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"Kulturelle Vielfalt unseres Landes erhalten"

,Dieser Band zeigt uns, was wir tun müssen, um die kulturelle Vielfalt unseres Landes zu erhalten.‘Prof. Dr. Benjamin Immanuel Hoff, Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei in seinem Grußwort anlässlich der Präsentation des Buches „Kulturelle…

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Minister Hoff hinter Rednerpult

Vorstellung des neuen Direktors der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora

Kulturminister Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff erklärte: „Die Wahl ist ein großer Gewinn für den Freistaat und die Stiftung.“

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neuer Direktor und Kulturminister hinter dem Rednerpult in der Staatskanzlei

„Diese Ausstellung zeigt berührende Bilder und großartige Porträts“

Dies betonte Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff am Mittwochabend zur Ausstellungseröffnung „Abraham war Optimist“ der Fotografin Manuela Koska. Die Schau in der Erfurter Reglerkirche zeigt mehr als zwei Dutzend Impressionen aus dem Leben des Mecklenburger Rabbiners William Wolff.

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Minister Hoff schaut die Kunstwerke an den Kirchenwänden an

Schieferpark als Ort der Thüringer Industriekultur

Bis 1964 wurde im Schieferpark Lehesten hochwertiger Schiefer abgebaut. Heute ist das Gelände ein technisches Denkmal. Kulturminister und Chef der Staatskanzlei Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff besuchte den Ort der Thüringer Industriekultur am 21. September 2020.

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Minister Hoff bekommt gezeigt, wie man mit Schiefer arbeitet

„Ein wichtiger Ort der Gedenkstättenarbeit in Thüringen“

So Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff anlässlich der gestrigen Gedenkfeier des 75. Jahrestages der Befreiung der heutigen KZ-Gedenkstätte Laura gemeinsam mit Landrat Marko Wolfram, Saalfeld-Rudolstadt.

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Herr Prof. Dr. Hoff und Herr Marko Wolfram vor dem Gedenkstein

Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei und Beauftragter der Landesregierung für jüdisches Leben in Thüringen und die Bekämpfung des Antisemitismus

Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff

Persönliche Angaben

geboren am 17. Februar 1976 in Berlin

Aus dem Lebenslauf 
seit 04. März 2020Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei
und Leitung des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft (vertretungsweise)
 

seit dem 26. November 2019
bis 05. Februar 2020

Leitung des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft (geschäftsführend) 

seit 5. Dezember 2014 bis
05. Februar 2020

Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei

 

2013 - 2014

CEO MehrWertConsult – Strategieberatung

2012 - 2013

Rektor der staatlich anerkannten privaten Business-School BEST-Sabel Hochschule Berlin

Seit 2010

Honorarprofessor an der Alice-Salomon-Hochschule (University of applied science) Berlin

2006 - 2011

Staatssekretär für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz im Senat von Berlin

2005 - 2006

Leiter der Bund-Länder-Koordination der Bundestagsfraktion DIE LINKE.

2002 - 2006

Promotion am Institut für Sozialwissenschaften der HU-Berlin mit Abschluss Magna cum laude

1996 - 2001

Studium der Sozialwissenschaften an der HU-Berlin mit Abschluss Diplom und Auszeichnung „Humboldt-Preis“

1995 - 2006

Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin

Minister Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff
Minister Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff; Foto: Thüringer Staatskanzlei (TSK)

Gremienmitgliedschaften des Ministers:

  • Klassik Stiftung Weimar: Mitglied und Vorsitzender des Stiftungsrates
  • Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora: Mitglied und Vorsitz des Stiftungsrates
  • Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz
  • Kulturstiftung Thüringen: Vorsitzender des Stiftungsrates
  • Kulturstiftung Meiningen/Eisenach: Vorsitzender des Stiftungsrates
  • Wartburg-Stiftung: Mitglied und Vorsitzender des Stiftungsrates
  • ZDF-Fernsehrat für die laufende XIV. Amtsperiode (Aufwandsentschädigung 6135,48 Euro jährlich)
  • Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar GmbH - Staatstheater Thüringen
  • Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten
  • Kuratorium Bauhausverbund 2019

Weitere Mitgliedschaften:

  • IG-Metall: Mitglied
  • Deutsche Vereinigung für Parlamentsfragen e. V.: Mitglied
  • Förderverein „Blätter für deutsche und internationale Politik“: Mitglied
  • Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler: Mitglied
  • Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e. V.: Mitglied

Mitgliedschaften des Ministers in Bundesratsgremien:

  • Mitglied des Bundesrates für den Freistaat Thüringen
  • Mitglied der Europakammer des Bundesrates
  • Mitglied des Ausschusses für Fragen der Europäischen Union
  • Mitglied des Ausschusses für Kulturfragen
  • Mitglied der deutsch-französischen Freundschaftsgruppe
Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff hält eine Rede vor einem Banner "Schatzkammer Thüringen".

