Fulbright-Schumann Stipendiat an der Georgetown University und Consultant im Büro des deutschen Exekutivdirektors der Weltbank.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen statt.

Aufgrund begrenzter Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung erforderlich:

martina.uth@tsk.thueringen.de oder (0361) 57 32 18 960

Eintritt frei.

Einladungen werden zeitnah versandt.

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