Reden und Grußworte

Hier finden Sie eine Auswahl an Reden von Minister Hoff zu wichtigen Themen Thüringens.

 

  • Erinnerung im Bundeswehrdienstleistungszentrum in Erfurt: 64. Gründungstag der Bundeswehr am 12.11.2019

    Werte Anwesende,

    es ist mir eine Ehre, für die Thüringer Landesregierung heute hier ein Grußwort zu halten. Aber es ist für mich auch kein normaler Termin.

    Ich habe in der vergangenen Woche am öffentlichen Gelöbnis in Oberhof teilgenommen, bin gemeinsam mit Brigadegeneral Gunnar Brügner die Front abgeschritten.

    Als in die DDR hineingeborenen Menschen war ich bis 1989 der festen Überzeugung, als Berufssoldat 25 Jahre in der Nationalen Volksarmee dienen zu wollen. Hierzu wurden in meiner Schule ab der 4. Schulklasse jährlich Abfragen durch den Klassenlehrer durchgeführt, sortiert nach denjenigen, die 1,5 Jahre dienen wollten, denen die 3 Jahre bereit waren zu dienen (womit der Zugang zum Studium automatisch als gewährleistet galt) und denjenigen, die als Berufssoldaten dienen wollten – ohne als Kinder und sehr junge Jugendliche eigentlich zu wissen, worüber wir da sprachen und welche Konsequenzen damit verbunden waren.

    Durch den Umstand der späten Geburt kam ich letztlich nicht in die Situation, diese Überzeugung umzusetzen. Der Wegfall der NVA durch Auflösung am 2. Oktober 1990 und des Staates, dem sie diente im Zuge der deutschen Wiedervereinigung begann eine Phase kritischer Auseinandersetzung mit denjenigen Vorstellungen und Bildern, die in meiner DDR-Sozialisation von der ruhmreichen Roten Armee, der NVA, dem Warschauer Pakt u.a. in Büchern wie „4 Panzersoldaten und ein Hund“, „Die Nacht der Bewährung“ oder „Die sieben Brüder“ gezeichnet oder in den alljährlichen Sommerferien-Besuchen bei NVA-Stützpunkten an der Ostsee gezeichnet wurden.

    Das Ergebnis war die Entscheidung, sowohl den Wehrdienst als auch den Zivildienst zu verweigern. Eine Entscheidung, die in Vorbereitung auf den heutigen Festakt zu erneuter Selbstreflexion, aber auch der kritischen Reflexion eigener Überzeugungen führt bzw. führen muss.

    Das Aufgabenspektrum der Bundeswehr hat sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert. Im Kalten Krieg bildete die Bundeswehr das Kernstück der konventionellen Bündnisverteidigung in Mitteleuropa.

    Bis Ende der 80er Jahre war das soldatische Selbstverständnis von diesem Auftrag und dem Grundsatz „Kämpfen können, um nicht kämpfen zu müssen“, wie es der vormalige Generalinspekteur, General Ulrich de Maizière, prägnant formulierte, geprägt. Ein Einsatz außerhalb dieses Rahmens galt als undenkbar.

    Die Zusammenführung der Bundeswehr mit der NVA nach der deutschen Wiedervereinigung war in jeder Hinsicht ohne Vorbild und ein einzigartiges Ereignis in West-, Mittel- und Osteuropa. Der denkbare Clash of Culture zweier Institutionen, die in ihrer bis dahin geprägten Ausrichtung, ihren Traditionslinien und ihrem Selbstverständnis unterschiedlicher nicht hätten sein können, war enorm. In der öffentlichen Wahrnehmung verlief diese Zusammenführung geräuschlos.

    In den vergangenen 30 Jahren wurde die Bundeswehr zur „Armee im Einsatz“. Viel schneller als von vielen erwartet. Und wohl auch schneller, als die bundesdeutsche Gesellschaft in ihrer Gesamtheit in der Lage war, ihr Bild von der Bundeswehr neu zu formen oder darüber in einen Austausch zu treten. Denn die Annahme vom „Kämpfen können, um nicht kämpfen zu müssen“ war weiterhin fest verankert.

    In Umfragen vertraut zwischen mehr als zwei Dritteln und drei Viertel der Deutschen der Bundeswehr. Mehr als die Hälfte der Deutschen lehnt in Umfragen Auslandseinsätze - sei es in Afghanistan oder anderen Regionen - ab. Der darin ausgedrückte Wunsch einer Armee, die ausschließlich einer theoretischen Landesverteidigung dient und ansonsten praktisch wirksam wird bei Naturkatastrophen oder dem „schon epischen Kampf gegen den Borkenkäfer“, wie Brigadegeneral Gunnar Brügner es mit einem Augenzwinkern vergangene Woche Donnerstag bezeichnete, tritt in offensichtliche Diskrepanz  zu den sicherheitspolitischen Umwälzungen der vergangenen Jahre.

    Die Bundeswehr hat heute den Auftrag, wie die frühere Bundesverteidigungsministerin von der Leyen es formulierte, zur Abschreckung und Bündnisverteidigung ebenso wie zum internationalen Krisenmanagement gleichermaßen wirkungsvoll beizutragen und den neuen Herausforderungen des Cyber- und Informationsraums gewachsen zu sein.

    Mit diesen Veränderungen formt sich auch das Selbstverständnis der Soldatinnen und Soldaten. Der Einsatz außerhalb Deutschlands, Gefahr für Leib und Leben, Verwundung und Tod sind nicht länger abstrakte Begriffe, sondern Teil der Realität. Die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, aber auch und vor allem deren Angehörige, erwarten nicht zu Unrecht, dass die bundesdeutsche Gesellschaft vor dieser Realität und den damit verbundenen Herausforderungen die Augen nicht verschließt.

    Wir können im politischen Raum Diskussionen über die Rolle der Bundeswehr über den Umfang und Sinn von Auslandseinsätzen führen. Doch ich stimme denen zu, die betonen, dass diese Diskussion nicht auf dem Rücken und zu Lasten derjenigen ausgetragen werden darf, die jeweils individuell die Entscheidung getroffen haben, in der Bundeswehr zu dienen.

    Dies insbesondere auch deshalb, weil die Bundeswehr sich nach dem Übergang von der Wehrpflicht - zur Freiwilligenarmee, durch die vollständige Öffnung für Frauen und durch die Integration von Soldatinnen und Soldaten mit Zuwanderungsgeschichten verändert hat.

    Es war und ist deshalb aus meiner Sicht richtig und angemessen, dass die vormalige Verteidigungsministerin die Debatte über die Aktualität des Traditionserlasses begonnen hat. Ob und wenn ja, wie man diese Diskussion anders, besser hätte führen können oder müssen, erlaube ich mir kein Urteil. Dies können Sie, sehr geehrte Damen und Herren, mit profunderer Kenntnis besser einschätzen.

    Die historischen Ereignisse, derer wir in diesem Jahr gedenken, also 100 Jahre Weimarer Reichsverfassung, 30 Jahre Friedliche Revolution, im vergangenen Jahr aber auch 100 Jahre Novemberrevolution und Übergang zur Republik und Demokratie in Deutschland, im kommenden Jahr 75 Jahre Befreiung vom Nationalsozialismus zeigen jedoch immer wieder, dass es weder binäre Geschichtsbilder gibt, dass wir immer wieder über unsere Geschichte reflektieren müssen, wenn wir nicht wollen, dass die Zukunft die Vergangenheit ist, die durch eine andere Tür wieder hinein kommt.

    Die Angehörigen der Bundeswehr sind Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in Uniform, die Bundeswehr eine Parlamentsarmee. Dies macht sie zu einem Teil unserer freiheitlich verfassten Demokratie.

    In diesem Sinne soll die Tradition, wie Frau von der Leyen ausführte, als „Kompass dienen, der unseren Soldatinnen und Soldaten Orientierung, Halt und Maßstäbe für das eigene Handeln geben kann. […] Das ist besonders wichtig mit Blick auf die junge Generation, auf die jungen Männer und Frauen, die wir für den Dienst in den Streitkräften gewinnen wollen. Nur wenn die Gesellschaft versteht, wie wir denken, fühlen, welche Vorbilder wir uns setzen, kann sie aus tiefem Herzen stolz auf ihre Bundeswehr sein.“

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    am vergangenen Donnerstag haben Soldatinnen und Soldaten in Oberhof einen Eid geleistet mit den Worten: „Recht und Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen.“

    Aus diesem Schwur folgt doppelte Verpflichtung. Der Soldatinnen und Soldaten für unsere Gesellschaft aber auch der Gesellschaft für die Soldatinnen und Soldaten. An diese doppelte Verpflichtung zu erinnern, sie auszufüllen sowohl in inhaltlicher Form als auch materiell, wenn es um die konkreten Rahmenbedingungen des soldatischen Alltags geht, ist Gegenstand des Erinnerns, dem dieser heutige Festakt gilt.

    Ich danke Ihnen, dass ich in diesem Rahmen zu Ihnen sprechen durfte.

Medieninformationen zur Arbeit des Chefs der Staatskanzlei

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